
So. Hier nun die verspäteten Weihnachtsgrüße:
Ich wünsche allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch oder besser Lauf ins Neue Jahr.
Seit K. aus dem Knast ist, ist er JEDEN Tag hier, futtert, duscht, wäscht Wäsche, mischt seine Geschwister auf…..
Heute musste C. die Arbeit abbrechen, weil Minimi so nicht zur Tagesmutter kann.
Da war C. zickig. Sonst hätte ich einen Tag nach meiner Probezeit zuhause bleiben müssen.
Die Ernährung von K. und die teilweise Finanzierung seiner Unterbringung macht uns Probleme.
C. nannte es so: WIR können diesen Monat nix mehr.
Und dann kam K. und C. sagte nur, er würde sich in dieser Bude nicht aufhalten, wenn er nicht müsste. Wegen der lebenden Läuse.
K. ist gegangen. Und ist zickig.
Wenn ich aber ehrlich bin: Ich würde mich hier auch nicht aufhalten, wenn ich nicht müsste.
Und da kann ich drauf. Da kann ich ja echt drauf.
Heute war ich mit Minimi und klein E. beim Kinderarzt. Und der guckt klein E. durch und findet wieder lebende Läuse!
Ich habe ihr gesagt, der Kinderärztin, das wir ALLE Kinder sonntag mit Jakutin behandelt haben. Jaaaaaaaaaaa, seit einem Jahr gehen die Läuse in der Grundschule um. Sein zwölf Monaten also. Und weil sowas immer sonntags bekannt wird oder samstags oder freitags abends, deshalb gehört in meine Apotheke Läusemittel. Jakutin, Goldgeist und Nyda, wobei Goldgeist schon seit Frühjahr keine Wirkung mehr zeigte und Nyda ab Sommer nicht mehr wirklich. Auf jeden Fall gab es Jakutin über Nacht und montag morgen einen Badezimmeransturm.
Dann war klein E. in die Schule abgezwitschert, obwohl ich ihr gesagt hatte: Du bleibst.
War zwei Stunden da und ansonsten nur auf dem Balkon bis heute und hat wieder eine lebende Laus.
„Wo das Mädel denn gewesen sein, weil doch die Läuse nach der Behandlung tot sind.“
„Zwei Stunden in der Schule.“
„Nach einer Behandlung sind ja alle Läuse tot, da kann das Mädel wieder in die Schule.“
JETZT , Freunde, ist mit diesem Scheiß ma echt Schluß.
Ich hab schon in einer Wohnung in Blocks mit Obdachlosen gewohnt. Ja, mit meinen Kindern, im Rosenwinkel, in Gö, bevor die Kriegsflüchtlinge kamen. Da waren noch mehr Kinder. Und die Grundschule wurde von denen besucht, von denen aus den Obdachlosenunterkünften, denen aus dem sozialen Wohnungsbau mit Sozialhilfe und völlig wenig Einkommen und denen oben neben der Schule, wo die besseren Wohnungen waren. ABER eins hatten wir da nicht: Läuse. Den Mistviechern bin ich das erste Mal begegnet, als ich in das größte Dorf Niedersachsens gezogen bin. Völlig normale Leute und ich als Assi. Und M. brachte die gleich erstmal aus dem Kindergarten mit. Und in der freinen Grundschule waren die dann auch.
Und dann hab ich meine Kinder zwei Wochen zuhause behalten und dann war nix mehr mit Läuse. So einfach war das.
Fertig. Nich so ein Schullerkram mit …“Einmal behandeln und wieder hin.“ Näh, zuhause bleiben bis der Arzt nix mehr gefunden hat.
Ich hatte ja nun ein Gespräch mit der Lehrerin am Montag und erklärte, warum klein E. nicht in der Schule sei.
Die kicherte verlegen und sagte, sie hätten da ein Kind gehabt, das schon länger Läuse hatte, so vierzehn Tage und sich nicht traute, zuhause etwas zu sagen.
Na, vielen Dank auch.
