Datenschutz

das ist bei uns ein ganz großes Thema. Ob im Internet oder am Telefon.

Omma braucht eine Wohnung. Und ich telefoniere für sie. Sodele. Und bevor sie sich überhaupt eine Wohnung angucken kann, bevor sie überhaupt sagen, das sie tatsächlich ein Interesse daran hat, muss sie einen Bewerberbogen ausfüllen, in dem nicht nur ihr Name und ihre jetzige Adresse stehen, nein, auch ihr Geburtsdatum, ihre Personalausweisnummer, ihr Einkommen.

Was ist denn da mit Datenschutz? Wenn Du das nicht machst, bekommst Du keine Wohnung, einfache Sache das.Und was machen alle diese Vermieter, Makler, Vermittler dann mit den Daten?

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Und wieder

dreht es sich um unsere Rechte.  Donald Trump will Abtreibungen unter Strafe stellen, wenn diese einmal für illegal erklärt werden. Ja, er hat es dann revidiert.

Aber dennoch. Es geht schon wieder um solche Rechte. Meine Güte, wir hatten das doch alles schon! Die Welt läuft nicht mehr rund und wir diskutieren wieder was, was schon zu Ende diskutiert worden ist.

„Weil unser eigentliches Trachten doch nur darin besteht, nicht selber eines der Opfer zu werden. „

Während sich nicht geringe Teile der Weltbevölkerung darüber erregen, dass Facebook Schwächen im Fach Erdkunde gezeigt hat, nachdem auch Menschen in Franken, Belgien oder Hawaii die Möglichkeit eingeräumt wurde, mittels « Safety Check » Freunden zu signalisieren, dass sie den Terroranschlag von Lahore, Pakistan, überlebt haben, scheint das Attentat selber weltweit keine besondere Empörung hervor zu rufen. […]

via Krokodilstränen — PET erklärt die Welt

Lange habe ich über diesen Artikel nachgedacht und nehme bewußt ein Zitat aus dem Artikel als Überschrift.

Der Artikel war lange auf meinem Rechner auf.  Und es stimmt. Je dichter solche Anschläge sind, desto beängstigender sind sie. Ja, und es stimmt, einfach nur bemüht zu sein, nicht selbst zum Opfer zu werden.

Topfkuchen von Marlies K. -08.09.99

Das Datum dahinter ist jenes, an dem Omma das Rezept von Marlies bekommen hat. Damals lebte Omma noch in Schwiegershausen und, Ladies, dort hamse gebacken, die Frauen in den Häusern, aber mal sowas von. Das ganze Dorf war eine einzige Bäckerrei mit riesiger Rezeptsammlung. Ob das heute noch so ist, will ich mal bezweifeln. Aber davon ab. Die konnten nicht nur Schmandkuchen, eine typische Spezialität dort mit und ohne Obst, nein, auch alles mögliche andere und kreierten sogar selbst Rezepte.

Und das hier ist nun eins. Topfkuchen hört sich immer völlig trivial an, ist es aber nicht.Topfkuchen ist genauso schwierig wie ein guter Sandkuchen. Wenn man den nicht richtig macht, dann hatman Stein im Mund, wenn der dann noch auf Marmor getrimmt ist, dann wird das ganz viel im Mund.

Einen guten Topf-, Sand- und Marmorkuchen erkennt man daran, dass man ihn gut mit Milch essen kann. Wenn sich Milch und Kuchen im Mund mischen, dann muss das orgiastisch werden und das Verlangen nach mehr machen.

Der Topfkuchen von Marlies ist genauso einer, den man gut mit kalter Milch futtern kann, aber, und das ist das besondere daran, auch genauso gut ohne.

 

Rezept:

5       Eier

250 gr. Zucker

1      Päckchen Vanille -Zucker

1       Prise Salz

3       TL Wasser

Eier, Zucker, Vanille-Zucker  und Wasser schaumig rühren. Ich lasse das Salz immer weg.Beim Wasser greife ich wirklich jedesmal einen Esslöffel, denke „Huch, ist wie Bisquit.“ und merke hinterher, daß ich Teelöffel Wasser hätte rein machen sollen und nicht Esslöffel. Und das wirklich jedesmal.

