Der Herr George Clooney kommt in den Harz….

boah, wie verzweifelt muss man sein……

Nun ja. Wie habe ich davon erfahren? C. fährt für mich die Reste kaufen und erzählt mir von einer Schlange von Menschen vom Bahnhof bis zum Achtermann, die Schlange in der Unterführung zur anderen Straßenseite konnte er wohl aus dem Auto nicht sehen….
Kaum isser zu Hause, schicke ich noch A., Nudeln kaufen, Tomaten und die vergessenen Bohnen für das Abendessen….
Er kömmt nich wieder. Aber C. guckt mal nach der Schlange, ob da was im Netz steht.
Und dann fragt er mich, ob ich weiß, wer denn George Clooney ist.
Ich sag ihm, daß ich das nicht genau weiß, meine aber, irgendwer aus Hollywood, weiß aber nicht, ob es der Schönling is, der seine Frau bedroht hat…. Und das der nen Film macht, wie C. sagt, ich erinner mich dunkel an einen Bericht, sage aber, ich meine , der dreht in Wernigerode. Da is ja alles noch alt.
„Ich kann ja mal den Hund fragen….“ Der guckt den ganzen Tag Fernseh, wenn keiner da ist., weil das Ding dann läuft , damit der nicht dauernd bellt.
M. verlässt das Haus und macht sich auf zu seinem Kumpel.
Es dauert, ich drehe das Nudelwasser runter und stelle das Gulasch auf klein….Warte nur, mein Freund, wenn Du kommst….
Er kommst und erkärt mir, daß die ihn nicht durchgelassen haben durch die Schlange vom Bahnhof zum Achtermann. Die haben da alle gestanden, weil die im Film vom George Clooney mitspielen wollten.

Liebe Clooney-Fans!
Kleine Jungs mit Rucksäcken und Einkaufszetteln in der Hand, die wollen nich in den Achtermann! Die wollen durch Eure Schlange, durch die Unterführung auf die andere Seite in den EDEKA! Gibt nämlich auch Leute, die nicht drauf erpicht sind, den fetten Arsch im Garten hinter dem Haus in einem Film vom George Clooney zu spielen, sondern einfach nur warm essen wollen….

Aber weiter  Der Herr Clooney ist auch Sonntag wieder ein Gesprächsthema hier. M. erzählt in der Raucherpause auf dem Balkom, bevor Omma kommt und wir zu meinem Onkel fahren wollen, daß er nicht durch die Unterführung kam….da warteten wohl auch Massen, um beim Schorsch in seinem Film  und die ließen ihn nicht auf die andere Seite, dabei wollte der auch nicht einen sterbenden Soldaten im Harz geben, sondern einfach nur zu Kumpel Lukäss!
Bei Lukäss angekommen, wollte er wohl v on dem Wissen, ob er mal den Clooney Schosch googeln könne, aber Lukäss fragte ihn nur, ob er Fieber hätte und weigerte sich zu googlen. M. hat dann zuhause noch mal nachgeguckt, wer denn der Clooney Schorsch is und wasser im Harz will. Das wissen wir nun und wollen immer noch nicht den sterbenden Schwan  oder nach Leibesfülle das sterbende Schwein auf einem Schlachtfeld im Harz geben….. Wir wollen nur gut essen.

Wir sind dann mit Omma auf den Geburtstag ihre Bruders gefahren…..und der Herr Clooney war einfach wieder das, was er bisher auch war…..unwichtig.

Genervt

Da sitze ich noch einmal über dem Seminar. Statt auf der sicheren Seite finde ich verschiedene Definitionen und auch was schönes, was unbedingt noch muss, weil schön….Über einer Grafik sitze ich mindestens eine Stunde und zwei Stunden verbringe ich damit, zu erkunden, warum mir Windoof die Garfiken vom Ubuntu -Libre kaputt macht, wenn sie bei Powerpoint reinmüssen….

Und zwischendrin die Kinder und der Geschirrspüler und minimi…….ich mag nicht mehr. Ich mag keine Laufzeiten grad und auch keine Deadline, die ist irgendwie schon bei mir erreicht. Dazu kommt noch, daß mein duimmes Seminar nicht im kleinen Rahmen stattfinden wird, sondern über den Verteiler gelaufen ist.

Meine Mutter ruft an, sie will mir sagen, daß das Ostergeschenk für die Kinder klappt, sie macht mit ihnen eine Musical-Fahrt und wahrscheinlich noch reden über den Überfallkommandobesuch zum Geburtstag vom Onkel am Sonntag.
Ich würge sie ab. Ich würge sie einfach ab. Ich habe sie echt lieb, aber bitte bitte bitte, nicht jetzt, denn ich bin schon wieder im Verzug mit dem Lernen für die Klausuren, weil ich die Fehlerliste meines Seminars noch abarbeite…..

