Reden

ist gar nicht so einfach und es hat auch schon eine Menge Verzweiflung gebraucht, bis ich heute mit meinem Chef geredet habe.

Aus der Wechselschicht bin ich in die Frühschicht gekommen, nur Frühschicht. ich bin befördert worden zur Vorarbeiterin mit gleichem Lohn. Meine Schulung bestand in „Hier bestellst Du Material, hier holst Du die Sticker…und naja, ich bin auch ins kalte Wasser geschubst worden“ und an die Linie versetzt worden. Eine Linie, die man normalerweise mit acht Mann macht, wir waren nur vier.

Warum ich aus dem „Team“ geflogen bin? Ich bin nicht auf die Einladung zum Essen eingegangen, bin nicht zum Geburtstag meines Vorabeiters gefahren und habe auf die Frage nach meiner Adresse nur mit der Strasse reagiert, weil ich absolut kein Interesse habe, mit diesem Mann irgendwas außerhalb der Arbeit zu machen.

Und anfangs war ich noch froh darüber, das er ein neues Opfer in Form einer Frau gefunden hat, aber mir schmeisst diese Geschichte alles durcheinander. Und ich habe schon heute morgen beschlossen, einfach zu versagen. Wir haben genau eine Palette weniger geschafft als wir gemußt hätten. Als „Vorarbeiter“ hatte ich weder Messer noch neue Handschuhe, keine Ahnung, wo die fertigen Paletten hingestellt werden und was man tun muss, wenn man im Scanner falsch im Menue ist. Pflaster gab es auch keins und die Kartons sind scharfkantig. Arme wie ein Borderliner….

Ich habe die Smsen ausgehoben und die Schachtel mit den Sternen und habe beschlossen, mir von einem Trinker, auch wenn er mein Vorarbeiter ist, nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen und mich aus der Gruppe, die, wenn sie gut ist, weiter in der Firma bleibt, auf ein auslaufendes Projekt jagen zu lassen, nur weil er bei mir keine Stich landen kann.

Und deshalb habe ich mit meiner Chefin aus der Leihfirma gesprochen und seit dem Moment bin ich unendlich erleichter und werde ab heute Buch führen….SO nicht mehr mit mir.Damit das mal GANZ klar ist!

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4 Gedanken zu “Reden

  1. Gut, dass du das gemacht hast. Solche Typen gehen (meistens ganz richtig) davon aus, dass Frauen nichts anderes übrig bleibt als sich so etwas gefallen zu lassen. Und mal ehrlich: Was war denn so schlimm daran, ER ist doch ein Supertyp? Wer würde dazu schon Nein sagen? (Denkt ER – nur dass dir klar ist, dass das nicht ist was ICH sage …)

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