Augenarzt -Termin

A. kann nicht richtig gucken. Also endlich einen Augenarzt-Termin her. Das muss dringend gemacht werden. Nicht nur, das er die linke Seite vom Blatt am Ende nicht mehr beschreibt, wenn es zun Ende hin geht, nein, auch ein Optiker hat sich erbarmt und die Augen mal vermessen, aber ohne Garantie.
Und: Das Ergebnis war nicht gut. Und deshalb endlich den Termin.
Und da wackel ich mit meinem dicken Hintern in die Praxis, sage, worum es geht, soll den Namen sagen, mache ich. Das Geburtsdatum und erfahre dann, das ich im September wieder kommen kann, um im Januar einen Termin zu bekommen.
ÄÄÄÄÄÄÄÄÄH, Hallo? Wir sprechen hier von einem 13 jährigen, der sicherlich diesen Augenfehler nicht erst seit gestern hat….und nach den Sommerferien wieder in die Schule muss.
„Nee, geht trotzdem nicht. Und bei den anderen Augenärzten hier, da sei das auch so.“
Aha.

Ich gehe wortlos. Wirklich wortlos. Von wem oder was reden wir hier? Von einer kaputten Kupplung? Von einem neuen Service?
NEIN, von einem Kind, das nicht richtig gucken kann…..
Und man lasse es sich auf der Zunge zergehen:
Ic h darf im September wieder kommen, um einen Termin für den Januar 2015 zu machen….

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Schulgespräch

Zwei Lehrer, eine Pädagogin, D. und Eltern treffen sich im Büro der Pädagogin.
Die Mutter weigert sich, sich auf einen weißen Stuhl zu setzen und setzt sich lieber auf den Boden.
„Ja, der D. der schwänzt ja ganz viel. Da sind ganz viele Fehltage….“ eröffnet Lehrer Nuimmer Eins ein Gespräch.
Und dann folgt eine lange Liste stereotypischer Ermahnungen an D., der seine Hand dazu nutzt, um sein Grinsen im Zaum zu halten.
„Wie viele Fehltage sind es denn?“ will die Mutter unvermittelt wissen.
„Das weiß ich jetzt nicht so genau, also eigentlich seien es ja nur Stunden, also nicht ganze Tage…“ Und die Ermahnungen an D. gehen weiter.
D. hält sich immer noch die Mundwinkel fest.
„Ja, also von wieviel Fehlstunden sprechen wir hier eigentlich?“
„Das weiß ich nicht genau. Aber D. , wenn Du so weiter machst, dann müssen Herr W. ( Lehrer 2) und ich genau aufschreiben, wann Du fehlst und das ist Mehrarbeit für uns….“ und wieder erfolgen Ermahnungen. D. sagt immer noch nichts.
„Gestern hast Du ja auch geschwänzt.“ schaltet sich die Pädagogin ein. „Warum hast Du geschwänzt?“
Mutter bricht der Schweiß aus; sie betet, das er nicht antwortet. „Weil es geht.“
D. ist brav und antwortet kindgerecht, das sein Kumpel gesagt habe, sie sollten doch den Work-Shop schwänzen.
Mutter ist erleichtert.
„Was sagt er denn, wenn er schwänzt, warum er schwänzt?“ wendet sich die Pädagogin an die Eltern.
Die gucken verdutzt. Wenn die beiden um 17 Uhr von der Arbeit kommen, ist noch kein Kind auf sie zugekommen und hat gesagt: „Achso, übrigens, ich habe heute geschwänzt!“
„Ich spreche das schon an, wenn ich den Verdacht hege….“
„Und was sagt er dann?“
>>Ja, Mama, ich hatte so keine Lust auf Schule, weil ich grad keinen Bock habe und Grenzen testen muss und die Schule und Du, ihr zieht grad an zwei Seiten des Stranges, und da kann man….> Weil es geht.An die Eltern gerichtet: “ Und Sie schreiben dem bitte keine Entschuldigung, wenn er schwänzt…“
Langsam ist echt gut. Die Eltern sind ärgerlich. Erst hatte die Lehrerin behauptet, die Eltern seien nie zu erreichen, dabei ist das Email -Postfach der Mutter voll mit Emails der Schule, auf dem Handy des Vaters sind auch schon Anrufe der Schule eingegangen, nur die neue Handy-Nummer von Mutter haben sie nicht bekommen, nach der Sms-Aktion „Ihr Sohn fehlt.“ und beim Rückruf in der Schule konnte niemand Auskunft geben. Festnetz gibt es auch und die gute alte Post klar auch.
„Ähm, ich habe doch gar keine Entschuldigungen geschrieben….“
„Ja, ich sage ja nur, es gibt ja Eltern, die das machen ….“ Und die Eltern merken genau wie D. auch, es ist ein Gesprächsschema.
„D., im nächsten Jahr läuft es besser. Definitiv besser. Das ist jetzt ein Versprechen und das muss gehalten werden…“
D. hat nichts gesagt und somit auch nichts versprochen.
Das Gespräch, besser der Vortrag mit Zwischenfragen wird beendet mit den Worten: „Wenn Du Dein Versprechen nicht hälst, dann werden wir jede Fehlstunde dem Landkreis melden und dann musst Sozialstunden machen….“
Mutter merkt an, das man sich doch darauf einrichten solle, das dies wenigstens einmal nötig werde. D. ist 14 und testet, die S**.
Eingeladen zum Gespräch sind wir mit „Er verweigert sich im Unterricht völlig.“.
Im Gespäch ging es um: “ Er schwänzt ausschließlich Französisch.“
Zu dieser zweiten Fremdsprache muss man Folgtendes sagen:
Es war ein Test und es hieß, man könne sie nach der siebten Klasse auch wieder abwählen, weil es sich ja um eine integrierte Gesamtschule handele.
Zum 2ten Halbjahr der 7ten Klasse hieß es dann : April, April! Geht doch nicht, das Abwählen.
Und seit dem schwänzt er Frasnzösisch.
Arbeitsauftrag an Mutter: Antrag beim  Schulamt stellen, das der Junge da raus kann. Ausnahmen bestätigen die Regel.

