Nu weiß auch C. , warum ich nicht in seinem Viertel wohnen will….

…sondern lieber in den Block am Stadtrand ziehe in die Mini-Wohnung in dem Häuserkomplex, der Mulitkulturell gefüllt ist.. Wo sogar drau0en die gelben Müllsäcke ordentlich in einem Gitterkäfig gestapelt werden….ja, und wo man einen Wohnberechtigungsschein braucht.
Ich war mit C. zum Packen üben für die Karre verabredet, als er mich anrief.
Er wolle mir nur was erzählen…..

Kurz zur Information vorher: C. wohnt in einem der besseren Viertel in GS. Er ist in ein Haus gezogen, das zu einer Reihe Doppelhaushälften gehört, die in U-Form gebaut worden sind. In der Mitte dieser U´s, u m die die Häuser stehen, ist Gras mit Wachsen bemüht. Leider gehen die Zufahrtswege nicht im U, so dass ich wie alle anderen auch den Rasen nutze, um aus dem U wieder rauszufahren.
Heute wurde also C. von seiner Nachbarin angesprochen.
Im Gegensatz zu dem Golf (naja, war immerhin ein Golf zwei in dunklem Blau, was sicherlich als Argument gelten kann) und dem silbernen Reiskocher und der kleinen schwarzen Karre, ich nehme an ein Corsa….also:
Seine Nachbarin sagte, er solle mir sagen, das ich nicht mehr über die Wiese fahren darf.
Nee, die is auch eingemietet. Die Nachbarin, nicht die Wiese. Letztere gehört der Stadt. Und die aufgezählten Autos sind nur die, die ich gesehen habe, wenn ich C. abgeholt habe und auf ihr gewartet. Das ist nicht oft, der steht immer schon in den Startlöchern.
C. regte sich auf. Ich sagte: „Was haste erwartet? Nu weißte aber, warum ich da nicht hinziehen will…..das kann man von außen sehen…“
Nun holte ich also C. vor dem Familieneinkauf ab und fuhr vor.
Vor dem Haus saß eben jene Nachbarin auf dem schiefen Brettergestell auf der schiefen Mauer( es soll eine Bank sein)  und neben ihr die Frau Oldenburch aus dem Haus gegenüber. Eben jene Nachbarin und Frau Oldenburch hatten zwei kleine Mädel mit Puppenbuggies dabei, die blöd auf dem Waschbetonplatz zu C.´s Haus standen, ein Mädel sass dazwischen und das andere ging zu Oldenburchs „ihrem“ betonierten Vorplatz zur Treppe und wollte sich setzen.
„Ich will nicht, das Du dich auf die Steine setzt!“ sagte Frau Oldenburg und nötigte das arme Mädel mit der furchtbar praktischen  Kurzhaarfrisur( meine Jungs kriegen das höchstens verpasst, wenn wir Läuse haben und die Mittel nicht mehr wirken), sich auf ein dickes Stuhlkissen zu setzen.
Das Oldenburch-Mädel wollte mir unbedingt was erzählen, nämlich was ihr Vater gesagt hatte, als wir über den Rasen gefahren sind.
„Mein Papa hat gesagt, also als ihr das letzte Mal über den Rasen gefahren seit, …“
Frau Oldenburch unterbrach ihre Tochter und beendete den Satz mit :“ Da hat er gesagt „Solche.“ , hat er gesagt.“
DAnn kam ein bisschen Schingelkram mit den Wechseljahren, die ich aus dem Auto geholt hatte, weil sie Papa immer mit drauf zu rennen , auf den Arm nehmen lassen und durch drehen, wenn sie in den Kindersitz zurück soll, begrüsst, während mein Sohn A. C. rausklingelte.
Das Oldenburch-Mädel war aber nicht doof. Sie wartet, bis eben jene Nachbarin und Frau Oldenburch wieder im Gespräch vertieft waren, kam  mit ihrem Buggy auf mich zu und sagte:
„Mein Papa hat gesagt: Solche Arschkrampen.“
„hm?“
„Ja, als ihr über den Rasen gefahren seid, da hat mein Papa gesagt: Solche Arschkrampen.“

