Omma sein Umzug Teil II

Gestern war nun Wohnungsübergabe an die Genossenschaft. Viel war ja nun nicht mehr in Omma seiner alten Wohnung, paar Löcher zu machen, Schließzylinder wieder wechseln, Nägel aus der Wand.

Knet kommt auch mit, weil der hat das Werkzeug und weiß, wie man den Wasserabsperrhahn ausbaut und traut sich auch an die Steckdoseabdeckung ran, die beim Umzug kaputt gegangen ist.
Omma stellt ihren Korb in eines der leeren Zimmer. Ich greife mir das Acryl und gehe mit Kenneth in die Küche. Als ich die Dübellöcher der Küche zuschmiere sagt er:
„Hey,  die müssen alle raus.“
Ich: „Nö. Siehste doch, das man da drübber schmieren kann.“
Wir schicken Omma die Plastikabdeckung für die Steckdose holen und was zu Essen für unser klein C. sollse bitte auch mitbringen.
Ruckzuck sind der Knet und ich fertig.  Er hat mich angesteckt und ich bin froh über die Pause.
„Komm“, sag ich zum Knet, „wir gehen runter und warten da auf Omma, kann ich wenigstens noch eine rauchen.“
Die Schlüssel zur Wohnungsrtür oben will mir Knet geben, aber ich will sie nicht. Ich bin ein Schussel.
Wir gehen mit Cassandra runter, setzen uns auf die Stufen vor dem Haus, die Haustür fällt ins Schloss.
Bisschen gequatsche und aus Spass zeige ich auf die geschlossene Haustür hinter uns und sage: „Na hoffentlich hat Omma den Schlüssel dabei.“ Omma hat immer ihre Schlüssel dabei.
Omma kommt, hat Steckdosen und Brötchen dabei, nur keinen Schlüssel.
Was dann los war, das kann man nicht sagen.
Ich hab die beiden meckern und streiten lassen und bin zum Hausmeister rüber. Der fuhr mir vor der Nase davon, aber seine Frau hat ihn angerufen und geholt.
Der Hausmeister kam, hatte aber auch keinen Schlüssel zum Hauseingangstür. Er fragte nach offenen Fenstern. Aber Omma war ja nicht in der Wohnung, da ist nie was offen.
Kellerfenster? Mir fiel ein, das Omma sein Kellerfenster ja schon seit dem letzten November kaputt ist.
„Da muss man ganz schmal sein, um da durch zu kommen…“ Ich msutere klein C. Die passt zwar durch, aber was die dann macht, das kann man nicht steuern, und während ich noch überlege, wie man meinen Knet da durchdrücken kann, sagt Omma, das der Keller eh von aussen verschlossen ist.
Ich frage nach der Schnitte aus dem Büro von der Wohnungsgenossenschaft. Die ist zwar nicht mehr im Büro , aber wohnt ja auch um die Ecke. Ich nehme die Schnitte mit. Wenn man mit so einem Zwerg vor der Tür steht und doofe Sachen fragt, wird man nicht so schnell angebrüllt.
Aber die Schnitte aus dem Büro ist nicht da, also klingele ich bei ihren Eltern, die drunter wohnen und die ich schon kenne, seit ich sooooooooooooooo klein war wie die klein C..
Ich sage, wer ich bin, was passiert ist und frage, ob die Bürokraft, ursprünglich gelernte Diätassistentin, aber ihr Vater hat nach ihrer Einstellung als Bürokraft den Vorstand der Wohnungsgenossenschaft verlassen, ob eben jene Frau nun da ist.
Isse nich. War klar, oder?
Dann erzählt mir ihre Mutter, das sie meine Mutter ja aus dem Krankenhaus kennt, weil ihr Jörg und ich ja um die selbe Zeit geboren wurden. Wer ist Jörg, will ich von Omma wissen, als ich wieder da bin.
Omma weiß wer Jörg ist, aber wir reden jetzt nicht weiter über den. Der Hausmeister geht zu Jabba, dem Vorsitzenden der Wohnungsgenossenschaft, kommt aber auch ohne Schlüssel zurück und erklärt, das Jabba versprochen hat, vorher ins Büro zu fahren, aber gucken muss, ob es noch einen Schlüssel zur Haustür gibt, weil da mal einer kaputt gegangen ist, und Omma zwei für die Haustür hat und die neuen Mieter eben auch. Er hat zwischenzeitlich auch mit den neuen Mietern unter Omma telefoniert, aber die sind erst ab fünf da und können keinen Schlüssel bringen.
Als er weg ist, frage ich Omma, wo denn die Mieterin unter ihr Arbeit , weil das ja auch wieder nur irgendwo hier um die Ecke ist.
Omma sagt mir, wo sie arbeitet und bevor sie wutentbrannt davon dampft, sage ich ihr, dass ich mit Knet da mal eben rumfahre und frage, ob sie uns nicht den Hauseingangstürschlüssel leihen kann. Fragen kann man ja.
Aber bevor wir da landen, schmipft Knet erst noch ordentlich mit mir, das er das nicht abkann, was unser Omma ihm alles an den Kopf drückt, das er nicht sofort Hoppchen machen kann, wenn sie anruft, das er es gemein findet, das sie ihm vorwirft nix fertig zu machen….
Nach einem großen Kaffee von Mäkkes is besser.
Dann hin zur  Praxis, aber da macht keiner auf, also zurück zu Omma seine alte Wohnung.
Jabba kommt, im Gepäck den Quäler von Darth Vader, schließt auf und alle verteilen sich über die Wohnung. Zwar keine Möbel drinne, aber rappel dicke voll mit Leute. Immerhin war der Knet da, unser Omma und ihre Freundin, klein C und ich und die beiden vom Vorstand.
Als ich an Ommas ehemaligem Ankleidezimmer vorbei gehe, sehe ich da einen dürren langen Mann und denke: „Noch einer vom Vorstand???“
Als ich mich ihm vorstelle, gibt er mir zwar die Hand und nuschelt. Es stellt sich raus, das das der Nachmieter ist.
Cool, die sind echt effektiv,d ie von der Wohnungsgenossenschaft, gleich am Tag der Wohnungsübergabe und Omma hat ja bis Ende September gemietet, den neuen Nachmieter mitbringen. Hatten wir nicht irgendwie so ein Gefühl, das es da schon jemanden gab, der auf Omma seine Wohnung spekuliert?
Als der Vorstandsvorsitzende der Wohnungsgenossenschaft, Jabba, in der Küche ein Beratungsgespräch mit dem neuen Mieter beginnt, unterbreche ich und sage:
„Wollen wir nicht erstmal das eine zu Ende bringen? Dann können Sie sich doch in Ruhe mit dem jungen Mann unterhalten.“
Wir bringen zu Ende und raus da. Fertsch.

Bei Omma zuhause erfahre ich, das zu der Zeit, als wir die Küche rausgebaut haben, einer ihrer Nachbarn in der Seitenstrasse überfallen und ausgeraubt worden ist. Ich fühl mich verarscht, weil wir haben nix mitbekommen.

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