BKH.

Rassekatzen sind ja was ganz anderes. Sagt die Tierärztin, ist die landläufige Meinung.
Nunja, heute steht C. auf und fragt, ob wir für die Rassekatze, die insbesondere nachts gern in Hände und Füsse beißt, eine andere Lösung finden könnte.
Heute nacht hat sie erst Mini maltretiert und ich habe schlecht geschlafen, weil Mini in mein Bett kam und ich die Nacht damit verbrachte, immer wieder von Bissen der Katze aufzuwachen und Mini zugedeckt zu halten…
Eine andere Lösung? Aussetzen ist verboten.
Kann ich es jetzt mal sagen: „SIEHSTE!“

Schulsozialpädagogin

Ich weiß nicht, ob jemand wirklich erfassen kann, was es heißt, wenn man austherapiert ist. Durch den gewordenen Vater bin ich unendlich vielen Sozialpädagogen begegnet. Und es war immer gleich, Jedes Gespräch begann floskelhaft gleich, auch wenn die Worte manchmal in anderer Reihenfolge kamen. Dieses Zähnezeigen, um mich milde zu stimmen, verwirrte mich. Gott sei Dank hatte ich eine Sozialpädagogin zuhause, der sagte ich nach einem solchen Gespräch:“Also entweder hatte der einen Tick und ist krank oder der hat gebaggert. Es war vollanstrengend und verwirrend…“ Sie lachte und erklärte mir das mit dem Milde-Stimmen-Grinsen.
Irgendwann nach einem der vielen, vielen immer gleichen sinnlosen Gespräche kam der Punkt, an dem ich merkte, das ich abschalte, sobald die Floskeln kommen. Normal kann man mit mir noch reden, aber auf angelernt pädagogisch geht gar nichts mehr.
Ich rief unsere Sozialpädagogin an und sagte es ihr. Sie war erstaunt, fragte, was los sei. Ich erklärte es ihr; es war kein Problem, weil sie dieses Mist irgendwann einfach weggelassen hatte.
In der Schule von A. ist nun seit einem Jahr auch diese Schulpädagogin. Und ich kann der nicht auf den Pelz gucken. Wenn ich deren Stimme schon höre, geht mir die Hutschnur hoch. Normalerweise würde ich sagen: Das ist nun mal so. Such Dir einfach einen anderen kompetenten fachlichen Ansprechpartner und fertig.
Aber die Dame möchte mich immer im Bezug auf A. beraten.  Irgendwie weiß ich nicht, wie das gehen soll. Sie war einfach in den ersten zehn Sekunden durch und nervt nur noch mit ihrem: Ich will Sie beraten, ich muss Sie beraten, alle Ihre Kinder sind gestört.
Nun warte ich ja seit Wochen darauf, das ich von der Schule schriftlich bekomme, das A. umgeschult werden darf.
Statt dessen kam ein Schreiben für meinen größeren Sohn D., der auch noch die Schule dort besucht.
Am letzten Tag des Schuljahres will man mit mir sein Verhalten besprechen. Am letzten Tag! Sinnvoll, ganz klar.
Und natürlich ist auch wieder diese Sozialpädagogin dabei und ich stehe langsam an dem Punkt, das ich denke, ich sollte der Dame sagen, was ich von ihr halte:
„Hat bei Ihnen auch nicht zu einem richtigen Studium gereicht, oder? Kenn ich alles, wer bei uns nen schlechten Abi-Schnitt hatte, ist auch auf Sozialpädagogik raus….keine Sorge. Aber: Wer nicht weiter ist als ich, der kann mich nicht weiter bringen. Wollen Sie sich nicht einfach andere Opfer suchen?“
Am Schlimmsten finde ich, das ich genau das, was jetzt eingetreten ist, dem Jugendamt schon prophezeit habe und ich finde es schlimm, das ich recht habe! Ist A. weg, stürzen sie sich auf D..