Als C. dann da war und die Wechseljahre im Auto, da habe ich ihr gezeigt, was ich von ihrem Vater halte.
Ich bin über den Rasen wieder raus aus dem U gefahren.
C. kaute lange dran rum und dann sagte ich ihm, er solle die nicht so ernst nehmen. Frau Oldenburch hat nix weiter als ihr Haus und die Kinder. Und eben jene Nachbarin nur den Hengst Horst, der sich als DJ Geld verdient und  seit es den gibt, glänzt sie mit einer Reihe Comboystiefeln vor ihrer Tür, die aus genau zwei Paaren besteht. Gegenüber wohnt eine Frau, da habe ich geglaubt, das sie ein bettlägeriger Pflegefall ist, weil jedes ihrer Fenster gleich aussieht und zu Weihnachten hatte sie in jedem Fenster identische Weihnachtssterne , zum Sommer hin jetzt was weißes und letztes Jahre hatte sie in jedem Fenster je eine Orchidee stehen. Die is kein Pflegefall. Das weiß ich, seit sie, als ich C. nach Hause brachte, ans Fenster kam und dann doch lieber das Licht ausmachte, um besser gucken zu können. Ich habe ihr zugewinkt und C. in Grund und Boden geknutscht.

Oder die andere Nachbarin. Wenn ich C. bringe, ging sie anfangs immer nach ihrer Katze pfeifen. Jetzt stelle ich dasAuto ab und zack .ist das Licht aus. Dann kann man besser gucken. Jetzt hab ich ne neue Batterie. Wenn die das Licht ausmacht bei sich, mach ich meins am Auto an. Ich kann bis hinten an ihre Wohnzimmerwand funzeln…..Kannste lesen im Wohnzimmer dann…Vllt sollte ich doch mal die Einstellung der Scheinwerfer überprüfen lassen.

Ich meinte, das eben jene Nachbarin nicht sonderlich glücklich ist mit ihrem wilden Horst, kann man sich vorstellen, wenn man beide sieht. Glücklich sieht anders aus. Und das Herr Oldenburch, der seinen Garten mit einer Mega-Garage zubetoniert hat und den Rest mit einem Pav illion, was erklärt, warum die beiden Damen mit den beiden Mädels auf dem Präsentierteller allen zeigen mussten, wie toll sie sich um Kinder kümmern können, und nicht hinten in den Garten eben jener Nachbarin gegangen sind, das jedenfalls der Herr Oldenburch nicht unbedingt zufrieden ist, zumal sein Leben darin besteht, für die Hütte, die Frau und die Kinder zu arbeiten….also: Ich seh´s denen nach, aber spielen wird meine Tochter mit Euren Kindern nicht.
Solche Leute sind kein guter Umgang. Leute, die nicht mal den Arsch in der Hose haben, andere Erwachsene selbst anzusprechen und Kinder vorschicken zu müssen…..neee. Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!

Auf jeden Fall weiß C. nun auch, warum es doch eine gewisse Fluktuation in diesem Viertel des Viertels gibt und warum die eine Wohnung nun schon ein gutes Jahr leer steht….
Und Du, C. , sei nicht so sauer. Mein ehemaliger Philosophie-Lehrer  Kurt Reckmann sagte immer: „Und denken Sie daran, die Masse der Menschheit ist dumm.“

Was alles so in einen Zafira passt…..

Dies ist nur Teil eins, die Kinder dürfen noch bis Montag-Nacht in ihren Betten schlafen.