Aber der Ordnung halber weiter im ordentlichen Rezept von Marlies.

Dieser Ei-Schaummasse kann man Aromen zusetzen, steht auf meinen Rezeptzettelchen. Rum, Zitrone oder was auch immer. Mach ich auch nicht, aber wer es mag, soll es tun.

Weiter im Rezept:

250 gr Mehl        und

1      Päckchen Backpulver mischen

und dann nach und nach zum Eier-Zucker-Wasser-Schaum geben. Und dass muss wirklich richtig schaumig sein.

Wenn das verrührt ist, werdem am Ende noch

250 gr geschmolzene Butter drunter gerührt.

Omma hat mir extra aufgeschrieben, das die nur warm und nicht heiß sein darf. Man, man, man….

Als Backzeit hat Omma aufgeschrieben:

vorgeheizter Backofen bei 180 Grad ca 50 bis 60 Minuten.

Ich gehe mal davon aus, das nicht Umluft gemeint ist, weil 180 Grad Umluft, da wird das Gebäck aber sehr dunkel….

Ich mache 160 Grad Umluft, kommt mit der Zeit hin und bleibt schön helles braun.

2015-11-10, das steht noch unter einem Schnörkel auf dem Zettel. Der Schnörkel deutet an, das das Rezept zu Ende ist und das Datum ist das, an dem Omma mir das Rezept gegeben hat.

2016-03-28

In diesem Sinne

Unser täglich Brot gib‘ uns heute….

Bäckerbrot ist längst nicht mehr das, was es einmal war und seit A. diätisch ernährt werden muss, wirkt bei ADHS wirklich Wunder, seit dem weiß ich, daß Bäcker Backmischungen verwenden; im Supermarkt ist es nicht anders, nur billiger.

Als ich meine ersten Kinder groß brachte, da war das noch irgendwie anders und ich hörte oft, wie seltsam es sei, daß meine Kinder Brot mit Ohnewas essen,  einfach nur Brot.

Das geht bei gutem Brot.da braucht man nix dazu. Aber irgendwann ging das nicht mehr und irgendwann kaufte ich im Penny Brot und es schmeckte wie Holz. Woher ich weiß, wie Holz schmeckt? Ich war auch mal Kind.

Als haben wir angefangen zu testen, damit wieder das hier rauskommt:

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Ein Brot, das so lecker ist, dass man es sowohl ohne was als auch mit gutem Analog-Käse essen kann und zwar so gut, das man keine Zeit hat, ein Brettchen zu nehmen.

Analog-Käse deshalb, weil ich nicht dran glaube, das Käse, der nicht schimmelt, richtiger Käse ist. Und wo sind bitte die Enden des Käses? In den Packungen sind sie nie. Oder werden die kleingeschreddert und als Reibekäse verkauft, quasi die Semmelbrösel der Milchwirtschaft?

Aber zurück:

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Wir backen es jeden Tag und immer, wenn ich mit dem Backen beginne, denke ich: „Unser täglich Brot gib‘ uns heute und vergib‘ uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“

C. mag es nicht, wenn es rund ist. Er sagt, man kann die Käse-Scheiben nicht so gut zuschneiden wie wenn es vom länglichen Leib ist. Wenn ihn rund zu sehr nervt, erklärt er mir, es schmecke einfach in rund nicht. Aber so lange mal wieder das längliche Gär-Körbchen verschwunden ist, ist es eben rund.

Und weil ich immer ganz viele Rezepte für alles mögliche lese und besondere Kreationen bewundere, hier mal unser Billig-Rezept für jeden Tag:

400 gr Roggenmehl

400 gr Weizenmehl.

beides bitte hohe Typzahl, so hoch, wie möglich, damit es nahrhaft ist.

400 ml Wasser

400 gr Sauerteig

0,5 Würfel Hefe

18 gr Salz

Unser Sauerteig ist nun mittlerweile drei Jahre alt und heißt Heinz. Er wächst für jeden Tag in der Tupperbox über dem Herd im Schrank. Er ist ganz einfach: Wasser und Mehl im gleichen Verhältnis mischen und gären lassen. Fertich.

