Die verjagte Generation oder Pubertät war auch schon früher Scheisse, nur damals kein Problemfall

Es ist nicht nur in Goslar so, es trifft nicht nur den ganzen Harz, ich denke, es trifft überall, sonst gäbe es keine Forschungen zu dem Theam.

Wie läuft es hier? In den kleinen Dörfern im Harz, da machen sie sich auf den Weg mit dem Bus, denn in den Erholungsorten gibt es einen Park und „man trifft eigentlich niemanden in BH, weil alle hier sind, aber wir haben einen Park und….Enten….“. Also fahren sie nach G., dort treffen sie sich am Bahnhof und von dort gehen sie entweder zur Pfalz oder aber zu dem oder dem Kumpel, meist in den sozialen Brennpunkt der Stadt. Denn da haben manche von ihnen schon eigene Wohnungen, weil sie zuhause nicht mehr tragbar waren oder das Zuhause nicht mehr tragbar war.
Am Bahnhof können sie nicht bleiben, um zusammen zu sitzen und zu trinken. Sie trinken, weil sie feiern wollen. Am Bahnhof kommt regelmässig die Polizei vorbei und erteilt ihnen Platzverbot und natürlich an der Pflalz auch, denn da kommen die Touristen hin und wie sehen denn die Urlaubsfotos aus mit gröhlenden, versoffenen, sich prügeldnen Jugendlichen? Und die Stadt braucht das Geld, das diese Gruppen mit fremden Sprachen und einem Gruppenführer mit Fähnchen in der Hand bringen.

Weil Jugendliche ja schon immer eine Problemgruppe darstellten und ich mich an meine Pubertät erinnerte, fragte ich, ob sie denn nicht einen Jugendraum haben? Ich wurde verständnislos angeguckt. „Ja“, sagte ich, “ einen, wo man für kleines Geld Kaffee, Tee, Wasser bekommt, manchmal auch Cola, wo man vllt kostenslos Biiliard spielen kann, nett zusammen sitzen kann, mit einem oder zwei Sozialarbeitern im Hintergrund, die nicht auf einen zustürzen, sondern die einfach manchmal nur zuhören, einfach nur ein offenes Ohr haben, denn wenn der Druck raus ist, kann man ganz anders regeln, auch in der Pubertät. Einen Raum , in dem man vllt. so belanglose Dinge macht wie Kuchenbacken oder Popcorn, der schon morgens, wenn die Schule beginnt aufmacht, wo man auch hin kann, wenn man schwänzt, ohne einen Vortrag zu bekommen…“. Da wo ich herkommen, haben diese Aufgabe Kneipen und Cafe´s übernommen.

Die Antwort war ein klares Nein. Und ich wette, wenn jemand von den Verantwortlichen antworten würde, würde er sagen, aber wir haben doch hier in dem sozialen Brennpunkt das Jugenszentrum blabla und dort im anderen das Jugendzentrum blöblö.
Und wir haben diese und jene Angebote. Und zu uns kommen so und so viele ……

Das mag ja schon sein, das so und so viele kommen, aber was ist mit dem Rest, der ein Polizeiproblem geworden ist?
Vllt solltet ihr Euch einfach mal zurück erinnern an die Zeiten des Anfangs, wo die Jugendlichen kamen, auf Sperrmüllmöbeln sassen, verliebt schlechte  Musik hörten, miteinander quatschten und die Pädagogen standen manchmal einfach nur doof rum, waren nur dazu gut, die Billiardkugeln rauszugeben oder den Kickerball zu verwalten, einfach irgendwohin zu kommen, auch wenn eigentlich Schule ist und der Lehrer blabla einen mal wieder auf dem Kieker hat und man es heute einfach mal nicht erträgt.

Warum gibt es für die heutige Generation keinen verlassenen FischteichE mehr, keinen am Wochenende ruhenden Kiesteich, an dem sie sich treffen könnne, wo ein paar Mülleimer stehen, an dem sie schwimmen, grillen, Musik hören können, an dem sie auch mal wild zelten können?

