Gleitsicht letzter Teil

Sehr geehrter Herr Optikerladenbesitzer,

am 6.11. habe ich meine Lesebrille und meine neue Gleitsichtbrille abgeholt.

Meine neue Lesebrille ist toll, ich kann mit ihr sogar über eine Distanz von mehr als drei Metern klar sehen, lediglich die Schrift wird dann schwierig.
Ich kann auch gut mit ihr im Nahbereich sehen.

Meine neue Gleitsichtbrille kann ich nicht nutzen.
Am 6.11. war ich zweimal in Ihrem Geschäft. Einmal, um sie abzuholen, und dann noch mal, weil sie drückte. Beim zweiten Mal wurde ich mit „Sieht aber gut aus.“ und ich müsse mich gewöhnen nach Hause geschickt. Ich habe die Brille bis Samstag vormittag getragen und dann die alte rausgekramt, weil die Druckstelle hinter dem Ohr mittlerweile zu groß war.

Am Montag drauf war ich wieder zweimal in Ihrem Geschäft. Die Brille wurde gerichtet und ich müsse mich gewöhnen.  Ich bin dann eine Stunde in der Stadt geblieben zum Gewöhnen, weil ich rechts nicht gucken konnte und mir damit Auto fahren nicht zu traute. Es war, wie wenn ich rechts ins Leere treten würde. Beim zweiten Mal wurde nachgerichtet. Abends habe ich dann wieder meine alte Brille getragen. Da wackelte schon der rechte Bügel und ich war richtig enttäuscht.
Dienstag besuchte mich meine Mutter und forderte mich auf, nicht einfach die neue Brille im Schrank liegen zu lassen, weil das bei  500 Euro einfach zu viel sei.

Also bin ich Mittwoch noch einmal in ihr Geschäft gekommen und da war eine andere Dame, das war am 11. November. Diese Dame arbeitet schon lange bei Ihnen. Sie richtete mir die Brille und auch so, das sie nicht aus mir Zwerg Nase machte. Ich konnte gucken. Die Pads waren auch gegen harte getauscht; weich vertrage ich nicht.
Abends ditschte meine vierjährige Tochter mit dem Kopf gegen die Brille und sie saß wieder blöd.
Ich habe dann mit Absicht gewartet, weil ich hoffte, am nächsten Mittwoch wieder die Dame vom 11. November anzutreffen.
Am 18. November kam ich mit einer Hühnerei großen Verspannung im Nacken und Kopfschmerzen mit Übelkeit in Ihr Geschäft. Die Brille wurde wieder zweimal gerichtet; Zwerg Nase kam dabei wieder raus und die Kopfschmerzen und Nackenverspannung sind nun weg, weil ich seit Mittwoch wieder meine alte Brille trage.

Manchmal fühle ich mich betrogen, aber ich weiß selbst, dass es dazu keinen Grund gibt, weil ich mich habe bequatschen lassen. Immerhin war ich ursprünglich in Ihr Geschäft gekommen, um mir Einstärkenbrillen machen zu lassen. Eine für die Ferne und eine für die Nähe. Ursprünglich wollte ich auch darum bitten, ob die Möglichkeit besteht, im nächsten Jahr Einstärkengläser in die Brille zu setzen, auf meine Kosten versteht sich, weil selber Schuld, aber der rechte Bügel wackelt durch die ganze Biegerei schon so sehr, das ich das als sinnlos erachte.

Ich bin ursprünglich in Ihr Geschäft gekommen, weil mir zwei Brillengesichter Ihr Geschäft empfohlen haben. Ein guter Optiker ist mit Gold nicht aufzuwiegen. Und weil die alte Brille gar nicht von Ihnen war, habe ich für das Richten gern einen Obolus gelassen.  Ich trage seit 43 Jahren Brille; ich hätte einfach auf mit vertrauen sollen und den Quatsch mit der Gleitsichtbrille lassen sollen. Rausgeworfenes Geld.

Ich habe Ihnen das jetzt geschrieben, um das Thema auch für mich abzuschließen.

Mit freundlichen Grüßen,

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3 Gedanken zu “Gleitsicht letzter Teil

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