1 Hawai-Sonnenschirm
2 Zehn-Liter-Kanister mit Wasser
1 Sandspielzeug Fisch mit Sieb, Schippe und Harke und Förmchen
1 großer Sandeimer mit selbem Inhalt wie Fisch
9 Liter Minearalwasser  für die Kiddies
1,5 Liter Mineralwasser especially für die Wechseljahre ( sie trinkt nicht alles)
1/2 Paket Windeln ( man weiß ja nie, was wie lang dauert)
3 Pakete Feuchttücher
1 Paket Swimmies (man weiß ja nie, was sie so macht oder auch nicht)
7 mal Badezeugs
2 Rollen Klopapier ( man weiß  ja nie, ob überall welches ist)
2 Rollen Haushaltsrolle (man weiß ja nie, was so passiert)
1 Großpackung Taschentücher (man weiß ja nie , wer wieviel heult und wann und wie lange)
1 Verbandkasten
1 Abschleppseil
3 Kilo Bananen
2 Kilo Kekse
1 große Stabtaschenlampe(man weiß ja nie, wer wo wie und wann und wenn man mit haut…nutzen tut die )
1 Tasche mit Klamotten für die Wechseljahre ( warme Pullover, Sommersachen, Spezialnahrung (und am Ende vergessen wir noch die blöde Flasche), Waschlappen)
diverse Schwimmtiere und -flügel

ABER: Ich durfte zwar ein Abschleppseil, eine Warnweste und den Verbandkasten reinpacken, aber  meinen Wagenheber nicht. C. war dagegen. Er fragte mich. wo das Ersatzrad sei. Woher soll ich das denn wissen??
Und meinte dann, wenn wir mit der Karre liegen bleiben würden, wäre der Tag eh versaut und wir könnten in Ruhe auf einen Pannendienst warten, der uns dann hochkurbelt.

Wehe! Ich sag nur…wenn das passiert, dann kriegt der aber was gesagt…..sag ich ma…

Batteriewechsel oder: Madame Großkotz on Tour

Nun war die blöde Brumsel Donnerstag in der Werkstatt und kam zurück nicht nur mit einem neuen Auspuff und frischem Schmierstoff im Motor, sondern auch mit der Diagnose: Lichtmaschine in Ordnung,  Batterie…naja, vllt lädt die nicht.
Soweit so gut, Die Brumsel mitgenommen und zu den Schuhverkäufern, die haben Batterien grad im Angebot.

A. brauchte eine Toilette und konnte die dort auch gleich nutzen.
Ich legte den Fahrzeugschein hin und sagte:
„Ich brauch ne Batterie.“
„Eine Starterbatterie?“
„Hä? Nee, eine für vorne drin im Motor…“
„Also eine Starterbatterie…..“ Dann erklärte mir der gehantelte sportcenter geprüfte Verkäufer, das  Kunden oft kommen, eine Batterie wollen und er dann eine Starterbatterie holt und die wollen nur eine für den Schlüssel.
„Ach ja, da is ja auch noch eine drin…“
Was ich für eine drin hab? Eine, die nicht funktioniert…sonst wär ich ja nicht hier.
Gut, wir raus ans Auto, er geguckt, dann kurz geschildert, was Brumsel macht oder auch nicht, nämlich das das LIcht runtergedimmt wird, wenn man an der Ampel in den Leerlauf geht und dann halt der Motor fast ausgeht und  Öllampe aufblinkt.
„Dat muss was anneres sein…“ selbstsicher eben, der Verkäufer. Er weiter: „Die Lichtmaschine…..“
„Is in Ordnung.“
„Ist in Ordnung?“
„Ja, ist gemessen, Auto kommt grad aus einer Werkstsatt.“
Wir sind während des Gespräches wieder am Thresen…
Er souverän: „Naja, dann können wir ja mal gucken, wenn Sie den Wagen reingefahren haben….“
Ich: „näääääääääääh!“
Er:“Ach, Sie machen den Wechsel selber…….und fahren den nicht rein…“
Ich:“Japp.“
Batterie, bezahlt und raus ab nach Hause.
Später dann am Abend ab zu C. .  Geplant war: zehn Minuten Batteriewechsel und dann noch ein bissie fahren üben wegen dem Wechsel auf der Fahrt am Montag.