Unsere Elterngeneration mochte unsere Musik auch nicht und hat vieles auch nicht mehr verstanden. Aber offensichtlich haben wir als Eltern es nicht geschafft, unseren Kindern ein Vorbild zu sein, so dass sich unsere Kinder andere Vorbilder suchten und gefunden haben und eine Mentalität leben, die sie nicht wirklioch verstehen, weil der kulturelle Hintergrund nun mal nicht aus Liedern und Aktion-Filmen hervorgeht. Und viel wichtiger: Offensichtlich haben wir unsere eigene Pubertät vergessen, in der wir wild um Selbstständigkeit kämpften und nicht gleich zu einem sozialpädagogischen Problem wurden. Wir durften sie leben und hatten Raum dafür, warum geben wir den nicht unseren Kindern?
Auch wir hatten Probleme, Ausbildungsstellen zu finden. Auch wir mussten uns Nischen suchen, ohne uns jedes Wochenende sinnloszu besaufen, auch wir hatten Frust und mussten nicht irgendwen in irgendeiner Unterführung zusammen schlagen.

Solange wir die Pubertät zum Problemfall machen werden, wird es einer sein. Für Eltern wie Kinder war und ist diese Zeit schon immer Mist gewesen. Aber anders geht es nun mal nicht, ist wie eine Geburt, geht auch nicht ohne Wehen.
Solange wir keine vernünftigen Angebote schaffen, auch mal ohne pädagogischen Hintergrund, weil manchmal reicht es auch nur aus, das da ein Platz für ein Pärchen ist, wo es sitzen, kuscheln und Fernsehgucken kann, und sie manche Dinge auch malmit sich selbst ausmachen können, wo sie feiern und träumen, weinen und meckern können, ohne das es gleich irgendeine rechtliche Konsequenz hat, wird es immer so weiter gehen.Sie werden sich am Bahnhof treffen und gehen dann zur Pfalz, zu Bla oder Blö in die eigene Wohnung in irgendeinen sozialen Brennpunkt.
Und Dörfer und kleine Städte brauchen sich nicht wundern, wenn die jungen Menschen abwandern. Sie sind es ja aus der Pubertät über Jahre gewohnt, wegzufahren, um Freunde zu treffen und auswärts zu nächtigen .Warum sollen sie denn dann später bleiben, wenn für sie schon kein Platz war?

Es ist nur meine Sicht der Dinge und ich habe das nicht studiert . Bloss eine blöde Hausfrau.

Läuse

Nun hatten die doch bei klein E. in der Schule Läuse diagnostiziert, die stellvertretenden Schulleiterin und die Hausaufgabenhilfe. Und bei E.s Freundin auch. Und bei der Tochter einer Ärztin.

Ich also Donnerstag E. und ihre Geschwister genommen, zu meinem alten Doc nach Dingens, der war aber nicht da, nur seine Kollegin, die meinen Rücken also psychiosomatische Erkrankung diagnostizierte, der dann wiederum  von einem Orthopäden als tatsächelich kaputt eingestuft wurde.

Jedenfalls: Ja, da sind Nissen, die hat Läuse. Okay. Soweit so gut, die einzige aus dem Verband hier.

Kind behandelt und mit der Krankmeldung vom Doc  heute wieder in die Schule.
Heute morgen Anruf aus der Schule: Ja, ohne ein Attest, das E. von ansteckenden Krankheiten frei sei, kann sie nicht bleiben, ich muss sie abholen.
Wir also hier einen Termin beim Gesundheitsamt gemacht und ich E. geholt. Ihre kleine Freundin sass neben ihr auf einem Stuhl im Klassenraum vor der Klasse. Die anderen durften dem Unterricht an ihren Tischen folgen.

Beide taten mir leid. Ich nahm E. mit und wir zum Gesundheitsamt. Dort wurde festgestellt, das E. überhaupt keine Läuse gehabt haben kann, weil nicht eine einzige Nisse vorhanden war und man das bei ihrer Haarmenge auch mit einem Läusekamm nicht hätte auskämmen können.