Apokalypse now

So. Ich mal wieder beim Doc. In der Nähe gibt es ein Cafe. Eigentlich kein Richtiges, sondern so ein Großbäcker hat eine Ecke seines Thresens freigeräumt für eine Kaffeemaschine, vier Sorten Kuchen und belegte Brötchen. Und ein Teil des Verkaufsraumes isat mit Tischen und Stühlen vollgepfropft. So. Ich hätte gerne eine Platz vor der Tür, da sind auch noch Tische und Stühle, aber alle sind besetzt und ich mag mich nicht dazu setzen.
Also stelle ich mich an für ein Stückchen Blätterteig mit Erdbeeren, an dem die Erdbeeren schmecken, sonst nichts, allerdings nur, wenn sie frisch sind.
Gut, die kleine hübsche Bedienung vergißt das Brot zu wiegen, das die Kundin vor mir haben will, und ich entschließe mich, doch einen Kaffee vor Ort zu nehmen zu den hoffentlich frischen Erdbeeren.
Fehler. Wirklich ein Fehler. Als ich meine Tasse Kaffee und den Kuchen habe, suche ich einen Platz. Ich wähle den an einem zweier Tisch mittendrin, weil sonst nichts frei ist und sitze hinter einer Frau, die unaufhörlich auf den Touch-Screen ihren Handys drückt.
Und während ich den schlechten Kaffee teste, beobachte ich die Leute. Mir gegenüber sitzt ein Mann mit Parkinson, dessen Gesicht sich wunderbar erhellt, als ein Pärchen links neben mit Platz nimmt, und er sie begrüßt. Die Frau gehört jedoch gar nicht zu dem Mann,w as ich erst merke, als sie ziellos zwischen den Tischen hin und her geht und über die Platten wischt. Sie wählt einen neben mir, als ihr Mann mit zwei Tassen Kaffee kommt. Rechts neben dem Parkinson-Mann sitzt zwei Tische weiter eine Frau mit langen grauen Haaren, die zu einem Zopf gebunden sind, spricht in ihre Tasse, was auch immer darin sein mag.
Das Pärchen schräg links von mir ist fertig und geht. Ich gucke mir die Leute draußen an und bewundere, wie gut zwei Dicke Brötchen abbeißen können, sie erinnern mich an das Hartz4 -Klischee, aber mit Hartz4 kann man sich keine belegten Brötchen beim Bäcker leisten.
Zwei Frauen mit Rollatoren betreten den Laden. Die eine hat noch einen Mann im Gepäck, der die Bestellung belegter Brötchen und Pott Kaffee mit Hilfe des Rollators seiner Frau  zum Tisch bringt, an dem sie schon sitzt. Die zweite Rollator-Frau ist übergewichtig, man kann sehen, wie ihre Fettschürze bis fast auf die Knie hängt, ihre Arme sind vernarbt…und ich frage mich die ganze Zeit, woran mich mich das alles erinnert.
Es ist eine Mischung aus Cafeteria eines Landeskrankenhauses und Frühstücksraum eines Altenheimes.
Ich habe die Kaffee – und Blätterteigreste auf dem Tablett gelassen und in dieses Ding für dreckiges Geschirr gestellt.
Dauernd habe ich Omma im Kopf, wie sie sagt, ich solle doch mal hingucken, man würde so viele versülzte Menschen sehen. Damit meint sie dauertherapierte, die eine bunte Sammlung von Tabletten täglich nehmen müssen und seltsam werden.

Jürgen und "Bleib schön gesund!"

