Call me Hulk!

Hulk mit  „U“ bitte.

Zum meinen bisherirgen Erfahrungen als Thekenschlampe und Cleanschlampe kommen jetzt erste Erfahrungen als Hochstablerin und Kartonschubse.

Gestern war ich durch. Euro-Paletten mit 36 15- Kilo-Kartons vollschichten, Ladies, das nicht meins.

Aber heute haben wir nur 10 Liter von Anti-Pilz-Mittel für die Landwirtschaft in Kartons gepackt. Ich musste nicht packen, musste auch keine Kartons auseinander falten, nein, ich musste was voll Hochtrabendes machen:

Die Gebrauchsanweisung in den Karton schmeissen, drauf achten, das es zwei verschiedene Kanister sind und *Trommelwirbel bitte* das ganze durch eine Klebemaschine schubsen. Kartonschubse halt.Hochstabler war heute jemand am hinteren Ende des Rollbandes.

Und seit heute weiß ich: Ich hab Bizeps. Hab ich echt. Tut weh. Und ich bin erstaunt, das ich sowas überhaupt besitze….

Mein Friseur mag mich wirklich nicht…

Weil ich ja Montag die neue Stelle antrete und noch ein Bewerbungsgespräch habe, bei dem gepflegtes Aussehen gefordert ist, bin ich heute zum Frisör und wollte wie immer, also brauner Grundton mit roten Strähnchen.

Ja, sie durften nicht mehr föhnen, nachdem seit dem Waschen die Kopfhaut brennt und juckt.  Ich habe die Haare dann noch mal zuhause gewaschen und sie sind bis an die Kopfhaut kaputt, will heißen, bis dahin muss Spülung, sonst lassen die sich nicht kämmen.

110 Euro hat das gekostet. Nee, da gehe ich nicht mehr hin, wenn in einem oder zwei Jahren meine Haare wieder heile sind und mein Kopfhaut nicht mehr juckt und Krusten bildet.

Windpocken Inkubationszeit

10 Tage bis drei Wochen, sagt Wiki. Ich bin sauer. Blöde Windpocken!

Ich gehe in die Küche, Kuchen fertig.

Bis drei Wochen…

„Immer, wenn Du sauer bist, dann gehst Du in die Küche und backst und kochst“, sagt Cri.

„Ich habe gar nicht gekocht und wenn ich den Gugelhupf nicht gemacht hätte, dann hättest Du bemängelt, das wir übrigen zwei Bleche Apfelkuchen haben und Du nix und Du würdest wieder sagen, ich würde Dich nicht lieben…“

 

Am 04. Januar nächstes Jahr

Wie sich das anhört! Noch ewig hin und ist es nicht.

Also an dem Tag beginnt mein neuer Job. Ich habe mich durchgesetzt, ich bin zur Zeitarbeit und hopse da erstmal durch die Auftraggeber. Für 30 Cent mehr die Stunde als Produktionshelferin mit einem unbefristeten Vertrag.

Und ich habe C. gesagt: „Ich nehme das Auto.“

Denn ich arbeite außerhalb und werde nicht mehr drei und mehr Stunden, vo allem, wenn die Bahn nicht fährt, auf der Strasse verbringen.

Von der alten Firma habe ich eine Abrechnung meines Urlaubs bekommen; es fehlen 10 Tage aus dem laufenden Jahr und acht aus dem Alten. Wie sollte es auch anders sein?  Allerdings habe ich langsam den Eindruck, das die nicht zu dumm sind, unsere Arbeitszeitkonten zu führen, sondern dass das Masche ist, weil es nicht nur mir, sondern auch anderen Kollegen passiert ist und laut Kununu auch an anderen Standorten vorkommt.

Vielleicht sollte man doch mal dem Zoll Bescheid geben oder der Staatsanwaltschaft….Aber das ist ein Job für das neue Jahr.

Friedwald

Wir sind Sonntag in den Friedwald gefahren.Mini wollte da schon die ganze Zeit hin und sie erklärte uns, sie müsse dorthin, denn Opa würde sie vermissen.

Wir haben Johann besucht:

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Und bei Johann liegen die kleinen Kinder, die in Wieda bei der Explosion des Hauses umgekommen sind, als der Vater sich und die beiden umbringen wollte, während die Mutter zur Arbeit war. Der Vater hat es überlebt, aber Mini bestand drauf, eine ihrer noch zwei Blumen bei den beiden zu lassen.

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Und dann sind wir zu Opa.

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Wir haben mit hochrotem Kopf und kloßigen Stimmen andere Menschen mit hochrotem Kopf und kloßigen Stimmen gegrüßt und sie haben uns ebenso zurück gegrüßt. Und das Schöne am Friedwald ist, das es nichts macht, wenn man mit der Fassung kämpft, weil da ganze viele mitten durch den Wald laufen und genauso mit der Fassung kämpfen, während auf den Wegen Spaziergänger und Jogger laufen. Man darf einfach traurig sein und es fühlt sich noch ganz traurig an und MIni hopst dazwischen herum wie ein kleiner bunter Vogel, verteilt die letzten Rosenblüten von ihrem Rosenstrauch aus meinem Garten und macht die Herzen auf und wir fangen an zu reden.

Wir haben dann noch einen Geo-Cache gesucht und ihn auch, immer noch um Fassung ringend, gefunden:

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Und sind zum Dunkelwerden heim. Haben zuhause darüber gesprochen, wie sich die Beziehungen so ändern, was den einen und den anderen verletzt, wie wenig gesprochen wird und das es so furchtbar schnell auf einmal ging, dass der Opa weg ist.

Und heute meldete sich die Oma, die Frau vom Opa, und ich habe sie eingeladen, weil es wichtig ist, zu reden und zu sprechen und einfach mal Kaffee zu trinken und wir führten wieder das Gespräch, dass es so schnell ging und hätten noch lange erzählen können, über die Familie, die Alltäglichkeiten und erklärten Mini, die immer wieder sagte, sie vermisse Opa, das es uns genauso geht.