Dann die Mama der besten Freundin angerufen, die ist auch in Ausbildung und musste erst aus Dingsbums kommen, um ihre Tochter abzuholen.. Da war´s genauso wie bei uns, nur hatte die kleine genau eine Laus und keine Nissen.
Wir haben drüber gesprochen, uns gegenseitig zu unterstützen, grade in so einer Situation, weil  ich es fürchterlich fand, das Mädel allein dort vor der Klasse auf dem Ausschließie-Platz sitzen zu lassen.

Und dann habe ich erfahren, das die Tochter des Arztes, deren Haare von den Läusen schon verklebt gewesen sein sollen, die ist auch wieder in der Schule. Naja, die werden ein anderes Mittel haben als wir normalen Leute, um den Viechern den Gar auszumachen….

Samstag vormittag in der Unterführung am Bahnhof

Hallo H.,

ja, die Polizei hat mir Deinen Namen gesagt. Du bist der, der in irgendeiner Form daran beteiligt ist, das mein Sohn F. jetzt im Krankenhaus liegt.
Danke der Nachfrage, H., es geht ihm soweit ganz gut. Die Knochen sind nicht gebrochen, nur noch Schwellungen am Kopf  und im Nacken, das blaue Jochbein habe ich mit Arnika wegbekommen. Außerdem hat er wahnsinnige Kopfschmerzen, was sicherlich auf die Tritte an den Kopf zurück zu führen ist, nachdem er umgehauen war und auf dem Boden lag.
Ich bin dankbar, das irgendwer einen Krankenwagen gerufen hat. Mein Sohn ist zäh, das weiß ich. Aber das….

H., Du hast billigend in Kauf genommen, das mein Sohn zu Tode hätte kommen können. Da reicht eine lächerliche Sickerblutung , die erst nach einem halben Jahr wirklich Probleme macht.
H., Du brauchst mir nicht mit Gründen kommen, es gibt immer Gründe, es gibt so viele, das man eigentlich nur noch sagen muss: Ich hatte meine Gründe, ihre Art ist recht egal, denn sie ändern an der Tat nichts. Man tritt niemanden, der schon am Boden liegt.
Das gehört so nicht.

Es steht Dir nicht zu, jemand anderen zu verletzen, dermassen zu verletzen, dass es weitaus schlimmer kommen könnte.

Und auch , wenn alle anderen Deine Gründe verstehen mögen, ich werde kommen, wenn es zu Gericht geht und Dir ins Gesicht gucken. Ich will die Augen sehen von jemandem, der sowas macht. Mitten am Tag, mitten in der Stadt. Das ihr Jungens Euch prügeln müsst, naja. Is halt so, wenn man mitten in der Pubertät steckt oder auch drin stecken geblieben ist, das kann ich so nicht sagen. Ich kenne Dich nicht. Aber ich hoffe, das Du jung und dumm genug bist, noch in dem Alter zu sein, in dem man sich prügelt.

Ich bete zu Gott, das mein Sohn bald aus dem KH kommt. Ich bete zu Gott, das nichts zurück bleibt. Und ich hoffe, das Du das auch tust, weil Du Dich eines Besseren besonnen hast.  Ich weiß, dass Du Dich entschuldigen musst, damit es bei Gericht besser ankommt. Aber ich wünschte, Du würdest es tun, weil Du Dich eines besseren besonnen hast.

Die Mutter von F.

diese Woche

…ist zu voll:
-Abschied von Frau K.
– Abschied vom Dusie
– E. hat Haustiere aus der Grundschule mitgebracht – Läuse
– F. ist Samstag vormittag in der Unterführung umgeschlagen worden und ihm wurde dann noch gegen den Kopf getreten, er ist
immer noch im Krankenhaus
Im Moment einfach zu viel, da findet man icht die richtigen Worte.