Und inner Apo? „Ja, Sie können da machen, was sie wollen, aber wenn die anderen Eltern nicht, dann….“
DAS ist Körperverletzung! Kindern dauernd chemischen Scheiss auffen Kopp schmierern ist Körperverletzung.
Jetzt bleibt E. zuhause, bis das wech ist. Und wenn die Schule was anderes will, zeig ich die an, wegen versuchter Körperverletzung.
Zwei Stunden in der Schule und wieder die Scheiss viecher. Ma ehrlich. Dann soll´n se die Schule vorrübergehend schließen, dann machen auch die letzten Eltern, könnta wetten!
Diese Woche habe ich Spätschicht und komme wieder nicht vor zwei ins Bett, obwohl ich heute frei hatte. Bescheuert.
Meine Kollegin sagt, das geht auch, aber lecker Essen ist was anderes.
Es gibt nix Neues. Nicht wirklich vieles, nur viel Arbeit. M. ist immer noch nicht ausgezogen, weil der Renovierungsprüfer vom Jobcenter sich noch nicht gemeldet hat. Melde ich mich morgen halt.
Minimi hat nun doch eine Spielecke, mein großer Arbeitsplatz ist einem uralten Schreibtischchen für Kleinwüchsige gewichen. Immerhin hat der Rechner daneben Platz.
K.s Hartz4 läuft immer noch nicht und ich fühle mich fast überfordert, wenn A. fragt, ob ich schon einen Weihnachtsbaum gekauft habe und gleichzeitig weiß, das K. noch einmal Kindergeld bekommen hat und die Hälfte mit dem gewordenen Vater verfeiert hat, der mittlerweile nicht mehr so viel mit seiner Kleinfamilie zu tun hat – da ist wohl was Neues in seinem Leben aufgetaucht.
Gestern abend komme ich von der Schicht und klein E. hat Haustiere. Mal wieder Läuse.Heute im Gespräch mit der Lehrerin habe ich erfahren, das sie wohl ein Kind hatten, das schon lange Läuse hatte und sich nicht getraut hatte, was zu sagen….NA DAnke auch! Der Spaß kostet mich wieder hundert Euronen, die ich nicht habe! Und vllt wäre es doch mal eine Überlegung wert,. da an der Schule, die Hexenjagd der Marke „Gib zu, das du Läuse hast!“ einzustellen.
Es fühlt sich nicht wie Weihnachten. Es fühlt sich wie gar nichts, diese Zeit.
Der Mantel. Das ist ein eigenartiges Ding.
Weil ich ja mit dem Zug zur Arbeit fahren muss und der Lagenlook aus Kapuzenjacke und Softshell aus dem Angebot arg kalt wurde, habe ich mir zum Geburtstag einen Mantel gewünscht. Einen richtigen, der nicht zu kurz für meine Arme ist, Mit Kapuze.
So. Und ich durfte mir einen aussuchen, weil Omma sagte: Kauf dir was ordentlich. Das kostet Geld. Wochenlang habe ich im Netz gesucht und gelesen, Farben beguckt und dann letztendlich einen durkelblauen eines Herstellers für Zeltplanen, Autositze und ehemals Schulranzen bestellt. Tatonka. Ich hatte schon ein superschlechtes Gewissen, weil ich mein Geburtstagsgeld für mich ausgegeben hatte, hatte den auch im Angebot und runtergesetzt.
Dann war der da. Ich denke mal, man nennt das Hartschale, das was außen ist, jedenfalls ist der windabweisend, wasserabwiesend, schmutabweisend….also irgendwie alles. Und der Reißverschluß ist von zwei Seiten zu öffnen. Luxusausauführung mit minimal Kunstpelz an der Kapuze. Und: Die Arme sind lang genug.
So. Nun habe ich den. Und ich trage den auch brav, weil mich das frieren im Umsteigebahnhof nervt. Aber es fühlt sich immer noch komisch an, so einen Mantel für richtige Menschen zu tragen. Es fühlt sich ganz fremd an und ich denke immer, alle starren mich an, was sie gar nicht tun, weil es sich so seltsam anfühlt, in diesem Ding am Bahnhof zu stehen, nicht durchzuregenen und nicht bei Null Grad mit den Beinen zu wippen, um gegen die Krabbelkälte anzustinken.