Omma wieder…
Sie war ja nun gestern beim Koop. Kaffee trinken draußen am Herkules ( Anm. d. Red.: Stehen also Stühle und Tische auf dem Parkplatz) und an diesem romatischen Ort hat sie Jürgen kennen gelernt. Sie ist ja erstmal vor dem Milchkaffee inne Keramik und dann hat sie da gesessen und sie weiß gar nicht, wie das Gespräch angefangen hab, aber sie dutzen sich mittlerweile und ist Samstag zum Grillen eingeladen bei Jürgen, der ja laaaaaaaaange Betriebsrat bei der Firma Soundso war, und am Sonntag geht sie mit ihm Rinderrouladen essen. Er kocht nämlich nicht selbst, sondern geht seit dem Tod seiner Frau vor zwei Jahren eher mal zu seiner Schwägerin zu Mittag…..
Omma is verliebt! Das ich das noch erleben darf, ist weltklasse. Ich musste auch ihr Jürgen-kennenlern-Outfit begutachten.
Klar habe ich „Schick.“ gesagt.

Beim Weggehen sagte sie, ich solle schön auf mich aufpassen, weil ich ja durch die Kindererziehungszeiten meine Rente schon voll hätte mit der neue Reform. Nee, hab ich nicht.

"Das Finanzielle macht alles mein Mann!"

Das mit dem Haus ist eine wirkliche Belastungsprobe.
Hier ist mal Garten. Ich finde ja persönlich, daß das so das Wichtigste an einer Hütte ist….
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Es war alles voll mit diesen weißen Kieseln und durch die Teichfolie, die darunter war, wuchs jede Menge Unkraut…Hamwa dann gleich mal geändert. Bodendecker sind ganz klar Erdbeeren. Blühen schön und setzen auch zum Herbst hin einen Kontrast zu den Rosen, der Kirsche und dem Birnenbäumchen, die so mickrig sind, das C. mir geglaubt hat, als ich sagte: „Die werden nicht groß.“
Und jetzt auch mal den hinterm Haus:
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Die Treppe war grau, dank eines Hochdruckreinigers ist alles wieder hell geworden. Oben links steht versteckt Minis Sandkiste auf Platten und Folie, wir haben ja genug unter den Steinen im Vorgarten gefunden. Sie hat auch neuen Sand bekommen; der alte konnte nicht mit umziehen, nachdem Groß E. Lutzi einen Nachmittag lang auf dem Balkon ausgesperrt hatte.
Die Nachbarn aus dem Haus oben drüber habe ich auch schon kennen gelernt; sie möchten am liebsten mit dem Schwarzarbeiter zusammen, der offensichtlich in der ganzen Strasse Treppen und Parkplätze anlegt und versteint , aus der Mauer am oberen Bildrand versteckt hinter den ganzen Sträuchern eine Baustelle machen. Klas hatten schon die Vorbesitzer angesprochen, das der Berg nach vorn drückt, aber jetzt ist offensichtlich der richtige Zeitpunkt.
Ich mag einfach nicht, das die mein Beet kaputt machen, der Schwarzabeiter mag mich nicht, seit ich denen gesagt hab, das ich bereit bin, die Fugen wieder zu zu machen.  Sie wollen nämlich anstelle der Mauer eine Betonwanne einziehen. Sieht bestimmt schön aus so eine Betonwand hinter einem kaputten Beet.
Die Nachbarn links runter, die für ihre kleine Tochter ein Kinderparadies aufgebaut haben mit Lila-weißen Haus, Schaukel am Baum , Sandkiste u.ä.. Allerdings ist es nur ihr alterndes Windspiel, das regelmässig im Garten eine Decke im Schatten bekommt.
Wir passen  da nicht hin. Bei uns gibt es nicht diesen halbhohen Kinderpool, sondern da ist schon die Arbeit zum Ebnen im Gange, damit die Fläche für einen Pool entsteht. Einen von den blauen mit Pumpe und Chemie.
Und wenn ich mich so umgucke, dann wird das zwischen plätschernden Gartenteichen und netten Grillereien Ärger geben, weil sind eben Kinder und Pool ist nicht zum Angucken da und auf Haus habe ich mich eingelassen, weil jedes Kinderzimmer so sein soll, das die mal Freunde zum Übernachten einladen können, also zwei Betten haben, und warum sollten die dann die ganze Zeit drinnen sitzen? Und Mini bekommt noch eine Schaukel samt Rutsche. Schon weil ich mir ausrechnen kann, das dieses Mädel die ganze Zeit nur rutscht, während Klein E. wie ein Vollpfosten schaukelt… Und schon diese Rutsch-Schaukel-Vorstellung finde ich völlig genial.
ES ist ein Garten. Wozu hat man denn einen Garten??
Vor allem, wenn man Kinder hat… Auf der einen Seite steht ein alter Pflaumenbaum und der bleibt auch, weil ich damit nicht nur eins-A Lompott machen kann, das man in den Kühlschrank stellt, wenn eins der Kinder krank ist und die können das dann gut essen, sondern auch lecker Kuchen und Klöße.
Und die beiden alten Beerensträucher, die oben an der Mauer der Nachbarn stehen, die kommen auch runter auf ein Beet und dort wohnt schon ein weiterer aus der Familie, nämlich eine dornenlose Brombeere.