Was ich besonders gut kann:

Geld ausgeben, das ich nicht habe. Nunja, das Auto kommt heute und das alte wird ersetzt. Der Wagen wird heute getüvt und abends gebracht, spart mir eine Fahrt. Autokauf ist sowas wie Shopping im großen Stil…….hat man lange was von,  sogar mit Garantie. Kann es denn besser sein? Einkaufen muss ich noch, mag ich aber nicht mehr, habe schon mehr Geld ausgegeben, als ich hatte…..

Ich möchte gern einen Aufkleber für mein Auto haben mit dem Spruch:
Gott gebe mir die Gelassenheit eines Stuhls – der muss auch mit jedem Arsch auskommen.

Die Waschmaschine ist eigentlich ein Totalschaden und braucht einen neuen Motor, der kommt frühestens nächste Woche Dienstag – Waschsalon, ich kommm! Und die nächsten zwei Tage bist Du mir!

Sottrum/Pfingstsonntag

Ich bin ja nun kein Ferienpark -Fan. Es ist nicht nur das Geld, sondern einfach auch die Masse der Menschen und dann meine Horde im Auge behalten…….Naja. Aber der Vater von den Wechseljahren hatte die ganze Familie eingeladen und so ging es mit Schwiegermutter und Schwägerin und Neffen los.

Am Abend zuvor hatten wir Brötchen und Muffins gebacken, das Fleisch eingelegt und Bulletten gemacht, denn, und das sehe ich als wirklich großen Vorteil: Man kann da sein Essen mit hinnehmen und dort grillen. Die haben da überall Grillplätze und den Grillrost kann man da auch leihen, braucht man also nicht mitschleppen. Bloss die Kohle und natürlich haben wir auch Aludinger für auffen Grill dabei gehabt.

Als wir ankamen, sahen wir schon Menschenmassen. Ich mag das nicht, das ist der pure Graus für mich. Und wir suchten auf freier Wiese einen Parkplatz. Und dann musste alles Gepäck eingepackt und geschleppt werden, wo ich doch davon ausging, wir könnten erst durch den Park und dann zu Mittag die ganzen Lebensmittel reinholen……also umverpackt, in die Rucksäcke der Kinder und die Kühlbox, die ich gekauft habe, die ist nicht gut, nicht weil sie nicht kühlt, sondern weil sie keinen glatten Griff hat.

Wir also hin, schwer bepackt zum Eingang. Und wieder eine Schlange. Die Schwiegermutter ist eine absolute Frohnatur und meinte nur auf die Frage von ihrem Sohn, wie lang das denn hier ist: „Och , das ist schon lang….“. Ich mag meine Schwiegermutter, ich find die cool.

Wir schoben uns also zwischen so Sprüchen wie „Wer zuletzt lacht, hat es nicht früher begirffen“ nach  vorn und ich wurde vom Vater der Wechseljahre aufgefordert, doch auch endlich mal zu lachen.
Es dauerte jedoch gar nicht so lang, wie man es aus Supermärkten kennt, wenn man hinten am Mittelgang an der Schlange zu Kasse steht, sondern ging recht flott und zack waren wir drin. Dann wollte die Schwiegerma einen Bollerwagen nehmen, aber die waren alle schon weg.
Und man beschloss, man würde einen Platz suchen und einer solle doch da bleiben und aufpassen……keiner achtete darauf, wie ich mich mit volbepackten Händen meldete…. Aber egal, praktisch orientiert suchte meine Schwiegermutter uns erstmal einenPlatz, wo wir uns ausbreiten konnten, meine Schwägerin machte gleich mal Feuer im Grill, und packte aus.
Ich hatte zum ersten Mal auf einem Event wirklich nicht viel zu tun. Das war mal ein komisches Gefühl, aber auch cool.
Den Hund hatten wir auch dabei, besser kann es nicht sein.
Erst zog der Grill nicht, dann brannte es lichterloh in den Aluschachteln….gut,, das wir noch andere dabei hatten.

