„Gut gebrüllt, Löwin!“

schrieb mir ein Kollege bei FB.

Die Nachbarn gucken mittlerweile böse, noch zweimal und sie verschwinden unter Autos und in Hauseingängen, wenn ich rauskomme, so rumpelt es derzeit hier.

Der letzte große, wenig leise Disput war zwischen C. und mir. Und wir stritten rauf und runter durch das Treppenhaus. Es krachten Türen, wir diskutierten in Etappen, wie man trauert und das man nicht einfach anderen Gefühle absprechen könnte…..Hier sind 160 Quadratmeter auf drei Etagen exclusive Wintergarten. Da kann man Sachen wirklich ausdiskutieren. Nunja, zwei dieser Metalldinger vom Türschloß, die am Rahmen sind, ich glaube Beschläge heißt das, aber ich weiß es nicht, die müssen nachlackiert werden, weil dicke Lackschichten beim Zuknallen erst Risse bekommen und dann Abplatzen.

Nunja, am Ende durften alle mit und jeder bekam seinen Raum, den er brauchte, aber es wird alles noch viel Arbeit brauchen, bis alle ihren Weg gefunden haben.

Die Kinderkrankenschwester wird abgeschafft

Quelle: Die Kinderkrankenschwester wird abgeschafft

Diesen hier muss ich einfach teilen.

Wie manche wissen, hatte sich A. in diesem Jahr Elle und Speiche gebrochen und es musste operativ gerichtet werden. In meinem Kreiskrankenhaus waren sie alle wunderbar nett, aber dort durfte die Operation aus Versicherungsgründen nicht durchgeführt werden, weil Schulunfall.

Sodele:

Noch mal knapp für alle. A. war morgens aus dem Haus gegangen, hatte sich nachmittags gegen kurz nach zwei den Bruch zugezogen und lag ab dann im KH, weil man mich nicht erreichte.

Ich dusselige Kuh, mit fiesem fieberhaftem Infekt zuhause, hatte das Handy auf lautlos gelassen, weil ich ja zuhause war und wir Festnetz haben.

Die Lehrerin rief zwar -zig Mal auf dem Handy an, aber nicht auf dem Festnetz und es kam auch niemand auf die Idee, mal eben rum zu kommen, obwohl viele seiner Klassenkameraden hier um die Ecke leben.

Kurz nach 17 Uhr hatte mich dann  auf dem Handy mein Teamleiter aus der Firma erreicht, der eher zufällig vor einer Konferenz noch einmal in seine Emails geguckt hat, und ich, die sich hinlegen wollte, hatte das Handy auf den Nachttisch gelegt, über den es dann vibrierend rutschte….

Also ab ins KH. Dann mit dem Jungen im Krankenhaus eine knappe Stunde fahrt in die Klinik nach Braunschweig. Dort wurde er aufgenommen. Erst warten in der Notfallambulanz, dann warten auf der Station, gegen 21 Uhr hatte er ein Bett im Drei-Bett-Zimmer. Sein Bett stand an der Tür, was bedeutete, das er alsbald operiert werden würde. Er hatte Schmerzen, er hatte Angst, bei der Operation zu sterben, was er immer wieder äußerte, er hatte Durst, er hatte Hunger, weil Essen und Trinken fiel ja seit zwei Uhr aus. Er musste einen Einwegschlüpfer mit Windeleinlage zur Op anziehen und das war ohne Hilfe mit einer Hand gar nicht möglich und er musste eines dieser Hemden tragen, was wohl das gerinste Problem war. Viel schlimmer war es, das Mutter bei diesem Einwegschlüpfer helfen musste….

Wir saßen dann draußen und warteten auf die Anästhesistin. Und dann kam die blonde Schwester raus, die mich ansprach.  Was mit meinem Jungen los sei?  Warum er ihr die Schuld daran gebe, dass er jetzt dort sei.

Ich weiß, das Krankenpfleger und -schwestern viel aushalten müssen, aber hier war ich erstaunt, das eine Kinderkrankenschwester, denn das sollte sie eigentlich auf so einer Kinderstation sein, das diese nicht mit dem Gemiste eine hungrigen, todesangst hegenden, zwei gebrochene Knochen im rechten Arm habenden fast vierzehnjährigen umgehen konnte. Das man sowas wirklich persönlich nehmen kann, kam mir das erste Mal vor.

Nunja, war sowieso ein komisches Krankenhaus. Menschen, die mit kleinen Menschen zu tun haben, wenn diese krank sind, sind ganz besondere Menschen.

Mini muss alle drei Monate zum Kinderneurologen. Und dort wird ein EEG gemacht. Und dann gibt es dort Anna, die mit dem rollenden R. Und wenn sie das EEG macht, dauert es tatsächlich nur 20 Minuten. Ich habe keine Ahnung, wie sie das macht, aber wenn ich bei Mini sitze und einer von uns darf immer mit drin sitzen, dann schlafe ich wie Mini auch immer im Sitzen ein.  Also ein völlig entspanntes EEG mit völlig entspannten Eltern… Wie Anna das macht, weiß ich nicht, aber sie macht es. Wenn sie sagt, alles ist gut, dann ist es das.

Kuzwidu – weil die Lava noch Zeit braucht …

Ein ganz bezaubernder Artikel, der es einfach auf den Punkt bringt.

Avatar von ladyfromhamburgMichèle. Gedanken(sprünge).