Und dann ruft C. an. Er bemängelt, daß ich mich nie melde. Ich weiß ja auch nicht wirklich wann, wann er nach Hause kommt, wann er schlafen geht, denn mal ist es um neun, mal um zehn und mal auf der Stelle. Er erzählt mir vom Tag, während ich mich durch den nächsten Algorithmus kämpfe und mich frage, wie ich das zusammen fasse, wissenschaftlich in Worte fasse…
ich und wissenschaftlich. Und Ich mache nebenbei einen Kaffee und möchte das Gespräch gern beenden , denn so eine blöden Bastelgrafik dauert wernigstens eine Stunde und ich habe noch einige vor mir…..Ich schlage ihm die Mittagspause vor…
er lässt nicht los, erzählt mir, ich soll nicht so viel denken über das Seminar und ist genervt, daß ich noch immer dran sitze. DAs merke ich daran, daß er mir sagt: „Und wenn Du noch vier Wochen hättest, Du wärst nicht fertig….“ Ich habe ja nicht mal zwei Wochen, grade mal  11 Tage…. Den würde ich so gern mal sehen, wenn der zwischendrin studieren hätte müssen so wie ich, zwischen Wäsche und Schulgesprächen….

Irgendwann bettele ich ihn nur noch an, er solle nicht sauer sein, aber mich bitte bitte bitte endlich weiter arbeiten lassen, auch wenn ich Deadlines und Perioden echt nicht mehr lesen kann und langsam Prozesse für widerliche unfähige kleine Dinger halte, die irgendwie fast nix alleine können, nicht mal die Uhr, denn sonst bräuchten sie das alles nicht…

Kleine Sünden….oder: Alle Rechnungen werden zu Lebzeiten gezahlt

Arroganz wird bestraft. Ehrlich. Man kriegt´s einfach fett wieder. Ratzi-fatzi.

Ich habe ja nun ingesamt zehn Kinder, bis vor zwei Jahren waren es ja noch neun und meine Welt wirklich in Ordnung.
Meine Kinder quengelten nicht bei der Quengelware, fragten höflich und sagten für die Scheibe Mortadella ordentlich danke.
Eines der ersten Worte ganz klar „Danke.“.
Ich, im weiteren Verlauf Mrs. Selbstgefällig genannt, hasste die Kinder, die sich auf den Boden schmissen, um bei ihren Müttern und Vätern einen blöden Schokoriegel durchzusetzen, in den Gängen des Supermarktes Kriegen spielten und bei Kiwis die Reife durch Löcher drücken testeten.
Mrs. Selbstgefällig´s Kinder machten das nicht, weil: Sonst fahr ich alleine!

Nun war Mrs. Selbstgefällig letzetn Samstag mit den größeren Kindern Schuhe kaufen und hinterher den Wochendeinkauf – kein Problem, hilfsbereite Kinder, ordentlich, nett und adrett.

Aber wehe, Minimi ist dabei. Minimi ist in der zweiten Etage des Reals, in der hintersten Ecke,durchaus in der Lage, dermassen laut zu brüllen, akut zu brüllen, daß die Leute an der Kasse aufschrecken, wenn sie nicht das Katzenfutter, das SIE ausgesucht hat, in den Wagen schmeissen darf. Egal, ob die Katzen das fressen oder nicht.
Wir sind gute Wagen-Wieder-Auspacker geworden……..

Nun war Mrs. Selbstgefällig Montag auf dem Rückweg von der Tagesmutter mit Minimi wie jeden Tag bei Bäcker im Rewe, Minimi sucht aus, Mrs. Selbstgefällig stellt das Kind nur auf den Boden, um die Ware entgegen zu nehmen und bezahlen zu können und Minimi?
Japp, wirft sich rückwärts auf den Boden als wollte sie einen Schneeengel machen und brüllt.
Eine junge Mutter mit einer kleinen Tochter kommt auch zum Bäcker. Ich höre , wie die Mutter antwortet, sie wisse nicht,warum das kleine Mädchen auf dem Boden liegt und heult.
Und dann kommt es:
Sie gibt MIR einen Tipp. Sie habe mal gelesen, daß es helfen würde, wenn man sich neben so ein schreiendes Kind auf den Boden werfe.
DAS mache ich mit Sicherheit nicht. Garantiert nicht. Es reicht schon ,wenn die Bedienungen aus dem Bäcker das tägliche Theater kennen. Minimi sucht aus, schreit, wird wieder auf die Beine gestellt, trägt die Ware und der Brüllknopp steht auf aus.
Es reicht schon, wenn minimi mich täglich zum Vollidioten stempelt, daß muss ich nicht noch mit schwachsinnigen Pseudo-Erziehungstipps nachhelfen……Maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan……..Hoffentlich is die bald groß.

