Pech gehabt.

Das Verfahren wegen Übler Nachrede war ja bisher noch anhängig. Ich weiß gar nicht, welche Kosten es verursacht hat. Er hatte ich das Verfahren am Hals, dann der Taxi-Fahrer eins, und dann wieder ich. Ich möchte daran erinner, ich sollte 250 Euro zahlen, damit es eingestellt wird. Hab ich nicht.

Gestern nun sitze ich auf Arbeit und ein Teamleiter aus der Abteliung ,in der K. arbeitet kommt rüber und zeigt mir sein Handy.
Darauf steht eine Nachricht meines Rechtsanwaltes, aus der hervorgeht, dass das Verfahren eingestellt worden ist. Aber nicht einfach nur eingestellt, sondern mangels Tatverdacht. Hab ich noch nie gehört. Das blöde daran ist, das der auch noch eine Foto-Datei auf seinem Handy hat mit dem Schriftstück.

Wie kam nun der Anwalt an die Nummer des Teamleiters von K:? Blödmann K. hatte den Anwalt von dieser Nummer aus angerufen. Nein,mir ist nicht klar, warum ich diese Mitteilung nicht einfach per Post bekommen habe, oder per Email oder ein Anruf auf dem Festnetz…
Natürlich wollte meine Kollegin wissen, worum es ging.
Und mein TL ist dann auch gleich mal rüber in die andere Abteilung….Suuuuuuuuuuuuper Sache das.
Aber wenigstens kann man sagen: Recht kann doch noch recht bleiben, aber nur, wenn man einen guten Anwalt hat.

Heute

rief eine Frau an. Bei ihr kommt immer ein Kater zum Futtern, jeden nachmittag. Der würde wie mein Elke aussehen, ein bischen verwahrlost sei der schon immer und er käme seit Jahren. Ob mein Elke ein dickes Loch im Pelz gehabt habe vor 14 Tagen? Der, der bei ihr sei, der habe das nämlich.
Erstens: Elke sein Pelz war vollumfänglich zu und mit ohne Blut, als er raus ist.
Zweitens: Elke ist gar nicht täglich draußen gewesen…
und drittens, und das hat mich am meisten geärgert, mein Kater ist NICHT verwahrlost. Bischen rund vllt und wenn er sitzt, dann rutschen gern mal die Flanken über die Hinterbeine, weil erstere sind doch ein bischen viel, aber verwahrlost ist DER NICHT:

Und jetzt ärgere ich mich, das ich ihr gesagt hab, der war nich kaputt. Vllt war der es ja doch, der da jetzt frißt…

Frau von der Leyen will

die Bundeswehr familienfreundlicher gestalten und dort Kinderkrippen eröffnen.
Ich finde, eigentlich kann man das schon an sich so stehen und auf der Zunge zergehen lassen.
Vielleicht kommt dann dort bald die mobile Kinderkrippe für den Einsatz am Hindukush. In Tarnfarben, ist klar…. Blöd ist nur, wenn die Krippe zu hat und es zu Kampfhandlungen kommt. Dann haben die Soldaten mit Rassel und Gewehr zu kämpfen…ist bestimmt gut für die Entwicklung dieser Kinder.

Katzenhasser

C. mag ja keine Tiere. schon gar keine Katzen. Den Katzenbaum hat er klar nur gekauft, damit die Katzen das Sofa in Ruhe lasen…..und nun kommt er nach Hause und steht erstmal auf dem Balkon und wartet auf Elke. Er hat in Erfahrung gebracht, das kastrierte Katzen sich in einem Umkreis von 400 Metern um die Hütte bewegen, ist abends mit der Taschenlampe durch die Pampa und hat in Abwasserrohre geguckt. Ich meine, das doch ganz normal, wer macht das von uns nicht, bei strömendem Regen in Abwasserrohre gucken. Mach ich pro Woche zwölf Mal….Jedenfalls sind jetzt die netten Zettel  unterwegs und auf Katzenhöhe C.´s Kreation:
lkos
Tja…..man muß Katzen nicht mögen, es reicht, wenn sie einen mögen! Ich werde nie vergessen, wie C. morgens im Bett gebettelt hat: „Nein, bitte, bitte nicht!“ und Elke fand seinen Weg ins Bett.