Manche Irrtümer halten sich hartnäckig. Eine der partout nicht auszurottenden Aussagen ist diese:
„Säuglinge schlafen die meiste Zeit.“

Im Fall von Baldriandoping mag das vielleicht noch angehen, es kann sogar sein, dass es unter den Winzlingen die ein oder andere ausgemachte Schlafmütze gibt, die anfangs sogar zum Trinken ständig geweckt werden muss! Das Gros der Babys jedoch ist schon nach wenigen Wochen ausgesprochen durchhaltefähig und mit einem bereits beachtlichen Dickkopf ausgestattet. (Ich rede vom Willen, nicht von der Stoßfestigkeit.)
Falls dieser Babyeigensinn nicht sowieso generell da ist, so blitzt er garantiert sehr deutlich in der Zeit auf, in der eine andere Person babysittet. Denn der gelegentliche Babysitter weicht unwissentlich von ersten, bereits liebgewonnenen Gewohnheiten ab und fordert damit umgehend Protest heraus.
Glauben Sie mir, ich spreche gerade aus Erfahrung!

Bei meiner gut vier Wochen alten Enkelin stand abendliches Einhüten an. Die Gedanken kreisten vorher ein wenig um den Ablauf.
Hm…

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Facebook

Auf Facebook habe ich zum ersten Mal ein Foto von mir veröffentlicht. (Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir eine Tastatur, bei der die Tasten nicht klemmen bzw. alle funktionieren, weil der Hund das Kabel nicht angefressen hat….)

Also, ich habe ein Foto von mir veröffentlich. Und nun bekomme ich Freundschaftsanfragen. NSA? BND? Nein, es sind Kevins und Justins aus von ganz weit weg. Also doch NSA? Wenn ja, warum?

Jedenfalls schreiben mir Kevin und Justin. (Blödes „S“, hängt dauernd.) Sie schreiben mir Englich oder Amerikanisch.

„Hi“

Selber „Hi“. Was willste vonne alte Frau aussen Harz?

Sie erzählen mir, das sie Kinder haben und wenn ich Ihnen in meinem „horrible English“ antworte geht das weiter. Sie wollen wissen, was*kompliment an* Frau*kompliment aus* auf Facebook macht.

Ähm, was macht jemand auf Facebook? Was andere machen, weiß ich nicht, ich lese da Rezepte, gucke mir gern Selbstgebasteltes anderer Leute an und bin endlich aus der Plastikzeugs-Tortengruppe raus. Ich lese Häkelanleitungen und kommuniziere mit Freunden meiner Kindheit, die auch in ganz weit anderswo sind. Ja, und Familie. Ich bin da nicht so.

Ich brauche da gar nicht in meinem holprigen Englisch antworten, denn gleich kommt die nächste Frage, nämlich ob ich verheiratet bin und Kinder habe.

Nee, verheiratet bin ich nicht und ja, ich habe Kinder. 10, um genau zu sein. Und nun denke ich, jetzt muss Ruhe sein.

Nix. Wie alt ich bin.

Schätzilein, ich bin schon scheintot, 49 um genau zu sein.

Ob ich ein aktuelles Foto schicken kann.

Ich schreibe, da ich ins Bett muss und wünsche eine gute Nacht. Und das auch nur, weil ich nicht weiß, wie man im holperigen Englisch schreibt:

Pass auf Schnittchen, ich schicke keine halb oder ganz nackten Foto an Idioten aus dem Netz und das Foto, das Du siehst, Du Spinner, ist drei Wochen alt….Vollpfosten.

Update

  • beim Arzt gewesen, kein Krebs.
  • Vorstellungsgespräch gehabt, besser getern anfangen als heute. So schon mal nicht, so kenne ich das. Ich will noch das zweite Angebot hören.
  • Lehrergespräche nach bösen Emails endlich mal konstruktiv.
  • Heute unterchreibe ich meinen Aufhebungsvertrag in der alten Firma.

Trauer exclusiv-letzer Teil

„Mittwoch , 13 Uhr 30.“ C. ruft mir das im Vorbei gehen zu.

„Was?“ will ich wissen.

„Die Beerdigung.“

C. trägt mit D. Zeitungen aus, die schon getern raugemusst hätten.

Ich teile den Kindern beim Essen den Beerdigungstermin mit und dass ich Emails an die Lehrer schreiben werde.

C. kommt nach Hause. Als ich an meinem Kalender vorbei komme, frage ich noch einmal, ob ich Mittwoch, 13:30 Uhr richtig verstanden habe.

„Ach, Du wolltest auch mit?“

Ich bin in meinem Wäschekeller gegangen.

Ich WILL das NICHT

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Eine fehlt, sonst sind das alles meine. Ich will keinen Krieg, keinen Luftkrieg, keinen am Boden, keinen bewaffneten Einsatz.

Ich bin dagegen. Völlig dagegen. Es muss andere Lösungen geben. Gewalt erzeugt immer nur Gegengewalt. Und DAS, was die vorhaben, kann nicht gelingen.

Ich will  nicht, das die Schwager gehen oder die Schwägerinnen. Es ist mir egal, was diese Leute an der Spitze dieses Staates versprechen, mir war klar, das das nach Frankreichs Bündnisfall-Meldung nach hinten los geht. Warum kann man nicht Politikern die Wirbelsäule versteifen wie man es bei Rückenkranken macht, damit sie wenigstens einmal Rückrat zeigen…