Soweit so gut. Völlig souverän Motorhaube auf, 13er Maulschlüssel raus und ran an die Schraube der Batteriehalterung.
Gut, sie war bissie verrostet……
Nach zwanzig Minuten holt C. seinen Werkeugkoffer, in dem sich  eine Rätsche befindet und die zugehörigen Dinger. Rätsche verlängert und losgerätscht.
Die Schraube tut nix. Also wieder der 13er Maulschlüssel….nix.
C. holt sein Läppie runter, wo er recht hat, hat er recht.. Nachgucken, ob da irgendein Trick bei ist.
Eben mal vor der Tür gegoogelt.
Ich: „Und?“
Er: „Da steht auch überalle nur „Schraube lösen“…..“
Ich: „Würd´ich ja gern, aber es geht nicht…“
Läppie landet auf dem Rücksitz.
Weiter geht´s: Rätsche, Maulschlüssel, Rätsche, Maulschlüssel… Nix.

Als es zu dunkel zum Rumschrauben ist, Batterie wieder angeklemmt. Nächsten Tag Kriechöl kaufen.

Schraube Teil 2:
Diesmal machen wir das bei mir vor´m Haus.
Den kleinen Esbit-Kocher haben wir schon vorher auf der Fensterbank getestet, ob der wirklich mit den Brennklötzchen das Wasser heiß macht, wo der  Karibiksonnenschirm und der Lenkdrachen neben den Kindern im Auto untergebracht werden sollen, ist noch immer geheim.
Aber der Hausfrauenbomber besitzt jetzt nicht nur ein Warndreieck, sondern auch einen Verbandskasten, ein Abschleppseil, den Wagenheber und das Radkreuz müssen mit.
Wir also wieder raus, Schraube lösen, diesmal hält uns auch die Dunkelheit nicht auf wegen der Stabtaschenlampe…

Und wir wieder…..es löckert sich, aber raus geht se nich. Aber immerhin löckert sich das Schraubelein soweit, das wir die neue Batterie reinkriegen….nur nicht wieder ganz fest. Naja, oben is ja die Motorhaube und der Rest vom Motorraum wird ja von der Tupperware ausgefüllt, da kann se schlecht runterfallen. Ich habe zum ersten Mal ein Auto, das kein Metal im Motorraum hat, sondern plaste……….Plaste!

Wir starten das Auto und haben…..Licht. Aber was für ein Licht und bei den Kilometern kommt die Aufforderung des Autos zu Inspektion. Coool.
Aber: Die Öllampe blinkt immer noch auf. Aber was macht schon so eine blöde Lampe, wenn das Auto sofort startet?!
C. meint, es könnte ein Systemfehler sein….naja,. werd ich hin heut fragen, ob er es mir nicht einfach umprogrammiert…

Brumsel ist beim Reparateur….

