
202 Euronen bei Amazon. Damit kann ich doch eins A in so ein Call-Zenta! Bewerbung ist schon geschrieben; Berufsbekleidung schon bestellt…

202 Euronen bei Amazon. Damit kann ich doch eins A in so ein Call-Zenta! Bewerbung ist schon geschrieben; Berufsbekleidung schon bestellt…
Ein ganz bezaubernder Artikel, der es einfach auf den Punkt bringt.
Manche Irrtümer halten sich hartnäckig. Eine der partout nicht auszurottenden Aussagen ist diese:
„Säuglinge schlafen die meiste Zeit.“
Im Fall von Baldriandoping mag das vielleicht noch angehen, es kann sogar sein, dass es unter den Winzlingen die ein oder andere ausgemachte Schlafmütze gibt, die anfangs sogar zum Trinken ständig geweckt werden muss! Das Gros der Babys jedoch ist schon nach wenigen Wochen ausgesprochen durchhaltefähig und mit einem bereits beachtlichen Dickkopf ausgestattet. (Ich rede vom Willen, nicht von der Stoßfestigkeit.)
Falls dieser Babyeigensinn nicht sowieso generell da ist, so blitzt er garantiert sehr deutlich in der Zeit auf, in der eine andere Person babysittet. Denn der gelegentliche Babysitter weicht unwissentlich von ersten, bereits liebgewonnenen Gewohnheiten ab und fordert damit umgehend Protest heraus.
Glauben Sie mir, ich spreche gerade aus Erfahrung!
Bei meiner gut vier Wochen alten Enkelin stand abendliches Einhüten an. Die Gedanken kreisten vorher ein wenig um den Ablauf.
Hm…
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Auf Facebook habe ich zum ersten Mal ein Foto von mir veröffentlicht. (Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir eine Tastatur, bei der die Tasten nicht klemmen bzw. alle funktionieren, weil der Hund das Kabel nicht angefressen hat….)
Also, ich habe ein Foto von mir veröffentlich. Und nun bekomme ich Freundschaftsanfragen. NSA? BND? Nein, es sind Kevins und Justins aus von ganz weit weg. Also doch NSA? Wenn ja, warum?
Jedenfalls schreiben mir Kevin und Justin. (Blödes „S“, hängt dauernd.) Sie schreiben mir Englich oder Amerikanisch.
„Hi“
Selber „Hi“. Was willste vonne alte Frau aussen Harz?
Sie erzählen mir, das sie Kinder haben und wenn ich Ihnen in meinem „horrible English“ antworte geht das weiter. Sie wollen wissen, was*kompliment an* Frau*kompliment aus* auf Facebook macht.
Ähm, was macht jemand auf Facebook? Was andere machen, weiß ich nicht, ich lese da Rezepte, gucke mir gern Selbstgebasteltes anderer Leute an und bin endlich aus der Plastikzeugs-Tortengruppe raus. Ich lese Häkelanleitungen und kommuniziere mit Freunden meiner Kindheit, die auch in ganz weit anderswo sind. Ja, und Familie. Ich bin da nicht so.
Ich brauche da gar nicht in meinem holprigen Englisch antworten, denn gleich kommt die nächste Frage, nämlich ob ich verheiratet bin und Kinder habe.
Nee, verheiratet bin ich nicht und ja, ich habe Kinder. 10, um genau zu sein. Und nun denke ich, jetzt muss Ruhe sein.
Nix. Wie alt ich bin.
Schätzilein, ich bin schon scheintot, 49 um genau zu sein.
Ob ich ein aktuelles Foto schicken kann.
Ich schreibe, da ich ins Bett muss und wünsche eine gute Nacht. Und das auch nur, weil ich nicht weiß, wie man im holperigen Englisch schreibt:
Pass auf Schnittchen, ich schicke keine halb oder ganz nackten Foto an Idioten aus dem Netz und das Foto, das Du siehst, Du Spinner, ist drei Wochen alt….Vollpfosten.
„Mittwoch , 13 Uhr 30.“ C. ruft mir das im Vorbei gehen zu.
„Was?“ will ich wissen.
