Das Ende einer Ehe…

ist in den seltentesten Fällen einvernehmlich, harmonisch und schön.  Schön kann es schon sein, für den, der sich entschlossen hat, zu gehen, weil er seine Harmonie mit diesem Entschluß wieder gefunden hat.
„Ein Arbeitsverhältnis ist verlgeichbar mit einer Beziehung – Wenn da ein Anwalt reinkommt und schreibt, dann ist das alles kaputt.“ So sagte mir ein Arbeitsrechtsanwalt. Ich sollte doch noch mal…blablabla. Was er vergessen hat, ist die Tatsache, das wenn einer von beiden eine Anwalt hin zu zieht, das dann das Verhältnis schon richtig gestört ist, also eigentlich kommt der immer dann, wenn die Scheidung kommt.
Nun ist mein Scheidungsantrag gegenüber meiner Förma noch einmal um ein paar Wochen hinausgezogen worden. Aber seit Dienstag brodelte der Entschluß: Ich will die Scheidung! Ist mir egal, was danach kommt, ich will die Scheidung!

Und seit Freitag schlage ich mich mit dem Gedanken: Morgen wird es besser, morgen kannst du da problemlos wieder hin.
Am Ende einer Beziehung sagt man dem Partner in der Regel diese wenigen Worte: „Hör´ma! Is`aus. Das war`s!“ und dann geht oft ein Drama los. Das war´s habe ich schon gesagt und die Kollegen haben mir vorgeschlagen, PC´s mitzunehmen. Aber ich will sie nicht haben und habe drum gebeten, die Kofferräume der Kollegen zu nutzen, die die Dinger auch nicht wollen, nur einen anderen Job.
Wenn wir in der Abteilung mit einer übergeordneten Person im Gespräch stehen, kommt einer der Kollegen, der mal eben nebenbei anmerkt, das die mitsprechenden schlecht über die übergeordnete Person sprechen, auch über die Kollegen, über die Firma, eigentlich über alles….trotzdem hat sich noch niemand unserer erbarmt. Kein Einschreiben im Briefkasten.
Dann kam der Vorschlag, ich könne doch jemanden verprügeln. Allerdings wies ich dann auf den Vorfall in der anderen Abteilung hin, bei dem einer der beiden im Spaß-Schubsen einen komplizierten Handgelenk-Bruch erlitten hat. Wobei…wir schubsen uns ja hier auch immer zum Spaß. Ich mein, mal isses ein Bein, dann der Kopp, ein anderes Mal ist es eben ein Handgelenk…normalste Sache von der Welt.
Ich holte mir Rat von einer Kollegin. Die war sogar so weit gegangen, das sie zu ihrem Teamleiter gegangen ist und sagt:
„Elfie, ich habe keine Lust mehr auf die Arbeit. Ich will nach Hause. Kündige mich!“ Immerhin hatte die Kollegin schon seit Jahren alles versucht. Zu spät zur Arbeit, zu früh wieder weg. Zu wenig gearbeitet, ALLES und alles war fruchtlos.
Aber auch diese Offenheit brachte nichts. Sie bekam nur ein persönliches Gespräch.

Ich habe keine Lust, mir Häkelzeugs mit in die Firma zu bringen, um die Zeit zwischen den Aufträgen totzuschlagen. Den Arbeitsmangel habe ich versucht darzustellen, in dem ich durch die Abteilung gelaufen bin und Gespräche mit Kollegen angefangen habe. Nix.
Nun bin ich, wie man am Ende einer jeden Beziehung zu dem Schluß kommt, auch zu solchem gekommen: Ich muss ausziehen.
Also lese ich Stellenanzeigen. Und es gibt auch was richtig Interessantes. Bei der Post. Und während ich denke:“ Ja, das würde ich mal gern machen!“, da ist es, wie am Ende einer jeden Beziehung – Vertrauen ist alle. Ich glaub nix mehr.
Wie soll so ein Vorstellungsgespräch laufen? „Sagen Sie nichts, geben Sie mir nur den Vertrag. Nur was schrifltich ist, zähl?“
Also habe ich beschlossen: Ich bewerbe mich bei der Zeitarbeit. Die lügen immer, habe ich im Netz gelesen und im Fernsehen gesehen. Da kann ich mir sicher sein, auf was ich mich einlasse. Und ich muss hoffentlich nicht ein Sodoku mit zur Arbeit bringen, um nicht blöd da zu sitzen.

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2 Gedanken zu “Das Ende einer Ehe…

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