Heute morgen musste mein Hausfrauenpanzer in die Werktstatt. Noch schnell bei der Bank rum, gleich Geld da lassen, umsonst ist nicht mal der Tod.
Und dann kam`s: Zurück wollte ich mit dem Bus. Also habe ich schon vorher meinen Sohn schon vorher ausgequetscht, welcher Bus denn hier in der Nähe, also hinter dem Feld hält, damit ich zurück kann.
Soweit so gut. Ich natürlich wieder zu spät, das Auto abgegeben und auf dem Weg zum Breiten Tor, eine große Kreuzung hier, an der sich vier Bushaltestellen für verschiedene Richtungen befinden, noch schnell in die Tanke mit dem billigen Benzin und Tabak gekauft, weil man im Bus zum Bezahlen Kleingeld braucht.
Ich Bushaltestelle Nummer eins. Dort sass ein dicker Mann und ich dachte so bei mir: Gut, wenn einer hier wartet, dann kommt auch ein Bus. Er wartete aber nicht auf den Bus, sondern auf eine Gruppe Männer seines Alters.
Und ich stellte fest, das der Bus, den ich hätte nehmen sollen, vor zwölf Minuten gefahren war und ich nun  48 Minuten dort warten würde müssen, weil der stündlich fährt.
Okay. Handy war schon draußen, also zuhause angerufen und M. gefragt, wie das jetzt mit den Bussen ist. Der mir ganz kuhl einen Haufen Nummern von Buslinien gesagt und ich noch verwirrter erstmal zur Bushaltestelle an der Strasse gegenüber.
Und ihm gesagt, ich würde mich noch mal melden.
An der Bushalte stelle gegenüber stellte ich wiederum fest, das die Busse entweder noch recht lang auf sich warten lassen würden und konnte mit meiner kuhlen Sonnenbrille mal wieder nicht die Buchstaben richtig erkennen….ich es mir einfach gemacht und C. angerufen, der kennt sich aus und auf den Weg gemacht, über zwei Ampeln zurück in die Richtung , aus der ich gekommen war, zu kommen, weil da noch eine Bushaltestelle ist, und genau diese Strasse in meine Richtung geht.
Nur eben die Buslinien nicht, was mir C. dann auch erklärte, als ich ihn nach den Nummern und Endhaltestellen fragte, die ich so ablesen konnte und während ich so mit ihm telefonierte , fuhren zwei Busse, die ich hätte nehmen können, in Richtung des Breiten Tores, aus der ich gekommen war , an mir vorbei und hielten natürlich nicht an der Bushaltestelle, an der ich vorher gestanden hatte, weil da niemand stand und wohl offensichtlich auch niemand aussteigen wollte. Ich bin mir vollkommen sicher, die hätten da sowieso nicht gehalten. Ganz bestimmt nicht.
Als ich C. sagte, was grad passiert war, konnte ich sein Grinsen hören und ich machte mich mit ihm am Ohr wieder auf den Weg zur ersten Bushaltestelle, an der meine Rundreise über die Kreuzung gestartet war. Aber da musste ich ja nun auch noch lange warten….
„Schaffst du´s in zehn Minuten zum Odeon?“ Das ist das Theater hier und ich muss einfach nur der Straße folgen, weg von der Kreuzung, an der ich immer noch stand. Mit dem Auto vllt zwei Minuten, wenn´s hochkommt.
Ich: „Keine Ahnung, ich bin doch kein Marathonläufer.“
Mit ihm am Ohr startete ich den Versuch, die Strasse stieg an und ich sagte ihm, das wir jetzt  mal aufhören müssten, ich bräuchte die Luft für den Berg vor mir. Es ist kein richtiger Berg, man muss nicht mal schalten, wenn man mit dem Auto da lang fährt, aber ich war ja zu Fuss.
Das dringende Bedürfnis,  das mich schon auf der Kreuzung überkam, wurde dringender und in mir waren Stimmen zu hören:
„DA! Ein Busch!“
„Nein,d as macht man nicht….wo ist eine öffentliche Toilette?…“
„DA! Ein halber Wald!“
„NEIEN! Das macht man nicht…..“ Ich wollte ja nun gern den Bus  am Odeon erwischen und fragte mich, wo ich wohl die nächste öffentlich Bedürfsnisanstalt finden würde, in der Nähe eben jener Bushaltestelle.
Bahnhof, der Bahnhof ist in der Nähe, nur über oder unter der Strasse durch und Bahnhöfe haben immer……
Nein. Dieser hier nicht. Der Bahnhof in Goslar hat sowas nicht.
Also wieder unter der Strasse durch die Unterführung durch, an meiner Bushaltestelle vorbei und auf dem Weg zur Aral…..denke ich:
„Der Edeka gegenüber, der hat doch bestimmt sowas….“ Und während ich die Strasse zum Edeka überquere, der meiner Bushaltestelle genau gegenüber liegt, fährt der Bus Nummer eins von den drei Linien an mir vorbei.
Naaaaaaaaaa, gut, auch das.