Kaum waren wir am Platz, verflüchtigten sich die Kinder und der Vater der Wecheljahre auch, so dass wir drei Frauen, der Hund und die Wechseljahre, sie sind jetzt etwas über ein Jahr und können laufen, quatschen konnten.
Ich hab´s genossen.
Die Kinder kamen immer mal wieder zu Essen vorbei, zum Klamottenwechseln um im Wasser zu matschen….
Zusammen mit der Schwägerin führte ich den Hund aus und schob das Kind, weil wir mal versuchten, die anderen zu finden, landeteten dann am Streichelzoo, in dem die Tiere freiliefen, da kehrte ich dann um, weil das geht mit dem Hund gar nicht.
Die Wechseljahre lachten die ganze Zeit, über den Hund , der neben ihrer Karre lief, über die vielen Tiere, war völlig genial.

Am Nachmittg lehrte sich der Park merktlich, was aber der Situation keinen Abbruch tat. Obwohl wir zwischen lauter anderen Familien campiert hatten, hatten wir sehr viel Privatsspähre. Das haben die da gut gemacht.

Nachmittags habe ich eine zweite kurze Runde mit dem Vater der Wechseljahre durch den Park greht und Tierspuren geraten. Und mit Em bin ich dann noch zu den Jungs ans Wasser, die dort auf einem Floss rumhampelten. Em wollte, das ich mit ihr durch das Wasser wate zu einer Insel rüber, es wäre nicht tief, meinte meine Tochter. Aber es war so aufgerührt und trüb……nee, lieber nicht. Ich bin da nicht so.

Ich fands jedenfalls richtig spannend da. Die Kinder waren beschäftig und ausgelassen, waren auf Hüpfburgen, bei den Fütterviechern, auf dieversen Speilgeräten und ganz viel im Matschewasser unterwegs und hatten Spass, ich hatte schöne Gespräche. Ich kann Sottrum nur empfehlen, auch wenn ich Freizeitparks überhaupt nicht mag. Und was ich noch anführen muss, auch wenn es vllt lächerlich klingt: Die Toiletten und der Park waren sauber. Und welches Kompliment kann grösser sein, als das eines der Menschen, die eigentlich von Freizeitparks nicths halten und nun Sottrum weiter empfehlen würden….

Brief von der Caritas

Der Hauptmietvertrag endet im Februar 2013 und die Familie muss nun dringend neuen Wohnraum suchen und aus dem Kloster ausziehen.
Ein blödes Gefühl, anders kann man es nicht sagen….wohin mit den Rosen aus den sechs Quadratmetern Garten? Wohin mit den Kräutern? Und noch schlimmer, wohin mit den Kindern? Den Ex-Katern und dem alten Hund?
Vielleicht wird das alte Kloster hier nun noch ein Hotel in der Nähe von Goslar oder ein Altenheim, oder was auch immer…..wir werden es nicht mehr erleben.
Warum kommen solche Briefe eigentlich immer Freitags oider Samstag? Warum nie Montags?

Bis zum Februar ist nicht mehr lang hin. Im Semester umziehen geht gar nicht, da muss ich Abgaben machen, bleibt also nur die Klausur- und Prüfungsfreie Zeit, sechs Wochen in den nächsten Semesterferien…..
Hoffentlich klappt das.

Nur zur Vervollständigung der Katastrophen: Die Waschmaschine ist schon wieder kaputt. Sie musste heute kaputt gehen, ist klar. Das nehme ich der Whirpool echt übel. Diesmal ist es die Pumpe. Naja, wenigstens der Stecker und das Lager sind nun in Ordnung…..also Dienstag wieder telefonieren und auf den Waschmaschinenreparateur warten….

Was am Anfang steht…..