„Die Beerdigung.“
C. trägt mit D. Zeitungen aus, die schon getern raugemusst hätten.
Ich teile den Kindern beim Essen den Beerdigungstermin mit und dass ich Emails an die Lehrer schreiben werde.
C. kommt nach Hause. Als ich an meinem Kalender vorbei komme, frage ich noch einmal, ob ich Mittwoch, 13:30 Uhr richtig verstanden habe.
„Ach, Du wolltest auch mit?“
Ich bin in meinem Wäschekeller gegangen.

Eine fehlt, sonst sind das alles meine. Ich will keinen Krieg, keinen Luftkrieg, keinen am Boden, keinen bewaffneten Einsatz.
Ich bin dagegen. Völlig dagegen. Es muss andere Lösungen geben. Gewalt erzeugt immer nur Gegengewalt. Und DAS, was die vorhaben, kann nicht gelingen.
Ich will nicht, das die Schwager gehen oder die Schwägerinnen. Es ist mir egal, was diese Leute an der Spitze dieses Staates versprechen, mir war klar, das das nach Frankreichs Bündnisfall-Meldung nach hinten los geht. Warum kann man nicht Politikern die Wirbelsäule versteifen wie man es bei Rückenkranken macht, damit sie wenigstens einmal Rückrat zeigen…
Sehr geehrte Frau R.,
gern können Sie die von Ihnen sichergestellte Substanz aus den Taschen von D. dem Ihnen privat bekannten Polizisten zur Überprüfung geben; wenn er der Meinung ist, er muss Fussel aus Taschen ins Labor schicken, dann soll er das tun.
D. hat mir erklärt, das er der Einzige gewesen sei, der aufgefordert worden war, seine Taschen zu lehren, obwohl dort einige in Gruppe standen. Wenn er dieser Aufforderung nicht Folge leiste, werde man die Polizei holen. Ich habe ihm gesagt, dass man, wenn man nichts zu verbergen hat, sogar darum bittet.
Sind Sie wirklich der Meinung, jemand habe Drogen lose in der Tasche und laufe damit rum? Auch der Ihnen bekannte Polizist wird Ihnen tatsächliche Umstände des Drogenhandels erklären können. Und vielleicht sogar mal eine Schulung zur Senbsibilisierung mit Anschauungstücken.
Hier die Telefonnummer unseres Rechtsanwaltes: 0551/XXXXXX, Rechtsanwalt in Göttingen.
Er wird Ihnen sicherlich sagen können, wie fragwürdig eine solche Aktion ist und wieviel Beweiskraft Fussel und von nicht berechtigten Menschen sichergestellte Beweisstücke haben.
Damit ist die Sache insoweit für mich vom Tisch, außer dem Umstand, dass ich erwarte, das Sie mich anrufen, wenn Sie noch einmal D. Taschen kontrollieren wollen. Dann wird gewartet, bis ich da bin. Und dem Tipp-Geber können Sie gern etwas von mir ausrichten: Unsere Welt ist leider voll von solchen Idioten. Und mit sowas scherzt man nicht!
Mit freundlichen Grüßen,
Freitag nun hatte mir Salines Mutter SMSen geschickt, weil meine Tochter ja kein Einsehen zeige und ihre Tochter daran gehindert habe, sich vor die Klasse zu stellen und zu entschuldigen und Besserung zu geloben. So gehe es ja nicht.
Ich habe ihr darauf zurück geschrieben, das ich froh bin, das sich ihre Tochter, die am Tag vorher ohne Wissen ihrer Mutter in mein Haus gekommen war, sich in Gegenwart eines Besuchers geäußert habe. Und dass ihre Tochter am Vortag darauf hingewiesen worden, dass das Telefon morgens während der Schule nicht zu benutzen sei. Im Übrigen teilte ich ihr mit, das ich die Schulleitung informiert habe, was ich auch getan habe, und man sich um das Problem „Klein E.“ kümmere und bis dahin müssten da alle durch.
Ja, ich hatte in der Schule angerufen und gefragt, ob ich E. abholen soll. Sollte ich nicht.
Nun heute mussten Marlene und E. zum Streitschlichter. Sonst sind das immer Schüler, aber in diesem Fall war es eine Lehrerin.
