Schulsozialpädagogin

Ich weiß nicht, ob jemand wirklich erfassen kann, was es heißt, wenn man austherapiert ist. Durch den gewordenen Vater bin ich unendlich vielen Sozialpädagogen begegnet. Und es war immer gleich, Jedes Gespräch begann floskelhaft gleich, auch wenn die Worte manchmal in anderer Reihenfolge kamen. Dieses Zähnezeigen, um mich milde zu stimmen, verwirrte mich. Gott sei Dank hatte ich eine Sozialpädagogin zuhause, der sagte ich nach einem solchen Gespräch:“Also entweder hatte der einen Tick und ist krank oder der hat gebaggert. Es war vollanstrengend und verwirrend…“ Sie lachte und erklärte mir das mit dem Milde-Stimmen-Grinsen.
Irgendwann nach einem der vielen, vielen immer gleichen sinnlosen Gespräche kam der Punkt, an dem ich merkte, das ich abschalte, sobald die Floskeln kommen. Normal kann man mit mir noch reden, aber auf angelernt pädagogisch geht gar nichts mehr.
Ich rief unsere Sozialpädagogin an und sagte es ihr. Sie war erstaunt, fragte, was los sei. Ich erklärte es ihr; es war kein Problem, weil sie dieses Mist irgendwann einfach weggelassen hatte.
In der Schule von A. ist nun seit einem Jahr auch diese Schulpädagogin. Und ich kann der nicht auf den Pelz gucken. Wenn ich deren Stimme schon höre, geht mir die Hutschnur hoch. Normalerweise würde ich sagen: Das ist nun mal so. Such Dir einfach einen anderen kompetenten fachlichen Ansprechpartner und fertig.
Aber die Dame möchte mich immer im Bezug auf A. beraten.  Irgendwie weiß ich nicht, wie das gehen soll. Sie war einfach in den ersten zehn Sekunden durch und nervt nur noch mit ihrem: Ich will Sie beraten, ich muss Sie beraten, alle Ihre Kinder sind gestört.
Nun warte ich ja seit Wochen darauf, das ich von der Schule schriftlich bekomme, das A. umgeschult werden darf.
Statt dessen kam ein Schreiben für meinen größeren Sohn D., der auch noch die Schule dort besucht.
Am letzten Tag des Schuljahres will man mit mir sein Verhalten besprechen. Am letzten Tag! Sinnvoll, ganz klar.
Und natürlich ist auch wieder diese Sozialpädagogin dabei und ich stehe langsam an dem Punkt, das ich denke, ich sollte der Dame sagen, was ich von ihr halte:
„Hat bei Ihnen auch nicht zu einem richtigen Studium gereicht, oder? Kenn ich alles, wer bei uns nen schlechten Abi-Schnitt hatte, ist auch auf Sozialpädagogik raus….keine Sorge. Aber: Wer nicht weiter ist als ich, der kann mich nicht weiter bringen. Wollen Sie sich nicht einfach andere Opfer suchen?“
Am Schlimmsten finde ich, das ich genau das, was jetzt eingetreten ist, dem Jugendamt schon prophezeit habe und ich finde es schlimm, das ich recht habe! Ist A. weg, stürzen sie sich auf D..

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