Bin ich ein guter Vater

Einen wunderschönen Blog habe ich hier gefunden, nicht mal über wordpress, sondern über FB. Und weil dies ein so schöner Text ist, muss ich ihn allen zeigen. „Er hat sich ständig bemüht. Im Zeugnis eine schlechte Note, als Eltern wahrscheinlich die beste, die wir kriegen können, denn darauf kommt es an.“

ersatzpapi's Blog

Die gute feierSun hat in ihrem Blog einen schönen Artikel dazu geschrieben, dass sie sich manchmal als schlechte Mom fühlt, weil es Tage gibt, an denen alles schief läuft, sie schlecht gelaunt ist. Reichlich verkürzt ausgedrückt.

Wie einige wissen, lebe ich mit Kindern zusammen, die mir erklären können, was schlechte Eltern sind. Und da geht es um ganz andere Dinge.

Liebe feierSun, sag mal, wo soll Dein Kind lernen, dass Menschen auch mal schlechte Laune haben können? Dass man sich auch mal streiten darf? Dass im Leben auch manchmal etwas schief geht?

Und das alles, ohne dass das Gefühl zwischen Euch in Frage gestellt wird. Ohne dass die Beziehung zerstört ist!

Das kann ein Kind nur im gesicherten Rahmen der Familie erlernen. Im Gegenteil sind es die Eltern, die endlose Geduld zeigen die, die ich als anstrengend empfinde, die – weil sie glauben es würde ihren Kindern schaden – ihre…

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Incidin

Endlich kann ich heute wieder gucken.

„Warum sind Sie hier?“ Das wollte die Augenärztin heute wissen.

„Weil mein Hausarzt mich geschickt hat.“

Ja, heute morgen bin ich zum Arzt. Am Samstag platzte mir eine der größeren Venen im Handgelenk, sieht nur nicht gut aus, sondern Arsch, meiner, auf Grundeis. Kinder noch klein.

Als ich beim Augenarzt raus kam, konnte ich nur gucken, indem ich ein Auge zu kniff und nach unten guckte. Ich traf einen meiner großen Söhne und bettelte:

„Bitte, bitte bring mich nach Hause, ich kann nicht gucken….Und lass uns im Schatten laufen, dann geht wenigstens ein Auge.“

Es waren einige Dinge vorraus gegangen. Erst das schlagartige nicht mehr gucken können, dann dieser auftrende Schwindel, Juckreiz auf den Händen und dann, peng, Vene kaputt. Fragte mich letzte Woche C. noch, warum ich so schwer atme, wenn ich in seinem Zimmer bin, und dabei war ich nur mal eben die Treppe hoch,  kann ich das jetzt schon wieder ganz normal und C. muss mich nicht auffordern, doch langsamer die Treppe zu nehmen. Wie langsam sollte das auch sein?

Und weil das nicht und so, hat mich der Doktor zum Arzt geschickt und eine Nummer auf die Überweisung geklebt und zack, bin ich sofort dran gekommen bei einem niedergelassenen Augenarzt.  Augen soweit i.o. . Erklärt nicht die zeitweisen Gesichtsfeldausfälle.

So. Dann musste unser Omma Patty aus der Kita holen, weil ich ja nicht Autofahren konnte, also diesmal auch nicht durfte, weil Können kann ich es ja nicht, aber dürfen. Wäre auch eine interessante Fahrt geworden, wenn ich ein Auge zugekniffen,  ausschließlich in den Fußraum geguckt hätte….

Omma brachte Patty.

Ihr Urteil zu allem: „Chemie!“  Die isses immer und Elektrosmog. Also, wenn nicht Chemie, dann Elektrosmog.

„Ach, Omma….“

Aber, als ich dann wieder halbwegs gucken konnte, habe ich dann doch zu lesen begonnen.

Also Fußböden mit einer Handbürste auf dem Boden kniend schrubben über den Vormittag ist raus, weil dabei gern die Hosenbeine naß werden und Incidin, das Mittel, mit dem wir auf der Arbeit putzen, soll nicht auf die KLeidung kommen und wenn doch, dann soll die Kleidung eine viertel Stunde gespült werden.

Handschuhe sollen aus undurchlässigem Nitrilkautschuk bestehen oder einem zweiten, der ist aber nicht so wichtig grad, weil Handschuhe aus Nitril sind vorhanden. Einweg-Untersuchungshandschuhe, auch für die Lebensmittelherstellung geeignet. Naja, ein Schelm…

In den ersten Tagen habe ich, weil ich es nicht besser wußte, die einfachen Einweghandschuhe benutzt. Dann hatte ich immer gelbe Hände. Also habe ich ein Paar Latex-Handschuhe angezogen, dann drüber ein paar Nitril -Handschuhe, und dann die noch ein Paar von den einfachen Einweghandschuhen, die nach den Räumen gewechselt wurden. Aber immerhin habe ich alle Handschuhe getauscht, wenn von oben beim Lappen oder Wischmopp greifen Wasser mit Incidin reingeschwappt ist.

