Nudelmaschinen und Waschküchen

haben denselben Sinn.

Letzte Woche war ich sonntags wieder brav in der Hundeschule. Aus der Welpengruppe sind wir prompt rausgeflogen….so kurz nach Weihnachten selbstredend. Außerdem ist Olaf schon groß…egal.
Ich könne aber gerne in die Junghundegruppe wechseln, wenn ich wolle. Ich dachte an meinen Nachbarn und wollte.
Mein Nachbar hat Angst vor dem Hund. Es ist nicht so, das er ihm, also der Hund dem Mann je irgendetwas getan hat außer das hier:
DSC_0568
Olaf läuft einfach gern über das Garagendach. Das Haus dahinter ist das meines angstvollen Nachbarn. Olaf läuft zwar ein Stück auf der anderen Seite wieder herunter, aber hier war er gerade auf dem Rückweg, weil vor der Haustür meines Nachbarn plötzlich Leute waren….
Ich mag seine Eigenheit, einfach die Flucht zu ergreifen, wenn ihm eine Situation nicht geheuer ist.  Lupus machte das auch und ich fand das immer gut. Ich verteidige meinen Hund und mein Revier und nicht umgekehrt.
Aber der Hund macht ihm Angst. Und er dem Hund, wenn der Mann am Gartenzaun steht, das unsere Grundstücke trennt, und den Hund immer ruft.
Also wollte ich in diese Junghundgruppe. Ich hatte gerade damit angefangen, mit Olaf Leinenübungen zu machen und wäre für jeden Tip dankbar, der dem Hund das Leben mit mit einfacher machen würde.
Aus dem Netz hatte ich, nachdem ich ein Video mit einer Hündin gesehen hatte, die genau dieselben Anstalten bei Spaziergängen machte wie der meine, die Idee aufgegriffen, ein Geschirr zu nutzen und immer, so bald die Leine auf Zug ging, stehen zu bleiben, bis der Hund wieder neben mir war und wir weiter laufen konnten.
Alles falsch. So wurde es mir von dem Mann von der Welpengruppe erklärt. Okay, also kein Geschirr und stehen bleiben…..
sondern umdrehen und weggehen.
Dann, nach einem langen Spaziergang war es endlich so weit. Die Gruppe ging los. In Ausgangsposition gehen, das ging noch. Aber dann war es Olaf zu blöde und er zog wie die Sau. Und damit war ich raus.
Das Ende vom Lied nach einem Pfund Leckerlies war: Der Hund ist zu fett. Der muss hungern. Der Hund muss mehr hören und das Halsband ist falsch und das Geschirr sowieso.  Meine Leckerlies sind falsch, weil er nach einem Pfund von den Dingern keinen Bock mehr drauf hat.Ich habe eine Fuß und Platz _Hausaufgabe bekommen, eine Liegenbleib -Hausaufgabe und heute nachmittag gibt es eine Einzelstunde, in der ich lernen soll, was ud wie Olaf etwas weh tut. Und ich soll Leckerlies besorgen, die der Hund immer frißt. Zum Beispiel Frolic.
Nach dem ganzen Rumgereiße an ihm war Olaf durch. Er lag den ganzen Tag nur noch auf seinem Platz und wechselte nur die Stockwerke, wenn er dazu aufgefordert wurde. Er war mir unheimlich.
Und während ich nachmittags an meiner Nudelmaschine stand und über zwei Stunden die Menge für unser Essen durchdrehte, dachte ich immer darüber nach. Ich will gar nicht wissen, wie man gekonnt einem Hund weh tut.  Ja, ich habe auf die Zugleine gewechselt, wie Anno-Dune-Mals und es geht. Und natürlich gucken mich die ganzen Elo -, Schäferhund- und Corgie-Besitzer böse an, wenn der Hund in der  lila Leine mit Zughalsband läuft.
Ich brauche keinen Hund, der schußfest ist. Und ich brauche auch keinen Hund, der mich anhimmelt, weil ich ihn Fuß gehen lasse oder irgendwo ablege, bis ich wieder komme.
Das Problem ist nicht der Hund. Das Problem ist das Problem, das ich mit den ehrwürdigen Leuten um mich herum habe.
C. sagte so lieb, das einen Hund zu erziehen wohl eine eigene Kunst für sich ist.
Und seit der Mann von nebenan, der , der Angst vor Olaf hat, sich auch noch einen Australien Sheppard gekauft hat, ist es ganz vorbei. Jeder sieht in Olaf irgendwas Kampfhundiges. Und wer genau hinguckt, der sieht, das das, was drin sein soll, ein Pointer nämlich, genau so einen dicken Kopf hat,die Ohren sind nur länger. Und die Nase immer am Boden oder auch in der Luft, Wildgänsen hinterher guckend.
Und jedesmal bekomme ich von den Jagdhundebesitzern des Hundeplatzes mit den dürren Rhodesian Ridgeback, von denen ich immer dachte, es werden so muskolöse Brocken, weil ich die bis dato nur muskolös kannte, jedesmal bekomme ich von denen zu hören, das ja Kampfhunde auch gute Hunde werden können, wenn man sie gut sozialisiert.
Noch mal: Olaf ist kein Kampfhund. Kein Listenhund, kein was weiß ich.
Ja, und Olaf ist nicht kastriert. Es ist ja auch nicht jeder Labrador kastriert oder Schäferhund oder Dackel.
Und ich will meinen Spass weiterhin mit ihm haben.
Wir sind jetzt bei Kiste 2.0. .
Kiste 1.9 ist das hier:
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Wie kommt überhaupt jemand auf die saublöde Idee, das ein Hund einen Australien Sheppard auffressen könnte, nur weil er schwarz ist, mit Katzen spielt und nen blöden Namen hat?
Diesem Hund wird nicht wissentlich weh getan, nur weil mein Nachbar Angst vor ihm hat und ich vor meinem Nachbarn Angst hab!

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