Hm

Keine gute Woche. Das war bis eben mein Ersatzkühlschrank.

IMG-20151114-WA0001Letzte Woche ist nämlich der meine kaputt gegangen. C. hat sich fürchterlich aufgeregt. Es ist ein alter Juno Kühlschrank und angesichts dessen, das man hinter dem Kühlschrank noch die ursprüngliche Wanddekoration der Küche findet, gehe ich davon aus, das er nach 30 Jahren Küchendienst einfach mal den Dienst aufgegeben hat. Aber C. ist dennoch sauer, zumal er festgestellt hat, das wir für 27 Euro mehr Strom in den letzten beiden Monaten verbraucht haben…..

Er hat einen neuen bestellt, der heute angekommen ist.

Dafür hat Samstag der Geschirrspüler den Dienst quittiert. Fehler E 15 ist bei einem Bosch super silence nun keine große Sache, einfach abwarten, dann wird das schon. Man sollte den Stromstecker ziehen. Hamwa gemacht. Und seit dem  ist bei Einstecken des Steckers in die Steckdose das Display dunkel und die Pumpe pumpt in willkürlichen Abständen. Der kleine Bosch hat ein Eigenleben entwickelt, denn laut Anzeige ist er aus und lässt sich auch gar nicht einschalten….er ist vom Bösen besessen… Da kommt nun Mittwoch der Kundendienst.

Olaf geht bei Regen und Wind einfach nicht vor die Tür. Wir hatten in den letzten Tagen beides. Es war eine echte Aufgabe, ihn wenigstens in den Garten zu locken, wenn schon nicht vorne raus….Er bekommt einen Pullover.

Harzkind

IMG-20151106-WA0012Mit diesem Foto habe ich am Foto-Wettbewerb teilgenommen.  Harzkind ist eine Zusammenschluß, eine Organisation, die dem demografischen Wandel entgegen wirken will, in dem sie Menschen, wie mich, die im Harz groß geworden sind, und zugezogene, und Angeheiratete, in dem sie uns dazu bringen, zu erklären, was wir am Harz so mögen.

Mir ist klar, das ich mit diesem Foto, das zeigt, wie mir Mini Blätter, die sie gesammelt hat, in die Handtasche gesteckt hat, keine realistische Chance habe. Aber …

Ich habe viele schöne Bilder von den Wandertagen mit dem jungen Vater oder aber auch von denen mit C. oder aber auch einfach nur vom Olaf-Wir-Gehn-Raus-Ding.

DSC_1737DSC_1423DSC_1574DSC_1542DSC_1436Und noch voll viel mehr Bilder, aber ich höre mal mit den Fottos so auf. Also habe ich die Handtasche genommen, weil dieses „Hach, der Harrrz und seine Natuuuuuuur….“ wird dem Ganzen nicht gerecht. Ganz und gar nicht. Nicht etwa, weil dieses Mittelgebirge eine Mittelalter-Geschichte hat, die sogar in irgendwelchen Schulbüchern auftaucht, aber in so einer frühen Klasse, das das eh jeder bei Schulabschluß wieder vergessen hat, nicht weil es hier einen Berg gab, der 1000 Jahre Silber lieferte, nee, es gibt auch verleugnete neue Geschichte, die seit gut zehn Jahren nicht mehr verleugnet wird und es gibt auch eine Geschichte 3000 Jahre zurück und auch zwischendrin. Der Harz ist also bewegt, auch wenn er sich jetzt demografisch wandelt…

Rede einfach im Kasernenton mit ihr, dann macht sie, was sie soll, die Schwimu.

Der Schwiegervater liegt nur noch und steht nicht mehr auf.

Alles fing damit an, das C. mit seiner Mutter telefonierte und die teure Spezialnahrung für sie im Internet bestellte, weil sie ihre Kontonummer nicht kenne und das ganze in der Apotheke zu teuer sei.

„Dann soll sie einen Arzt rufen, der verschreibt ihm das schon.“

„Sie will keinen Arzt rufen ohne seine Zustimmung.“

„Aha. Deine Mutter kennt also ihre eigene Kontonummer nicht?“

„Ja.“

„Hat sie ihren Lohn bar bekommen oder was?“

Mittlerweile ist der Status quo folgender: Schwiegermutter erklärt, das ihr sterbender Mann gesagt hat, das C. sich in Nachfolge um alles kümmern würde.

Bequeme Sache das. Ich habe C. nur gefragt, ob er jetzt den Familienvorstand für zwei Familien geben wird.

Wenn sie ihr Leben nicht alleine regeln will oder tatsächlich zu dumm ist, dann ist für mich die Sache ganz einfach: Ihr Haus wird verkauft, im Keller der Raum ausgebaut und sie wird entmündigt. Fertig.

Als C. ihr gesagt hat, sie solle sich um bestimmte Dinge kümmern, erklärte sie, sie habe jetzt andere Dinge im Kopf. Ja, hat man in so einer Situation sicherlich. Aber auch die Alltagsregelungen haben die Frauen meiner Familie im Kopf.

Nach dem Gespräch mit C. habe ich meiner Mutter geschrieben, das ich froh bin, das sie ist wie sie.

Letzte Woche vom Kind zum Geburtstag bekommen

Noch schnell vor der Tagesmutter malt mir Mini das hier:

IMG-20151106-WA0002Sie stellt klar, das sie vor Fertigstellung des Bildes nicht zur Tagesmutter kann….