Wenn ich ehrlich bin, würde ich den am liebsten wieder zurück geben. Und gucken, ob nicht grade irgendwer was aussortiert.
Ich fühle mich dekadent in dem Ding, weil ich nun den Mantel für die wichtigen Anlässe in mausgrau im Schrank hab,die Softshell für die Übrganszeit und nun auch noch das hier…..das irgendwie zu viel.
Am Wochenende noch einmal Post für das Jobcenter fertig gemacht, die Dienstaufsichtsbeschwerde ist noch nicht geschrieben, muss aber noch.
Montag bin ich auf dem Sofa eingeschlafen abends, gestern auch und kurz vor dem Wecker sitzend wieder aufgewacht. Das nicht so gut, klärt aber die Frage, WIE die Leute in den ersten Bauernhäusern, das waren so lange Dinger mit Blick in den Stall aus der Küche, die keinen Schornstein hatten, wie also die Leute in diesen Häusern sitzend schlafen konnten. Solche Häuser kann man in Detmold bewundern.
Die Harzenergie stalkt mich. Jedenfalls fühle ich mich langsam gestalkt. M. braucht ja auch in seiner Wohnung Strom, wenn das irgendwann mal alles läuft. Eigentlich ist er ja seit dem 1. Dezember ausgezogen, also in der eigenen Wohnung. Jedenfalls laut Hartz4-Bescheid, den ich habe. Aber seine Leistungen laufen noch nicht. Weder die Miete noch sonst irgendwas. Er soll in eine Wohnung ziehen mit einem Bett und einer Spüle und einem Kühlschrank und einem Herd. Ja, Badzimmer gibt es auch, aber sonst nix. Irgendwann kommt dann der Mann für die Renovierung vom Jobcenter.
Strom jedenfalls muss auch und Gas. Ab er die Harz Energie, der ortsübliche Energieversorger hier, der macht keine Verträge mit Minderjährigen. Ich soll den Vertrag auf meinen Namen nehmen. Nur : Der Rechtstatus ist ein anderer. Dann hafte nämlich ich und nicht M.. Letzeres wäre der Fall, wenn er Vertragsnehmer ist und ich mit unterschreibe. M. hat dann auch einen Anspruch an das Jobcenter, wenn Nachzahlungen kommen. Ich nicht. Und seit zwei Wochen ruft mich die HarzEnergie dauernd auf dem Handy an. Blöderweise immer dann, wenn ich auf Arbeit bin. Wenn ich zurück rufe und nachfrage, dann weiß keiner, WER angerufen hat und schon gar nicht, warum.
So. Nun war also wieder ein Anruf da. Ich also zurück gerufen und gesagt, dass ich schon weiß, das die Dame am Telefon gar nic ht wissen kann, worum es denn eigentlich geht und das ich denke, es gehe um M.
Und auf einmal meint sie, wir könnten das so machen, wie wenn M. erwachsen wäre und ich sein Betreuer, dann würde ich automatisch rausfallen, wenn M. volljährig ist.
Hab ich es nicht gesagt???? Hab ich nicht genau das gesagt??? Und warum muss das erst so ein Drama vorher geben???
Kurz drauf klingelt mein Telefon erneut. Wieder eine Dame von Harz Energie, die mir noch mal dasselbe erzählt. Nämlich das M. Vertragsnehmer wird und ich für ihn unterschreiben kann und will dann wissen, ob M. da schon einen Postkasten hat. Hatter nicht. Also fahren M. und ich Freitag hin und machen das Ding wasserfest.
Das Jobcenter hier hat einen Herrn K.. Aber anders als der Herr K. von Brecht…..
Zur Vorgeschichte:
K. strandete ja nach seinem Aufenthalt in Zwickau hier. Nachdem nun die Unterbringung in der Nacht geklärt war, stand das Jobcenter auf dem Plan. Er hin einen Antrag gab´s nicht, nur einen Termin, um ein Antragsformular abzuholen. Das macht b esonders Sinn bei Mittellosen, immerhin besteht die Chance, das sie sich bis dahin umgebracht haben oder aber einfach verhungert sind oder aber notgedrungen straffällig sind.