Marlene hatte eine Prellung am Fuß. Dann schubste sie E., nachdem sie von Marlene gekniffen worden war, und dann war die Prellung schlimmer und Marlene brauchte Krücken.
E. hat sich entschuldigt und Marlene musste versprechen, nicht mehr gegen E. zu hetzen.
Hachja.
Saline war nicht in der Schule.
Als ich Kind war, war klar: DIE macht Gymnasium.
Die ist ja sowas von faul, aber sowas von intelligent. DIE macht Gymnasium. Das ging die ganze Zeit in der Grundschule so.
„Was willste denn mal werden?“ Diese Frage kennt jeder von uns. Und wer nur einfach „Groß!“ antwortete, galt als frech und so suchte man sich irgendeinen Beruf vor dem sonntäglichen Kaffeetrinken bei Omma aus.
„Was willste denn mal werden?“ wurde man da von den alten Frauen, strickend und häkelnd, gefragt.
„Hach, sie kann ja so gut mit Tieren…“ kam dann von mütterlicher Seite.
„Weiß ich nicht.“ kam dann vom Kind
„Na, wennse so gut mit Tieren kann, dann kannse ja Tierarzt…“
Bauer sollte unsereins nicht werden, das waren die Alten schon über Generationen hinweg und fanden das wohl keinen guten Beruf.
Gut, wird ’se Tierarzt. Immerhin hatte sie ja eine Schildkröte. Wenn man mit Schildkröten kann, kann man mit Tieren….
Also war klar: Gymnasium.
Und weil nun ich auf Gymnasium, musste mein Cousin auch. Man musste ja mithalten in einer Welt aus Schwab-Polyester-Fohlen-Mänteln und schokobraunen Mercedessen bei Becksbier und Würstchen.
Mein Cousin hat gelitten. Und kaum hatte sich meine Tante von der Brücke bei Bokenem gesprungen, verließ er die Schule und ging zur Polizei. Wollte er schon immer hin. Und auch das zeigt, jedes Schlimme hat auch immer was Gutes.
Ich machte weiter. Die is ja klug, die muss ja studieren.
Wenn man als Kind so ein dickes Ding in rosa wie ich war, hatte man beim Kuchen essen viel Zeit, den anderen zu zu hören und sie zu beobachten. Der Mund war ja voll. Da konnte man nix sagen.
Und früh wurde klar, was dieses „Mein Kind soll es mal besser haben als ich.“ für Auswirkungen hatte. Mich ließ das Gefühl nicht los, das da jemand die Träume seiner Eltern erfüllen sollte.
Während der ganzen Zeit auf einem Gymnasium in der Kleinstadt, in der ich groß geworden bin, fühlte ich mich fremd und fehl am Platze. Nein, ich habe keine Vokabeln gelernt, es sei denn, die Klassenarbeit stand an, dann habe ich zwei Tage vorher die Vokabeln des ersten Lehrbuches und die bis dahin, wo wir waren, aus dem zweiten Lehrbuch gelernt. Wozu sollte man etwas auswendig lernen, wenn man doch wußte, wo es zu finden war? Das reichte immer für ne vier, manchmal auch für ne drei. Je nach dem. Nach was eigentlich?
Die Geschichten in den Deutschbüchern, die wir besprechen mussten, fand ich doof. Ich habe,nachdem ich ziemlich schnell über Bille und Zottel raus war, die Büchersammlung meiner Mutter durchgelesen. Bücher von Jaque Costeau fand ich doof. Da waren nur die Bilder schön, aber Bücher von Robert Kennedy fand ich klasse, und Shakespeare aus der Stadtbibliothek, die auch Brecht auf Lager hatte. Kommt nicht so gut mit 12, 13, 14.
Herr Weißensee, unser Physiklehrer ,sagte klar im Unterricht: „Das ist nicht für die Damen in der letzten Bank, die brauchen das nicht.“ und sowas nimmt man gern. Also war ich in Physik eine Niete. Vier reicht.
Chemie fand ich doof und als Uta neben mir nicht weiter kam mit ihrem Spickzettel, habe ich ihr die Antwort aus dem Buch auf meinem Schoß abgeschrieben und gegeben. Und bin dann zuhause in irgendwelchen Büchern aus den Regalen der Bibliothek verschwunden.