Ich kann das nich´!

So. Viel um die Ohren, warum sollte es auch anders sein, aber den Kindern ein Essen versprochen. Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Dosengemüse.
Gut, ich wurde blöde angeguckt, als ich mit meiner 2-jährigen Tochter diskutierte, wo denn nun möglicherweise dieser Tütenkram steht und wo ich welche Dosen finde. Und sicherlich sah es äußerst seltsam aus, als die olle Frau die Schilder über den Regalen suchte….
So. Und nun den Tütenkram inne Pötte.
Ich KANN DAS NICHT! Das Dosengemüse is ja lustich im Potte, aber warum schmeckt das na nüschte? Ich meine, das waren Erbsen-Möhren und Mais, ich meine, man konnte das sehen, aber warum…..
Kartoffelbrei ausse Tüte. DAS kann ich auch nich. Ich habe ganz genau gemessen und gekocht, das Wasser und die MIlch in Kalt und so und genau das Salz, aber…..warum is das ne gummiartige, gelbe  Masse und wann kommt der Kartoffelgeschmack??
Einzig die Stäbchen de Füsch, die waren okay, wenn auch nictht vom Markenhersteller…..
Auch wenn M. das endlich mal vollecker fand…..Ich kann das NICHT. Das Gesuche zwischen Waschmittel und Haushaltsgedöns nach Dosen und Tüten….Was bitte ist den Kartoffelpüree komplett?? Gelesen hab ich, die Milch ist schon drin. Muss das dann nicht gekühlt werden?
Das nächste Mal kaufe ich wieder normal: Fischstäbchen und Kartoffelbrei mit Gemüse inclusive dem Kompost vor dem Schälen….aber näh, so einen modernen Kram nich mehr.

Aus gegebenem Anlass

Da muss ich nur noch eine Funktion einbauen und den Kommentar schreiben und zack bin ich mit dem Projekt fertig.
Aber Ubuntu sagt: So nicht. Nix geht.

Denk ich mir: Gut, Snitte, geh ich halt bei Windoof.  Visual Studio ist schon drauf, das Paket mit der zu bearbeitenden Software auch, muss nur noch die Bibiliothek eingebunden werden.
Die sagt: Deine Version von Visual Studio ist zu alt.
Okay, lad ich halt ne neue runter.
Das Ding ist runter geladen und was sagt die: Du brauchst eine neuere Version des Betriebssystems!

Und das? Das kann auf der alten ausgemusterten ehemaligen Institutsmöhre nicht laufen! BOAH!
Aus diesem Grunde:

Ich hab gesagt, ich kann auch anders!

Wieder ein Wochenende , wieder keinen Wäschekeller.
Tja, dann üben die Kinder fleißitg  weiter Trompete und Blockflöte. Japp, alles Anfänger*(Ohrstöpsel zusammendreh und in die Ohren steck).
Und wenn Du mich weiter ärgerst, Frau Darjeeling, dann …..hol ich meine alte Querflöte raus und fange nach 30 Jahren auch wieder an….ruckidizucki geht das. Hausmusik is doch was Feines, nur das Geübe is nervig.
Und vor allem, die spielen nicht nur jeder an nem anderen Ende der Wohnung, sondern auch noch ganz verschiedenen Kram, beim Trompeter erkennt man schon was.

Über die Bahn

Ich bin das erste Mal in meinem Leben ICE gefahren, nur die Einser-Reihe, wie C. bemängelte, also nix besonderes, wie er sagte, aber ich bin ICE gefahren. Diesen:
DSC_0496

Minimi nennt es “ Ei Zuuuuhg, ei Zug!“  Und nicht ,wie wenn das schon genug wäre, ich bin auch noch das hier gefahren:

DSC_0497

Japp, genau! Erste Klasse. Mit Platz für die Beine. Und dann kam noch eine Schnitte in Uniform vorbei und fragte, ob ich denn was aus dem Bordrestaurant haben wollten. Hab ich Beine? Kann ich laufen, näh?! Und dann auch noch ein Mädel in Uniform und wollte wissen, ob wir ne Zeitung haben wollten. Na, wir wollen das mal nicht übertreiben….so nobel brauch die Welt auch nicht zu grunde gehen.
Diese Fahrt hat mich echt entschädigt und ich habe vergessen, nach dem Namen des Waggons zu suchen, denn seit der Hinfahrt in der Nacht, die ich im Bermuda -Dreieck des Busdruckluftbremsenschnarchers-Schnarch-Ernie-Rüssel-Bert verbracht habe, in einem , von einem besoffenen Designer gefertigten Sitzen, oder aber sie waren bei Karussel auf dem Rummel ausrangiert worden, seit dem hege ich die Vermutung, daß der Name des Waggons etwas über ihn aussagt.
Wir saßen im Schindler-Waggon.