Ich K. gesagt, er soll sich da keinen Kopp machen, den Antrag gibt es auf den Seiten des Agentur für Arbeit, kann er das Procedere verkürzen, wir drucken einen aus, er bringt den hin. Fertig.
Wir also einen ausgedruckt, er den ausgefüllt, und wieder hin. Aber die haben den nicht entgegengenommen. Als K. mit dieser Nachricht kam, habe ich ihn wieder hingejagt und er hat ihn notgedrungen dort in den Briefkasten geworfen.
So. Nun hatte er ja noch den Termin für die Aushändigung des Antrages. Allerdings hatten wir zwischenzeitlich Bewerbungen geschrieben und er hatte genau an diesem Dienstag, nämlich dem letzten, das Vorstellungsgespräch. Er angerufen und Bescheid gesagt und zum Vorstellungsgespräch gefahren.
Donnerstag morgen treffen wir uns in meiner Küche. Also, er war beim Jobcenter, um ein Darlehen zu beantragen. Er hat nämlich gar nichts mehr und ich auch nicht. Mein Kühlschrank sieht heute aus wie der eines saufenden Hartz4-Empfängers. Eine Scheibe Käse ist noch drin, ein Stück Meerrettich….und Sauerteig zum Brotbacken und ein Stück Butter. Na immerhin.
Er war also da und der Sachbearbeiter erklärt ihm, das er, weil er am Dienstag ja nun nicht da war, den von K. schon eingereichten Antrag ablehnen wird und K einen neuen Antrag stellen muss und verweist nur auf seinen Termin am Dienstag nächster Woche. Begründung für die Ablehnung des Antrages, der über den Briefkasten gestellt werden musste: Meldeversäumnis.
Okay. Ich sage: Da musste noch mal hin. Und genau zu diesem Zeitpunkt klingelt das Handy von K. und meine Firma ist dran, er hat heute seinen ersten Arbeitstag.
Gut, er lässt mir eine Vollmacht da. Ich also hin, um für ihn ein Darlehen zu beantragen, für die Miete der neuen Wohnung, die er hat, für den Lebensunterhalt im Dezember, weil erst Ende Dezember das erste Geld kommt…..Und was sagt Herr K.?
K. habe Dienstag einen Termin, da soll er kommen.
Er hat heute seinen ersten Arbeitstag. Und dann arbeitet er von neun bis 15 Uhr plus eine Stunde Fahrtzeit für eine einfache Fahrt.
Es geht mir nicht in den Kopf, wie man fordern kann, das man gleich am dritten Arbeitstag frei nehmen muss, weil ein Mensch vom Jobcenter sich weigert, einen Antag zu bearbeiten, wobei er ja recht hat, es fehlen ja auch noch zwei Dinge. K. soll nämlich belegen, das er kein AlgII mehr in seinem früheren Wohnort bezieht und auch kein Bafög bekommt, wobei er ja nicht mal eine Ausbildung macht. Ich habe K geraten, noch zu belegen, das er NICHT im Lotto gewonnen hat.
Also. Bis heute dachte ich ja, es läge an meinem Sohn K.. Dann bin ich dem Sachbearbeiter begegnet. Ich lege ihm die Vollmacht vor , sage das ich im Auftrag meines Sohnes ein Darlehen beantragen möchte, zur Überbrückung des Dezembers, weil er ja nun den ersten Tag in Arbeit ist. Es liegt kein Arbeitsvertrag vor. Ja, den gibts ja auch bei der Firma frühestens heute, wenn nicht erst Montag. Herr K. nimmt keinen Antrag entgegen und verweist wieder auf den Dienstag. und das vorliegende Formular, mit dem er nichts anfangen könne. Als ich wissen will, was denn an Unterlagen fehlen würde, verweist er auf Dienstag.
Ich sage ihm mehrfach, das mein Sohn k. da arbeitet. Dann soll halt ich kommen. Ich arbeite da auch.Und frage nach einem Termin morgens um sieben oder nach 17 Uhr. Aber die gibt es nicht, weil die im Jobcenter arbeiten erst ab acht. Und nach 17 Uhr schon mal gar nicht, obowhl auf der Website steht, Donnerstags bis 18 Uhr.