Der Edeka hat zwar sowas….aber ist echt gruselig.
Egal. Als ich wieder raus komme aus dem Edeka, sehe ich den zweiten meiner drei Busse an mir vorbeifahren.
Okay, dann hätte ich auch da hinten bleiben können, wo ich gestartet war,  und warten, denn jetzt habe ich den Rest meiner Wartezeit im Bushäuschen hinter mich zu bringen, nämlich noch 12 Minuten.
Ich HASSE warten.

Ich rauche eine Zigarette, was soll man da auch sonst machen, überlege, ob die Zeit reicht, noch mal in den Edeka zu springen und zu gucken, ob sie die Spezialnahrung der Wechseljahre haben. Denke dann dran, was der Reparateur übers Öl gesagt hat, was der Hausfrauenpanzer braucht, nämlich was von Teurem und Billigen und mir fiel ein, das eine Freundin mal einen Opel Corsa hatte, auch mit einer 1,8 Maschine….und die ging doch zu Bruch. Und da war irgendwas mit dem teuren Öl und der Ölpumpe….dann dachte ich mir, das es doof aussieht, wenn man mit dem Telefon am Ohr und so, also und außerdem , der muss das wissen, was dieser Motor von Opel verträgt und was nicht.

Der Bus kam. Ich lege dem Fahrer vier Euro auf dieses Geldding und er fragt, mich , ob ich Hin- und Rückfahrt will. Nee, will ich nicht.
„So teuer sind wir noch nicht.“
„Dann ist ja gut.“ und packe mein zweites 2 Euro Stück wieder ein.
Ich fahre also Bus. Na, mal gucken…
Der Busfahrer unterhält sich mit einer Fahrgastin über irgendwelche Wohnungen und ihre Sohn und Strassebeläge und Baustellen, während ich feststelle, das die Busse ja mittlerweile ganz anders aussehen als zu meiner Zeit…
Dann warten wir hinter einem Golf, der in der Wendeschleife des Haupteingangs vor dem Krankehaus steht….
noch eine Haltestelle und dann muss ich raus.
Okay, was ich weiß, ist, das sie hier irgendwo zwischen den Häusern durch. Irgendwo endet die Strasse dann im Feldweg, der zum Kloster führt.
Wenn ich dem Strassenverlauf folge, weil ich nicht, wo ich ankomme, wenn ich hier grade aus gehe, kann ich das Ende der  Strasse schon sehen….also geh ich mal da.
Gut, Pampa ist das , aber nicht irgendwie Feldweg, sondern Trampelpfad, aber vorbei an einem Mann, der mit freien Oberkörper und einem Handrasenmäher das Gras am Feldrand mähte, weiter über eben jenen Trampelpfad kam ich denn doch auf meinen Feldweg und nach Hause.

Im Winter und bei Regen ist das S******. Auf Dauer auch, habe ich festgestellt.
Jetzt ist es halb vier und ich warte auf den Anruf aus der Werkstatt. Die Milch von der Schnitte ist alle und ich muss ja auch noch zurück da hin….ist bestimt ein Rad abgefallen, so wie ich das kenne….

Da habe ich angefangen, eine Liebeserklärung zu schreiben……

völlig unromatisch mit Email…. aber weil es so ist und sich grad so fühlt…fange ich an mit „Alles ist doof….“ und noch bevor ich die zweite Mail schreiben kann, die den Satz fortsetzt, wacht die Schnitte auf. Sie will grad kuscheln und gleichzeit rumlaufen,  essen, aber natürlich nichts von dem ,was da ist , spielen und gleichzeitig gewindelt werden, aber nur unter Protest…..
und dann habe ich das Lehrbuch für die Lina in der Hand und denke: „DAS doch nicht wahr…..so geht das also….und …b oah, bin ich blöd…“ , die Zwelche kommen und wollen Nudeln kochen und Salat machen…macht doch, wir haben Ferien, da kann ich die Küche wegsprengen und als ich mich grad der hermitischen Form zuwende, kommt die Schnitte, die mir zu verstehen gibt, das die Nunu, ihre ursprünglich rosane Decke, die nun eher grau ist, das die „Bäh .“ ist und ich erkläre ihr, das wir sie waschen müssen und zeige ihr, das die Maschine noch zu tun hat…..sie soll die Nunu auf `s Sofa legen und da fällt mir der Mailanfang wieder ein und ich gehe zum Postfach und in der Zwischenzeit bist du vor Sorge gestorben und hast angerufen; ich suche das Händie, das nix mehr von sich gibt, weil der Akku….

