Abriss auf katholisch

Nun habe ich heute mal so rumgefragt, was denn nur werden wird aus dem Haus hier mit den dicken „Bebieh“, wie die Schnitte sie nennt, unter der Decke im Flur.
Also…noch is nix fest, aaaaaaaaaaaber…..man denkt an, das hier lauter  Familien mit verhaltensauffälligen Kinder einziehen sollen oder alte Leute, die Unterstützung brauchen.
Das find ich mal ne gute Idee.  Es gibt hier genau zwei Busse, einen um kurz vor halb acht und einen um halb drei und der nächste Laden ist  gut drei Kilometer Luftlinie weit weg und die Kinder müssen mit dem Taxi von hier aus in die Regelschule gefahren werden……aber….Geniale Idee. Man muss nix renovieren, keine neue Heizungsanlage, keine neuen Fenster…nix. Man schafft also ein eins -A neues Ghetto in altem Ambiente; ich gehe davon aus, das man die Kirche räumen wird, aber …Schulverweigerer können weiterhin mit Kaffee trinken  und Federball spielen auf den normalen Weg gebracht werden. Die Polizei kann vorn im Flur eine Außenstelle einrichten, dann spart man sich die Fahrt hier her. Oder vllt werden doch lieber wieder Tore eingebaut? Aber bei allem Gemecker: Ein Gutes hat es. Diejenigen, die dieses Elend dann hier verwalten, die haben einen sicheren Job. Die, die hier untergebracht werden, werden sich gegenseitig durch die Isolation nur nach unten ziehen.
Menschen mit Handycaps, ob psychisch oder körperlich , gehören in ein normales Umfeld und nicht in ein Gehege vor den Toren der Stadt. Wie sollen sie denn anders werden,die verhaltensauffälligen Kinder, die in e-Schulen lernen müssen, und dann auch noch hier in der Abgeschiedenheit, also am Arsch der Welt, nur von anderen verhaltensauffälligen Kindern umgeben sind? Nix für ungut, aber hier will man doch wieder nur am Elend verdienen…..

Doch, ich weiß, wovon ich rede, ich habe ein regressives Kind, das die Grundschullehrer in genau solche Einrichtungen stecken wollten. Er macht dieses Jahr seinen Hauptschulabschluss auf einer regulären Schule, nicht berauschend, aber er macht ihn, er hat Freunde, auch nach dem Umzug vor einem Jahr hier her und es gab auch schon die ersten Freundinnen. Er hat klare Vorstellungen, was seine berufliche Zukunft angeht, die auch noch realistisch sind. Ob das wohl auch so in den psychiatrischen Einrichtungen gewesen wäre……*am kopfkratz*

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