Als ich den Eindruck habe, der will das einfach ablehnen, sage ich ihm, das ich ja bisher eher dachte, es läge am Temperament meines Sohnes, diese komisches Verwaltungsweise des Anliegens und sage ihm, er möge sich doch bitte Gedanken darüber machen, ob er diesen Fall nicht an einen anderen Sachbearbeiter weitergibt, weil seine Vorgehensweise nicht gesetzeskonform ist. Es war ein versteckter Wink, weil ich den Eindruck hege, er lebt seine Ablehnung gegen K., und die darf er haben, unter Nutzung seiner Amtsgewalt.
Zuhause spreche ich mit dem Anwalt. Der sagt, ich soll noch mal vorbei und um einen neuen Termin bitten. Und das ganze auch noch mal schriftlich einreichen.
Gut. Ich also noch mal rum und komme dann zu Frau Brathuhn oder so ähnlich. Ich trage, wie mir der Anwalt gesagt hat, die Angelegenheit noch mal vor. Und bitte erneut um einen Termin. Und möchte auch hier noch mal einen Antrag auf ein Darlehen wegen Arbeitsaufnahme beantragen, aber auch hier rutscht das runter.
Frau Brathuhn ruft den Sachbearbeiter an. Im Gespräch fallen Sätze, ob man denne rwarten könne, das sie( also die Sachbearbeiter des Jobcenters) wirklich länger arbeiten sollen. Ich verweise auf den Donnerstag und denke: Hey, ic h muss auch arbeiten zu Zeiten, wo meine Kunden Zeit haben.
Und wie wenn ich es schon weiß: Donnerstags gibt es einen Termin. Richtig. Um 14 Uhr. Ich habe den Eindruck, der Sachbearbeiter will einfach nicht.Da sollen K oder ich kommen oder einen dritten beauftragen. Ich frage, ob ich meine Mutter schicken soll ? Immerhin hatte mir ja der Sachbearbeiter vorher erklärt, er könne mit dem Antragsformular der Agentur für Arbeit zur Beantragung von Leistungen nach SGB II nic hts anfangen. Da muss ich ja dann jemanden schicken, der ihm das erklären kann.
Frau Brathuhn ist zickig, erklärt mir, das sie gar nichts damit zu tun habe, und ich sage ihr, das ich nichts dafür kann, das man mich vom Empfang zu ihr geschickt habe. Und sie erklärt mir, er wäre mir doch alles von Herrn K. schon erklärt worden und ich sage ihr, das ich nur mache, was mir der Anwalt gesagt hat. Sie erklärt das Reden zur Zeitverschwendung. Und ich gehe und frage mich, ob ich auch so wäre, wenn ich da sitzen würde.
Weihnachten fällt also dies Jahr aus. Ommas Weihnachtsbudget geht für die erste Miete der neuen Wohnung von K.drauf und meins für die Fahrkarte und Essen wird halt weiter geteilt.
Weil K. nun auch nicht mehr das Zimmer in der Pension zahlen kann, zieht er zum gewordenen Vater auf´s Sofa in dessen neue Wohnung.
Am kuhlsten finde ich, das ich jetzt am Wochenende bis ganz nach oben schreiben werden, weil der Arbeitsvertrag kommt. Ob nun heute oder Montag…..
Wenn Mini das sagt, dann ist das eher zauberhaft. Wenn es um Socken anziehen geht oder Geschirrspüler ausräumen oder ein Six-Pack Mineralwasser.
Aber es gibt auch Große, die sagen: Ich kann das.
Ich sage das nicht gern. Weil immer, wenn ich das denke und sage, dann wird das nix. Wenn ich sage, ich kann Bisquit backen, dann wird der nicht tuffig, der Einschnee nicht schneeig genug, der Einschaum nicht schaumig….Und das gilt eigentlich für alle Dinge, die ich mache.
Andere sind da wieder anders.