Als meine Waschmaschine letzte Woche den Dienst versagte, dachte ich über all die Sendungen über Großfamilien nach…..
Und immer und überall liest man, was die pro Woche so alles einkaufen….über viele Mengenangaben bei weniger Kindern, da wundere ich mich schon. Wie wenig es ist. Wenn neben den alltäglichen Lebensmitteln wie Brot und Wurst in wesentlich kleineren Mengen bei wesentlich runderen Kindern als bei mir noch die Mengen für´s Mittagessen auf dem Plan stehen…..
Sah ich doch eine Reportage vor geraumer Zeit, in der all diese Dinge aufgezähtl wurden und am Ende folgte die Aufzählung des warmen Mittagessens für die dargestellte Durchschittswoche mit 2kg Nudeln(wie bei mir) und zwei Kilo Hackfleisch, auch wie bei mir. Aber nix weiter. Wahrscheinlich lebe ich in der Familie Vielfrass, die mit zwei Kilo Nudeln und zwei KIlo Hackfleisch lediglich eine Mahlzeit pro Woche abdient und bitte kein Tütenkram, wohin gegen andere Familien eine Woche lang Spaghetti Bolognese jeden Tag zu mittag essen….. Sie würden mich hier lynchen.
Als also die Waschmaschine den Dienst leise und mit großem Gestank versagte, da dachte ich mir, es wäre doch sinnvoller als Mengenangabenvon Lebensmitteln die Anzahl der Socken und Unterhosen und T-Sirts und Hosen als Mass aller Dinge zum Vergleich zu nehmen…zumal mir nun drohte, wieder alles mit der Hand in der Duschwanne zu waschen…..bei uns sind es acht paar Socken pro Tag, acht T-Shirts, ach Schlüpfer und Unterhosen, acht Hosen. Und mehr als zwei Kilo Bolognese pro Woche und auch mehr als zwei Kilo Spaghetti, wir haben auch Kartoffeln und Reis auf dem Speiseplan.

Natürlich versagt eine Maschine unpassend , so bei der letzten Maschine am Tag , also abends halb acht. Da kriegt man niemanden mehr……auch keinen Reparateur. Ich teilte nun allen Familienmitgliedern einzeln mit, die Whirlpool ist mal wieder hin, es ist nun der dritte große Schaden während der Garantiezeit, aber wir haben ja noch ein paar wenige Wochen…..
Ich wollte einfach den anfallenden Berg bis zum Eintreffen des Kundendienstes, was normalerweise etwa eine Woche braucht, einfach eindämmen, zumal ja nur geklärt werden sollte, ob man denn das alte verschmort stinkende Ding reparieren kann.
Und seit dem weiß ich, was ich an dieser Waschmaschine besonders mag: Den Mann vom Kundendienst. Als wir vor noch nicht einmal eine Jahr herzogen, da war zum zweiten Mal das Lager kaputt. Und er kam, reparierte und nach einer halben Stunde war es fertig und er sagte mir, ich könne ihn ab fünf Uhr abends anrufen, wenn was wäre….Ich dachte mir: „Naja, nun isses gemacht, was soll nun sc hon noch sein, immerhin ist das Ersatzteil nicht aus der defekten Charge, die die wohl verbaut hatten….“
Ich rief ihn also am Dienstag  morgen vergangener Woche an , sprach ihm auf den Anrufbeantworter und wollte ihn abends noch einmal anrufen.
Aber er rief mich zurück, gleich kurz nach fünf und fragte nach den Symptomen, wollte gar nichts weiter wissen, weil er alle Daten der Maschine und uns noch hatte und setzte uns auf Platz ein seiner Reaparturliste am darauffolgen Tag und baute den verschmorten Stecker zum Motor aus, setzte einen neuen ein, eine halbe Stunde und die kleine Whirlpool lief wieder.
Ich fragte ihn, ob das nun einregulärer Schaden sei, er sagte, es sei selten, aber es käme vor….
Was ich nun an meiner Whirlpool trotz der großen Reparaturen so mag, das ist mein Reparateur, weil ich bei ihm nie betteln muss, einen frühen Reparatur-Termin zu bekommen, denn er weiß, was durch die Kinderzahl, es sind immerhin noch sieben, von ehemals 10 alles an Wäsche so anfällt…..wie gesagt, acht  paar Socken pro Tag, acht mal Unterwäsche, acht mal Hosen…..