In Mathematik war ich eh immer eine Niete. Da war ich mit ner fünf zufrieden, aber ich konnte keinen Lehrer wirklich überzeugen, das ich diese Sache mit den Arbeiten lassen kann, weil wir könnten die Note vorher festlegen. Kommt eh nix bei raus. Also habe ich die Stunden sinnvoll genutzt und habe die Latein und Englisch-Hausaufgaben gemacht.
Musik war auch nicht meins, beim Chorsingen war ich kläglich gescheitert. Kein Taktgefühl. Wie im richtigen Leben, jeder Fettnapf ist meins.
Später habe ich dann bei dem zwar in zwei Chören gesungen, aber macht ja nix.
Sport musste ich über Jahre nicht machen, weil ich eine Blockwirbelbildung im Genick hatte, eigentlich verwächst sie sich nicht, aber meine angeblich schon. Jedenfalls hatte ich die, was sich rausstellte, als das Mädchen in Rosa mit Kuchen im Bauch bei einer Rolle rückwärts erbärmlich scheiterte und dann in der Englischarbeit eine sechs schrieb, sie konnte den Kopf nicht mehr bewegen und durfte auch nicht nach Hause. Das war das einzige Mal, das meine Mutter in der Schule aufgeschlagen ist mit dem Attest vom Krankenhaus und mir mit Halskrause im Schlepptau.
Kunst war ich nicht so. Mein Kunstlehrer erklärte mir, ich könne eh nicht malen und in den höheren Stufen kam moderne Kunst dran und da lernte ich: schmeiss allen Müll zusammen, gib ne gute Begründung und zack , haste 15 Punkte.
Und Uta lernte und lernte und lernte. Und ich las Bücher, besuchte von meinem Taschengeld unser Museum und die Kirchen und alles, was man sich angucken kann, und Uta lernte und lernte und war jetzt nicht so der Oberburner in der Schule.
Ich kann mich anne Mathestunde erinnern, da hatten wir irgendwas mit Bruchkürzereien. Und sie häckselte die ganzen Zahlen in den Taschenrechner und das war mir zu blöd, weil, das dauerte mir zu lange. ich war im Kopp schneller. Nein, ich habe nicht erster geschrien. Sondern nur voll asselich gefragt: „Biste fertig?“
Meine Mutter hat es mit allem probiert. Wirklich allem. Von den Ohrfeigen flogen meine Brillen durch den Flur, mit Hausarrest und sechs Wochen kein Fernsehen über die ganzen Sommerferien, mit gut zu reden und Versprechungen, was ich alles bekomme, wenn…, kein Taschengeld,wirklich alles.Nix. Es war nix zu wollen.
Ich kann nicht erklären, warum ich die alle nicht ernst genommen habe. Ich nehme die auch heute noch nicht ernst. Und als ich vor vielen Jahren mal meinen Mitschülern auf nem Klassentreffen begegnet bin, da war es immer noch da, dieses komische Gefühl und der bittere Geschmack im Mund und ernst nehmen mit ihren Berichten ihrer Großartigkeit konnte ich die wieder nicht. Ich war nur froh, das ich da weg war, das war alles so unwirklich.
Und auch heute ist es noch so: Dinge, die mich interessieren, die sind sofort im Kopf. Dinge, die ich langweilig finde, Ladies, mim Auswendiglernen hab ich ’s nicht so. Ich muss es verstehen. Dann ist gut. Aber mit „isso“ und ab in den Kopf, geht nicht.
Ich weiß nicht, wie Eure Schulzeit war. Aber ich weiß, dass es sinnlos ist, aus einem Menschen einen anderen machen zu wollen als der, der er ist. Und ich habe mir nie Gedanken gemacht, was aus meinen Kindern anderes wird als „Groß und glücklich.“. Vielleicht ist das auch der Fehler, aber ich habe durch meine Schulerfahrung begriffen, das Kindheit und Schulzeit nicht so einen komischen Geschmack im Mund und ein seltsames Gefühl im Bauch haben müssen. Kindheit gibt es nur eine, Schulen ganz viele.
da wünsche ich mir, Du wärst einfach wieder da. Albern, ich weiß.