Totti zum Beispiel. Dem schulde ich noch eine Flasche Jack Daniels. Als ich meinen ersten Rechner hatte, da kam Totti, weil der Rechner irgendwie nicht richtig lief, auf den Plan. Und er lud mir dann zwei Programme runter, die meine registry säubern sollten und meine Programme komprimieren und nicht genutzte Dateien löschen und auch eins für Musik, weil das Programm, das auf dem Rechner betriebssystemeigen saß, das taugte ja nicht.
Obwohl Totti geraume Zeit vor meinem Rechner verbrachte und er erklärte von dem, was er tat ……nichts, hatte ich hinter nicht das Gefühl, nun würde dieser besser laufen.
Dann kam der Tag, an dem mein großer Sohn nach Hause kam und mich fragte, was denn in der Wohnung gebrannt habe.
Die CPU war durchgeschmort. Totti kam wieder auf den Plan. Ich kaufte einen Rechner in Einzelteilen und steckte ihn, wie einen Legobausatz selbst zusammen.
Damal kannte ich noch nicht den Zusammenhang zwischen Festplatte und CPU und freute mich, als nach dem Einschalten des Stecksystems mein Betriebssystem wieder da war. Ich taufte den Rechner Horst. Horst bestand aus neuen Teilen und aus alten.
Weil also die Grafikeinstellungen nicht stimmten und auf dem Bildschirm alles groß und Pixelig war, und ich den Zusammenahg zwischen Bildschrimeinstellungen und dem, was auf dem Bildschirm angezeigt wurde, nicht kannte, dachte ich an Tottis Programme. Er hatte mir mitgegeben, das immer, wenn was nicht läuft, ich die mal durchlaufen lassen sollte, hatte aber vergessen, mir zu erklären, was ich denn da anklicksen sollte. Nun saß ich allein davor und ein Rechnergenie wie Totti, das ruft man doch nicht wegen solcher Trivialitäten an, wie ich sie gerade zu bewältigen hatte.
Ich starte also das Totti -Programm und klickste alles so durch und an, startete, es lief an …..und ab da ging nix mehr.
Also musste Totti wieder kommen, der auch nichts anderes machte, als das Betriebssystem neu aufzusetzen, und die CPU mal schneller zu machen, in dem er sie übertracktete.
DAs ging nicht mal vier Wochen gut, dann war sie durch.
Von dann an durfte kein Totti dieser Welt mehr an meinen Rechner, mein Auto, meine Kinder…..
M sollte nun also seinen ersten Hartz4 -Antrag ausfüllen.Und er war damit zu Niko gegangen, weil der kann das und, wie er mir fast vorwurfsvoll mitteilte, sein Vater bringe ihm sowas bei.
Aha. Ich werde jetzt mal schnell den restlichen Vormittag mit der Korrektur verbringen….
K. hat Arbeit. Er ist zwar erstmal zwei Stunden zu spät zum Vorstellungsgespräch gekommen, aber sie haben ihn genommen.
Er arbeitet dann wie der gewordene Vater auch in meiner Firma, nur in einer anderen Abteilung.
Nein, wir treffen uns nicht in irgendeiner Kantine – nicht nur weil es keine gibt, sondern auch weil das Zeiterfassungssystem uns die Pausen vorschreibt und die liegen nicht gleich. Aber…..ich unterwandere das Unternehmen. Ich habe ja noch mehr Kinder….
Nunja, aber zurück. Der gewordene Vater hat seit drei Wochen eine neue Wohnung, ohne die Dame mit dem Gerichtsurteil, wegen derer er sich die Pulsadern aufschneiden wollte. Aber die meiste Zeit ist er doch bei dieser Frau.
K. hat eine neue Wohnung. Und ein Anwalt kümmert sich darum,d as er seine Sachen aus der widerrechtlichen Räumung zurück bekommt. Bin ich froh drüber, dann müssen wir keinen weiteren Hausstand einrichten, Omma und ich.
M. ´s Auszug gestaltet sich schwierig. Nun hat er doch dieneue Wohnung und eigentlich soll er am Sonntag schon in der eigenen Wohnung sein, aber….es zieht sich.