Ich falte es auf und freue mich darüber. Papa fragt, was das denn sei.

„Ein Krokodil!“ Ich freue mich so sehr.

„Nein, ein Flugzeug“, klärt mich Mini auf.

Und ich freue mich noch mehr, denn wer genau hinschaut, findet die technischen Details des Flugzeuges. Sogar zwei Piloten sind dort.

Facebook Teil 2

Manche verstehen wohl auch nicht das geschriebene Wort.

Heute geht die Einladung des Kollegen weiter. Heute mache ich Facebook auf und lese, das der Termin zum Besuch bei der Kollegin auf unbestimmte Zeit verschoben sei und er um Terminvorschläge bitte, explizit von mir und einer anderen Kollegin. Wir sind beide mit Namen genannt.

Ich fühle mich genötigt. Ich will nicht fahren, nicht jetzt und schon gar nicht mit dem. Wenn ich fahre, dann mit meinem eigenen Auto, damit ich wieder abhauen kann, wenn ich will.

Und im Moment will ich nicht. Und ich will auch keinen Termin machen. Ich habe einen am 2. Dezember, der ist wichtig und der reicht mir erstmal.

Ich fühle mich genötigt. Er könne nur am Wochenende. Da hat er frei. Ich habe da Familie….Alles Ausreden. Ich will einfach nicht. Wochenlang hat er mich über Facebook gefragt, ob ich mit ihm Kaffee trinke. Habe ich nicht. Jetzt soll ich mitfahren zu der Kollegin. Gab auch ein Nein. Und jetzt noch mal gefragt? Merke ich was nicht mehr oder der?

Facebook

Ein Kollege hat eine Gruppe aufgemacht, er wolle eine ehmalige Kollegin, die nun in Magdeburg arbeitet, in einem anderen Teil der Firma, er wolle diese besuchen und suche Mitfahrer und zwar diesen Sonntag.

Dann bekomme ich eine persönliche Nachricht, ob ich nicht mifahren wolle.

„Nein, will ich nicht.“

Eine Antwort, die klar sagt, was ich am kommenden Sonntag nicht mache.

Es ist der Kollege, der mir den persönlichen Absturz beschert hat, das Tröpfchen, das das Fass zum Überlaufen bringt. Das ist der Kollege, der mit mir nicht nur dauernd Kaffee trinken will, sondern mir auch vor der Erkrankung gesagt hat, ich solle weniger arbeiten, doch bitte mal an die anderen denken, die das nicht schaffen und vor jedem neuen Ticket doch einfach mal tief durchatmen.

Ich fühlte mich wie ein Kameradeschwein. Und mit dem fahre ich nirgendwo hin.

Le Butz

Er mag es nicht, fotografiert zu werden. Er mag es einfach nicht. Sobald ich das Handy in der Hand habe, dreht er den Kopf weg. Also dachte ich mir, einfach warten und heraus kam das:

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Und er hat gemerkt, das ich ihn fotografiere und zeigte mir dann so, was er davon hält:

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Brille

Seit 33 Jahren gucke ich mir die Welt durch mehr oder weniger, dickeres oder dünneres, getöntes, entspiegelts, rundes, eckiges, wie auch immer, durch Glas an.

Von Vornherein trug ich die kleinste Größe Glasbausteine. Damals haltbares Material, gern in Metall gefasst, weil war grade zu biegen.

Nunja. Nun habe ich es das zweite Mal erlebt. Nach vier Jahren war nun eine neue fällig. Und ich habe eine Lesebrille geschenkt bekommen.  Eine Lesebrille war fällig, weil das Lesen und Einfädeln nun nicht mehr einfach ging.

Aber der Optiker bequatschte mich, und so wurde die andere Brille, die für die Ferne sein sollte, doch wieder eine Gleitsichtbrille wurde. Soweit so gut.

Freitag nun kam der Anruf und alles ist da. Nahsicht, Gleitsicht. Gut. Hingegangen. Brille meine Gesicht angepasst.

Ich danach zum Friseur. Danach nach Hause und Brille getestet.Drückt hinter dem Ohr, rechte Auge rollt.

Ich wieder hin und sage der Dame, das die Brille nicht sitzt. Ich immer das rechte Glas runter drücken will. Nee, ich müsse mich dran gewöhnen….

DA isser wieder, der Satz. Entgegen aller meiner Erfahrung höre ich ihn. Man muss sich dran gewöhnen. Gern gesagt, wenn Doppelbilder entstehen, das halbe Gesichtsfeld sich blind anfühlt, man müsse sich gewöhnen.

Ich kann folgendes sagen:

An eine gute neue Brille muss man sich nicht gewöhnen. Richtig gucken können ist wie ein Dauerorgasmus, löst einen Cocktail an Ah- und Oh-Gefühlen aus, der definitiv nicht durch chemische Substanzen zu erreichen ist.

Nun bin ich also heute wieder hin. Der Bügel drückte nicht mehr, aber ich soll mich gewöhnen. Also durch die Stadt und immer fehlt das Gesichtsfeld recht. Also wieder hin. Sie dreht und biegt und besser wirds. Zuhause noch selber den Nasenhalter rangedrückt und?

DER Cocktail war da.