Zukunft

Wir reden über meine Zukunft. Studium in Vollzeit werde ich neben der Schichtarbeit und dem hier nicht schaffen. Die Entscheidung ist lang überlegt und abgewogen….aber auf immer dort in der Firma zu bleiben, das ist nicht meins. Das ist eine wirklich DÜSTERE Perspektive.

C. erklärt mir, ich solle doch das machen, was ich gut könne.
Ja, Marmelade kochen.  Fänd ich ziemlich blöd, wenn ich den ganzen Tag Marmelade koche. Oder Salben oder Kräuter sammeln oder Öle…..Ich solle den Heilpraktiker endlich prüfen lassen. Damit könne man Geld machen. Als Scharlatan bestimmt.
Mein Gegenargument ist: Ich hab das nich so mit Menschen.
Nunja, ich kann  mir ja noch Gedanken machen, das Leben ist ja noch nicht rum. So lang programmier ich noch bissie rum und relaxe dabei.

Schule

Tag eins. Und prompt ruft die Schule an. Ich solle D. SOFORT aus der Schule abholen.
„Warum? Isser krank?“
Nein, er sei eine Woche von der Schule suspendiert zusammen mit anderen Mitschülern. Sie haben zusammen Toiletten  ganz schlimm verstopft.
“ Erstens: Ich habe kein Auto , ich kann ihn nicht abholen. Und zweitens brauche ich was schriftliches, sonst heißt es, die Horn lässt ihre Kinder nicht in die Schule.“
Ich werde durchgestellt. Der Schulleiter erlaubt, das D. mit dem Bus kommt und erklärt mir, eine Klassenkonferenz gäbe es eh noch.
Soweit so gut. C. empfindet Kloverstopfen nun nicht unbedingt als Gefährdung der anderen Schüler, ich hingegen denke an meine Arbeit, auf der wir uns seit Wochen eine Toilette mit der anderen Abteilung teilen und das ist wie Disko-Klo. Wenn das jetzt gaaaaaaaaaaanz schlimm verstopft wäre so wie in der Schule, das wäre schon körperlich gefährdend…..

Soweit so gut. C. geht und bringt Mini weg.
D. kommt. Klingelt und fragt mich, warum er denn nun eine Woche vom Unterricht ausgeschlossen sei…Ich sage ihm, er solle es mir sagen. Aber er sagt, er weiß nix, der Direktor habe ihm nix gesagt. Na toll.

Der Hund ist tot.

