Omma

„Wer nimmt den die vielen Tabletten?“ Omma ist mürrisch, als ich dem jungen Vater einen Riegel Schmerzmittel reiche. Er hat Zahnschmerzen und es ist Wochenende.

„Erstens sind es nicht viele, weil der Arzt mir immer die Familiepackung verschreibt, und zweitens sind es meine gegen meine Kopfschmerzen.“

„Du hast Kopfschmerzen?“

„Ja, etwa alle zwei bis drei Wochen eine Woche mehr oder weniger lang, mit Aura und ohne.“

Omma schweigt und guckt mich kritisch an.

„Kopfschmerzmittel helfen doch gar nicht.“

„Stimmt, manchmal nicht, aber meistens lindern sie soweit, das ich aufrecht gehen kann. Jetzt nicht unbedingt Dinge, die auf dem Boden liegen, oben in ein Regal einräumen, aber aufrecht….“

„Die machen doch nur noch mehr Kopfschmerzen und außerdem machen sie die Leber kaputt. Die lagern sich da ab.“

„Farbstoffe von  Smarties auch und wir essen die trotzdem.“

„Und im Gehirn, da auch….“

Ich esse Kuchen, fiese Sachen sagt man nicht zu Menschen, die lange Jahre selbst Konsumenten verschriebener Schmerzmittel waren.

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5 Gedanken zu “Omma

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