Nachdem wir das alles weggeschafft hatten aus dem Garten
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sind nicht nur Rosen und ein Apfelbäumchen mit genau einem Apfel zum Vorschein gekommen, sondern auch jede Menge Platz. Allerdings sind auch noch Tüten mit Grünschnitt zum Wegfahren wieder aufgetraucht….
Es war eine blöde Idee, ja zum Hauskauf zu sagen. Es ist ein schönes Haus und ein schönes Grundstück, aber wir sind da falsch. Wir leben anders. Bei uns ist es abends leise, in der Mittagszeit auch, aber sonst spielen und streiten sie, lieben und hassen sich, ärgern sich und sind zickig und gleich auch wieder lieb. Wasser ist nicht nur zum Blumengießen da, nein man nutzt es auch, um sich gegenseitig zu ärgern. Und diese Kinder waren schon immer viel draußen. Hier und vorher in der Kleinstadt und dort werden sie es auch sein. Und quietschen und quaken und und und…
Und nun ist irgendwie Mist. Die links neben uns erwiedern  nicht mal den Gruß. Dann lassen die das. Rechts neben uns wohnt keiner und die ein Haus weiter unter uns wollten bloß wissen, was wir für das Haus bezahlt haben.
Am liebsten hätte ich ganz dekadent geantwortet:
„Das weiß ich nicht. Das Finanzielle macht alles mein Mann.“
Aber ich habe brav die Summe aus der Anzeige im Netz genannt. Kann man nix falsch machen, steht ja öffentlich drin. Konnte ja jeder lesen. War aber doch billiger, wobei das bei der Summe nun nicht wirklich ein Preisnachlaß ist. Müssen die aber nicht wissen.
Und jeder möchte mir die tragische Geschichte der Vorbesitzer erzählen. Die kann ich mir schon ausrechnen…waren alte Leute und einer von beiden ist jetzt im Altenheim. Der andere ist nicht mehr.

Tinkerbell, Pietzimietzi

Oder: Wenn Namen einfach nicht passen.
Neues von Lutz.
Lutz hatte letzte Woche sowas wie eine Hauptuntersuchung, also TÜV.
Sie wiegt jetzt schon ein Kilo und kotzte den Tierarzt erstmal akkerat voll.
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Auf dem zweiten Bild sieht man, wie Lutz mir behilflich ist. Habe ich mich noch erst über den sandfreien Balkon gefreut, hat mir Pietzi gezeigt, wo groß E. einen Teil des Sandes gelassen hat, nämlich im Abfluß des Balkons.
Das Lutz jetzt irgendwie netter sein soll als „normale“ Katzen, das kann ich jetzt so nicht sagen. Und das Lutz nicht den Sie galoppert auch wie ein Katzenkind so soll durch die Bude.
Lutzi allerdings, mit der hat sie es nicht so. Die machen sich gegenseitig eins-A Katzenbuckel vor.
Allerdings nenne ich sie weniger Lutz. Sondern eher Pietzimietzi. Minimi weiß dann auch, wenn ich suche. Lutz beißt gern in Füsse und zwar so lange, bis sie Frühstück bekommt. DAS ist nicht lustig.  Zunächst versucht sie es bei uns größeren, wenn das nicht klappt und das klappt meistens nicht, dann ist minimi dran und zwar jeden morgen…

So ein Haus…

ist ne blöde Idee.
Erst mussten wir alle Tapeten bis auf den Putz runter puhlen, weil C. das so wollte.
Dann habe wir uns bei 35 Grad im Schatten mit einer Decke und einem völlig verwinkelten Räumchen abgequält und jetzt, wo C. einfach nur bei den blöden Decken helfen soll, auf denen die Tapete ohne Vorkleisterns nicht hält,
da holt er einfach Mama, die schon seit Wochen gerne wissen möchte, wie lange sie eigentlich noch arbeiten kann.
Ich glaube, ich möchte einfach in meinem sozialen Wohnungsbau bleiben.