Lupus war schon lange krank. Es fing mit Magen-Darm vor zwei Jahren an. Hunde kotzen manchmal. Und manchmal haben sie auch Dünnschiss, aber so wie der plötzlich kotzte, da wußte ich: DA stimmt was nicht.
Ich also paniklich hin zum Tierarzt. Der guckt ihn an, bezeichnet ihn als gutaussehend für sein Alter, war er ja auch, auch ohne das Alter und gab mir Mittel mit, damit der Hund nicht weiter kotzt.  Aha. Arg wenig, für das Gefühl, was da war. Aber wenn der Tierarzt das sagt….
Dann wurde ein Hoden dick, vllt der andere auch nur klein, ich weiß es nicht. Im letzten Jahr wurde sein Fell ein Flickenteppich. Kleine Tiere waren nicht zu finden, dennoch  gegen alles, was Hunde so besiedeln kann, vor, innerlich und äußerlich. Er hatte ein Taubenei-großes Geschwür an der Innenseite des Hinterbeines, das nackt wurde. Aber er lebte einfach weiter, pflegte seine Feind- und Leidenschaften. Ich wusch den Hund, seinen Platz, holte von Dorschlebertran bis hin zu Balistol. Balistol bekommt man im Internet, für Dorschlebertran muss man 90 Kilometer weit fahren.
Cremte wusch, putzte. Und der Fell- Kram blieb stehen. Ein Erfolg. Es ging nichts weiter aus, der Juckreiz ging zurück. Die Milchdrüsen traten hervor, wie lange runde Stifte, oben drauf wuchsen kleine runde Gnubbel.
Wir fuhren ans Meer mit dem Hund. Uns war klar, was das ist. Das Ende. Ganz kleine Inseln von Fell entstanden auf den kahlen Flächen und wir dachten: Jupp, jetzt geht es wieder vorran. Es wird doch wieder alles gut.
Er fing an, sich einzulullen. Wir nannten das einfach, er wurde undicht. Er stand auf und es passierte, es passierte im  Liegen, im Laufen, beim Futtern, es passierte eben einfach. Genügend Haushaltsrolle, Hundeplatzdecken und Dan-Clorix waren im Haushalt. Und Wasser zu auffüllen des Wasserverlustes im Körper.
Kurz vor Weihnachten sah er aus, als habe er eben gerade geworfen. In der Zwischenzeit klaute er weiter dem Kind die Würstchen aus der Hand, die Schoki aus ihrer Vorratskiste und fing an den Müll zu plündern, legte sich zur Katze auf D´s Bett. Er klaute das Katzenfutter, wie die ganzen Jahre davor. Wir schlossen die Küche ab, kauften ihm teures Hundefutter. In Nass, ist klar. Er faß weiter Katze und die Katzen fraßen das vom Hund.
Belagerte das Sofa. Ja, mir war klar, was das alles bedeutet.  Mit war es seit dem Hühnereigroßen Geschwür am Hinterbein klar.
Vor vier Wochen wurde das Füttern mehr als schlecht. Von Leberwurstbrühe bis hin zu einer Schüssel voller Leckerlies und damit meine ich ein Pfund Leckerlies, einer Schüssel Trockenfutter und Nassfutter, mit Katzenfutter, ohne Katzenfutter, mit Streickäse, ohne, in allen Variationen…nix wollte mehr so richtig gehen. Er holte sich weiterhin Schokolade aus dem Kinderzimmer und packte sie gekonnt aus, wie all die Jahre davor.
Also fütterten wir das, bei dem Hunde garantiert nicht widerstehen können: Salami, Fleischwurst, Kuchen, Essen vom Tisch, alles zu dem Angebot an voller Futterschalen. Aber er war nicht bereit, die Mengen zu sich zu nehmen, die für einen ehemals 50 Kilo Hund nötig wären. Zu gleichen Zeitraum wurde er innerhalb kürzester Zeit ganz blind. Hören war ja noch nie seins, auch wenn er im Alter taub wurde, aber blind war schlimm. Er wurde immer dünner. Haut und Knochen.
Und ich dachte immer: Ich muss den loslassen. Ich halte den fest. Und ließ den los.
Aber er blieb. Es war, als warte er auf etwas. Morgens dachte ich, wenn ich heute von der Arbeit komme, dann ist er nicht mehr. Aber er lernte, wo er sich mit der Nase hinstellen musste, nachdem er anfangs immer in die Küche geguckt hatte und gewedelt hatte, wenn ich von der Schicht kam. Er fiepte und hoppste(!), wenn es rausging, auch wenn das Tempo der Spaziergänge immer langsamer wurde. Seine Feinde wurden ihm nicht egal.
Und gestern nun, nachdem ich es geschafft hatte, am Vortag zwei Dosen Katzenfutter in den Hund reinzubekommen, wurgste er. Und ich wußte: Das war´s. Ich rief einen Tierarzt an, machte für heute einen Termin. Ging zu ihm und er legte sich auf die Seite, genauso, wie er heute dann auf der Seite lag. Er trank nicht mehr richtig und fressen wurde noch weniger.
Heute morgen habe ich gelernt, das nicht nur ich ihn  festgehalten habe. C. sagte, Lupus habe doch gestern rumgehopst und sei im Flur völlig abgegangen, als er mit ihm raus wollte. Er habe doch noch Spaß. Ich solle den doch einfach noch ein bischen lasen. C. hatte rote Augen. Wobei er doch Hunde gar nicht mag. Außerdem habe der Hund ja doch das Katzenfutter gestern aus seiner Schüssel gefressen. (Anmerkung: Eine Dose Katzenfutter = 400 gr). Ich solle den Hund in Ruhe lassen.
Ich habe ihn trotzdem zum Tierarzt gefahren.