Ich mache NIE wieder eine Liebeserklärung!! NIE WIEDER!

Wohnung angeguckt

Erdgeschoss von Wohnsilo. Und eigentlich war ich mir völlig sicher, absolut sauber ….naja, Großwohnanlage eben.
Aber kinderfreundlich und nen eigenen Eingang. Kann man mehr erwarten? In meiner Einkommengrösse? Nö.
Das Bad ist grenzenlos schön, ganz neu gemacht mit ner schicken Dusche und nem Gästeklo, besser kann es bei uns nicht sein.
Und die Küche ist groß genug,  da passt das Einbaudings rein und der Eßtisch.
Vier Zimmer, eins megaklein, aber…wird Schlafzimmer. Wohnarbeitszimmer, ist klar….Halt ein drittel weniger Wohnfläche als hier.
Aber: Weniger Wohnfläche = weniger Fussboden = weniger Fläche renovieren.
Einen Balkon hab ich auch und das im Erdgeschoss, das wiederum ist witzig und ein Katzenenetz kann ich auch spannen.
14 Tage vorher würde ich die bekommen zum Renovieren.
Gut. Würde alles passen, wäre echt cool, wenn man alles so passt.

Bitte mal alle Daumen drücken, das die uns nehmen, auch wenn ich noch hin und her gerissen bin von der riesigen Wohnanlage.

Planungen – Teil 2

Gute Tageseltern sind mehr als Gold wert, viel mehr.Das Kind kann heute länger bleiben, weil ich mir doch die Wohnungen angucken will und muss.

Nachdem ich nun gestern das fehlende Badezeugs mit UV-Schutz( Seit wann jibbet denn sonnenabweisende Badeanzüge und -hosen?)bestellt hab, den Sonnenschirm (Das war echt schwierig, weil ich die Wahl hatte zwischen „billig und beim ersten Mal kaputt oder mehr Geld und gut), musste noch eine Werkstatt her.
Erste angerufen….nee, Urlaubszeit und blablabla, in dieser Woche auf gar keinen Fall. Zur Opel-Vertragswerkstatt will ich nicht, ich hab von denen einfach zu viel gehört. Zu dem Discounter mit den drei Buchstaben will ich auch nicht, wenn ich Schuhverkäufer an meinem Auto schrauben lassen will, dann fahr ich zu Deichmann…..Also Tagesvater gefragt, der fährt immerhin auch einen Opel….und hat eine kleine Werkstatt und die reparieren die Brumsel am Donnerstag mit Öl. Öl wird auch gemacht. Achso , und das, was ich für Wicklungen von Blumendraht gehalten hab, das ist ein Gitter…Da bin ich echt erleichtert, richtig erleichtert. Aber eine Frage an die Opels bleibt: Wie kommt man bitte darauf, ein Gitter unten an den Auspuff zu bauen?? Sollen da die Fellreste von den Füchsen besser drin hängen bleiben???

So. Heute noch ´ne Batterie und dann bitte weniger Temperaturen draußen und dann heißt es: Nordsee, wir sind auffem Weech!!