Bei der Anwendung soll man gut Lüften und irgendwas war mit 60 Minuten, aber das habe ich schon wieder vergessen.

Abfüllen: Es gibt einen sechs-Liter-Kanister. Und einen 1-Liter-Messbecher, in dem 50 Milli-Liter Incidin für die großen Eimer abgemessen werden und ein kleiner Messbecher, groß wie ein Schnappsgläschen, mit dem 20  Milli-Liter abgemessen werden für die kleinen Eimer….Das schwappt immer, da kriegt man immer was ab.

Ich sollte das mal meinem Arzt erzählen. Vielleicht wäre ein Blutbild schon ergebnisbringend.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ruft an. Also nicht die Bank selbst, sondern eine Call-Center-Agentin, Mandy Müller.

Mandy Müller möchte mich sprechen und will wissen, ob ich mir denn schon mal….

*Boah, bitte nicht schon wieder Altervorsorge!* denke ich.

…Wünsche hätte und sie mir vielleicht mit Hilfe eines Darlehens erfüllen möchte. Ein Haus..

„Hamwa schonn!“

eine Küche….

„Hammwa schon.“

ein Auto….

„Ja, ein neues Auto, das könnte ich schon gebrauchen mit dem neuen Job und so. Eins, das anspringt, wenn es soll und das mit allen Töpfen läuft…“

Sie macht mir einen Termin und fragt mich dann, ob ich denn schon ein Traum -Auto hätte.

„Klar, einen Volvo. Einen Volvo.“

„Oooh…“

„Ja, kostet nur 123 tausend Euro, aber…ist mein Traumwagen. Okay, ich weiß, ein Volvo ist eine Anschaffung für’s Leben, sowas kostet Geld , und in meinem Alter lohnt sich das ja nun nicht mehr, weil den kann ich ja gar nicht aufbrauchen, ABER genau der ist mein Traumauto.“

Wir verabschieden uns. Ich glaube nicht, das Mandy Müller wirklich weiß, was ein XC 90 von Volvo ist. Dat is Kunst, Frau Müller, lebbare Kunst!

 

Mein Auto

Mein Auto ist in die Jahre gekommen. Aber es zeigt auch an, wieviele Kilometer ich noch mit der Resttankfüllung fahren kann. Wer von uns hat sonst schon ein Auto, dass mit so wenig Benzin noch soweit fahren kann!!

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5248 Kilometer bis zum nächsten Tankstopp!  Und das bei etwa einem viertel Tankfüllung…..

Auf eine Tasse Kaffee

Wenn man länger nicht hier war, dann ist der Anfang schwer.

Letzte Woche war ich noch absolut erleichtert, als Flinten-Ursel erklärte, Deutsche Soldaten werden nicht nach Syrien geschickt, es gäbe weiterhin nur Aufklärungsflüge durch die Luftwaffe.  Allerdings finde ich es doch sehr gewagt, anderen Leuten solche teuren Flugzeuge zu überlassen…

Das Gefühl der Erleichterung wurde von Trauer und Schmerzen abgelöst.

Schmerzen durch eine Reihe von Unfällen. Als ich Freitag letzter Woche Kissen ins Regal legen wollte auf Arbeit, rief mich meine Kollegin und ich rief zurück und schob die Kissen ganz schnell-Bäm! Mit dem Gesicht am Regal gebremst. Nase bissie kaputt.

Sonntag morgen wollte ich  zwischen einem Verkehrsschild und einem Stein am Media-Markt durch, um eine Zeitung in den Briefkasten von denen zu Stecken, und Bämm!  Ich sah das Schild immerhin noch so knapp kommen, das es auch dieses Brrr-Geräusch machte, als ich mit der linke Gesichtshälfte dagegen krachte. Mein erster Gedanke: „Hoffentlich hat das jetzt keiner gesehen!“  Brille verbogen, bischen matschig im Kopp, weiter geht`s. Montag habe ich mir ein Fenster und Kopf…und beim Putzen eines anderen verhinderte die Brille Stock im Auge von einem geschnittenen Busch…also Optiker. Neue Brille – es ist erblindet.

Freitag: Freitag erklärte die Mutter, die Mädels könnten im nächsten Jahr noch nicht zurück, weil sie ihre Ausbildung erst im nächsten Jahr beginnen werde und das sei ihr mit den Kindern zu stressig. Das schlug bis in die Fußsohlen durch. Es ist, wie wenn sie sich einfach raus stiehlt, ein neues Leben, ein neuer Mann und vielleicht auch neue Kinder….

Und heute nun kam wieder eine Einladung meiner ehmaligen Arbeitskollegin, die mit dem anderen Opa der Mädels befreundet ist. Ich brauche keine Stille-Post.   Es warf bei mir die Frage auf, wie oft man Menschen  denn absagen muss, bis sie verstehen….

 

Kaffe ist alle, ich muss ins Bett. Ich muss morgen arbeiten.