Heute morgen wollte er nicht mit, der Hund. Er wollte nicht ins Auto. Und schon gar nicht zum Tierarzt. Kein Locken, kein Betteln, am Ende habe ich ihn getragen. Sie hatten uns einen Termin vor der Sprechstunde gemacht. Er war so dünn und klapperig.
Es hat zwei Spritzen gebraucht und eine dritte in den Brustkorb und eine halbe Stunde. Ich weiß nicht, ob es wirklich der richtige Zeitpunkt war. Sterben ist  nicht so leicht. Und sterben ist wie geboren werden: Wenn es zum falschen Zeitpunkt kommt, dann ist es Quälerei.
Die Tierärztin fasste seine Milchleiste an und war erstaunt, das der Brustdrüsenkrebs nicht durch zig Untersuchungen diagnostierziert sei. Bis heute wußte ich nicht, das es beim Rüden zu 98 % tödlich ist. Als es anfing und es begann vor zwei Jahren mit Durchfall und diesem seltsamen Kotzen, da wußte ich: Das wird nicht gut.

Nun ist er nicht mehr, mein Gentle-Man. Alle konnten ihre Welpen problemlos nach dem Belohnungsprinzip erziehen. Bei dem hier ging das nicht. Sobald man den von der Leine machte, ging der seine eigenen Wege. Meine Güte, hat der mich oft blamiert. Weg warer. Und alle Hundebesitzer um mich rum: „Du musst nur Leckerlie…“ Irgendwann hatte ich die Fresse fett, war mit einer Freundin unterweg, der Hund dampfte ab und ich warf Hände von Leckerlies um mich herum. Er kam nicht wieder, aber die Hund meiner Freundin freuten sich wie blöd.
Rufen war auch zwecklos. Der kam erst dann wieder, wenn ich mir sein Gesicht klar mit der Zeichnung im Kopf vorstellen konnte. Dann kam er…..Ja, und ich nannte ihn dann Arschloch, weil das macht man nicht.
Er hat die Nachbarn immer irre gemacht. Ich weiß nicht, ob er es von der Katze gelernt hab, aber vor zwei Jahren machte er plötzlich Türen auf und ging draußen spazieren. Die Hundekenner unter den Nachbarn verfolgten ihn, versuchten ihn einzufangen und konnte ihm nur zugucken, wie er hier und dort pinkelte und dann zu seinem Rudel, Groß E und klein E, lief, die von der Schule kamen und mit denen nach Hause ging. Man lässt sich doch nicht von jedem anfassen.
Drei Spritzen und eine halbe Stunde. Es hat mir niemand gesagt, das das so lang geht. Niemand. Es hat mir niemand gesagt, das es so schwer ist, das er einfach nicht wollen würde wollen. Er ist sonst auch immer den Weg mit mir gegangen, der zu gehen war, aber diesen wollte er nicht.

Schmaddelkram hinter´m Thresen

Burgerking is´irgendwie am Arsch.  Ich kenne den Bericht nun gar nicht genau, aber ich habe auch schon bei Mäkkes am Thresen gestanden und man konnte in so einen Gang gucken, wo die Bürger zusammengebaut werden, die Nuggets aus irgendwelchen Warmhaltedingern in Schächtelchen geschaufelt wurden und die Pommes in diese Tütchen….guckte mir die Arbeitsflächen und den Fußboden an und dachte mir:
„Mein Gott, bin ich froh, das man nicht in allen Filialen in die Gänge gucken kann wie hier!“
Die haben wohl keine Putze oder aber die sprengen in den Drei-Stunden-Zu einfach mal den ganzen Laden weg und bauen ihn zur Eröffnung wieder neu auf.
Also warum soll es irgendwo anders sein? Weil das Kind einen anderen Namen hat? Nicht BurgerKing sondern Mäkkes heißt oder Kentucky?