Planungen

Wir fahren einen Tag ans Meer!! Nicht diese Woche, sondern die Woche drauf und die brauche ich auch noch für die Vorbereitungen. Nun habe ich doch am 31. Mai die Brumsel gekauft für schon viel Geld, das mit gar nicht gehört und das ich zurück zahlen muss  und nun stellte ich fest bei Kontrollieren des Ölstandes:
„Mensch, da hängt ja Draht am Auspuff!“ Unten dort, wo das Hosenrohr krumm wird, da war eine Wicklung Blumendraht. Ich brauchte nicht lange zu überlegen und mir fiel ein, wann man Blumendraht um einen Auspuff wickelt.
Und jetzt bitte mal für alle::
Es bringt NIX, nur Gumgum um den Auspuff zu wickeln und dann Draht drum. Das bringt absolut nix.
Erst Cola-Dosen-Blech drumwickeln und davon  möglichst viel, weil das durch die Hitze verbrennt, darum den Blumendraht fest zurren, und dann das Ganze akkerat mit zwei Schlauchschellen von Obi rechts und links festmachen. Und DARUM kommt dann das Gumgum und wegen mir auch noch mal Draht.
Hält, wenn gut gemacht, zwei Jahre. Es muss sich doch irgendwann mal durchsetzen!

Außerdem möchte ich wissen, ob die Lichtmaschine im Arsch ist oder die Batterie. Und ich will drunter gucken, weil da eine feuchte Stelle ist. Getriebeöl, Motoröl oder Klima-Anlage?

Abriss auf katholisch

Nun habe ich heute mal so rumgefragt, was denn nur werden wird aus dem Haus hier mit den dicken „Bebieh“, wie die Schnitte sie nennt, unter der Decke im Flur.
Also…noch is nix fest, aaaaaaaaaaaber…..man denkt an, das hier lauter  Familien mit verhaltensauffälligen Kinder einziehen sollen oder alte Leute, die Unterstützung brauchen.
Das find ich mal ne gute Idee.  Es gibt hier genau zwei Busse, einen um kurz vor halb acht und einen um halb drei und der nächste Laden ist  gut drei Kilometer Luftlinie weit weg und die Kinder müssen mit dem Taxi von hier aus in die Regelschule gefahren werden……aber….Geniale Idee. Man muss nix renovieren, keine neue Heizungsanlage, keine neuen Fenster…nix. Man schafft also ein eins -A neues Ghetto in altem Ambiente; ich gehe davon aus, das man die Kirche räumen wird, aber …Schulverweigerer können weiterhin mit Kaffee trinken  und Federball spielen auf den normalen Weg gebracht werden. Die Polizei kann vorn im Flur eine Außenstelle einrichten, dann spart man sich die Fahrt hier her. Oder vllt werden doch lieber wieder Tore eingebaut? Aber bei allem Gemecker: Ein Gutes hat es. Diejenigen, die dieses Elend dann hier verwalten, die haben einen sicheren Job. Die, die hier untergebracht werden, werden sich gegenseitig durch die Isolation nur nach unten ziehen.
Menschen mit Handycaps, ob psychisch oder körperlich , gehören in ein normales Umfeld und nicht in ein Gehege vor den Toren der Stadt. Wie sollen sie denn anders werden,die verhaltensauffälligen Kinder, die in e-Schulen lernen müssen, und dann auch noch hier in der Abgeschiedenheit, also am Arsch der Welt, nur von anderen verhaltensauffälligen Kindern umgeben sind? Nix für ungut, aber hier will man doch wieder nur am Elend verdienen…..

Doch, ich weiß, wovon ich rede, ich habe ein regressives Kind, das die Grundschullehrer in genau solche Einrichtungen stecken wollten. Er macht dieses Jahr seinen Hauptschulabschluss auf einer regulären Schule, nicht berauschend, aber er macht ihn, er hat Freunde, auch nach dem Umzug vor einem Jahr hier her und es gab auch schon die ersten Freundinnen. Er hat klare Vorstellungen, was seine berufliche Zukunft angeht, die auch noch realistisch sind. Ob das wohl auch so in den psychiatrischen Einrichtungen gewesen wäre……*am kopfkratz*