C. bewundert, wie ich das Backen optimiert habe. Aber ich bin da nicht so. Er kann das punktgenau. So viele Minuten auf 250 Grad, so und so viele auf 220 und so viele auf 180 Grad. Ich backe unseren Teigling einfach eine Stunde auf 200 Grad. Aber nicht Umluft, sondern bitte die alte Ofentechnik, sonst wird es außen schwarz, wenn es innen gar ist.

Ich kann C.’s Backtechnik nicht, weil ich immer irgendwas anderes zwischendrin mache und dann einfach das Brot vergesse; deshalb meine einfache Variante. Und im Gegensatz zu ihm gucke ich wie immer nicht beim Backen auf die Uhr, sondern gucke durch die Scheibe und stelle durch Klopfen auf der Unterseite fest, ob es fertig ist. Wenn es hol klingt, dann ist es fertig.

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Bei schlechter Wetterlage geht es übrigens nicht so schön auf, sondern wird fester. In diesem Sinne

einen schönen Ostermontag noch.

 

Aus was man nicht alles Saft machen kann!

Nach der großen Familienschlacht gestern räumt nun Klein E. ihr Zimmer auf und förderte das hier zu Tage:

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Meine Schwiegertochter ist eine gute Mutter, ihre Kinder bekommen sowas. Ich habe es C. gezeigt. Wir sind schlechte Eltern! Gaaaaaaaaaaaaaaanz schlechte Eltern. Aber C. sagt, daß zu viel Fleisch in der Ernährung nicht gesund ist und er mag auf den Sonntagsbraten zu Gunsten eines Getränkes nicht verzichten.

Brüssel

Brüssel hat nur Schockstarre im Kopf hinterlassen. Mein Sohn hat mich angerufen nach der Nachtschicht, um mir davon zu erzählen.

Ich bin in den Keller gegangen und habe meine Vorräte umgeräumt, um mehr Platz zu schaffen. Ich spare in Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Putzmitteln und Wasser.

Es wird alles anders. Ganz anders als wir es kennen. Schon zu Weihnachten habe ich den Meinen gesagt, wir sollten noch mal alle gut zusammen sitzen, im nächsten Jahr wird es nicht mehr so sein.

Machen kann ich nix. Außer zu sorgen. Ich muss nur noch für Ommas neue Wohnung hier in Goslar sorgen.

Machen kann man nix. Also machen wir weiter wie gehabt.

KAR -Freitag

Heute, aus der Nachtschicht gekommen, ausgeschlafen und erst nachmittags zum Einkauf.

Lidl hatte noch zwei Obstbäume und ich nahm Stanley, Pflaume. Unser Paul ist alt, halt Bröckelrinde und Flechte, ich arbeite dran…

Nunja, ich also die Papp-Packung Baum in den Wagen und dann auf das Kassenband.

Bei uns ist es immer so, das wir zwei Wagen haben. Im ersten sind vor allem Hundefutter, Katzenfutter und- streu, Klopapier und Haushaltsrolle und Wasser. Jede Menge Wasser. Diesen Wagen hat C. . Es ist immer ein bischen Platz drin, damit C. die ersten Sachen aus meinem Wagen übernehmen kann, denn der Kleinkram….

Er also schon beim Scannen von Wasser und Schrunz, reich ich der Dame hinter der Kasse Baum und widme mich wieder dem Rausgeräume.

„DAS IST NUR EIN STOCK!“ C. hält den Pflaumenbaum ohne Verpackung hoch in die Luft, die Kassiererin läuft mit der defekten Verpackung derweil zum  Platz, wo ich ihn gefunden habe, es fehlt die Nummer.

„Wos?“ Ich bin verwirrt, was es will.

„Es ist ein Stock! Kein Baum!!!! Es ist nur ein Stock! Warum kaufst Du einen Stock?!“ C. ist total schockiert, während er den Stock „Pflaumenbaum Stanley“ samt in Frischhaltefolie gewickelttes Wurzelirgendwas hoch hält.

Ich gucke hoch.

„Das kein Stock, das ein Baum! Ich kaufe den, weil unserer alt ist und kaputt geht.“

„Der  hat aber keine Blätter…“

„Ja, noch nicht. Kriegt er noch. Der schläft!“