Weihnachten

 

Dieses Jahr ist es anders. Ich mochte die Weihnachtsvorhänge dieses Jahr nicht raus holen und habe es gelassen.

Selma war dieses Jahr dran mit dem Baumaussuchen und C. und sie haben ihn dann auch gleich aufgestellt.

Mir war so doof und so holte ich eine Miniweihnachtskette raus und fand eine rote Kugel und raus kam das:20181217_172712

Mini, die in der Küche war, knallte ihren Kopf auf die Arbeitsplatte und fing bitterlich an zu Weinen, also stiefelte ich den Keller und holte das Weihnachszeugs raus und erst, als das ganze so

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aussah, war sie zu frieden.

„Kein Lamette“, hatte C. gesagt. „Das hängt den Katzen eh nur aus dem Arsch und das ist ekelig!“

Ich habe es wirklich versucht ohne Lametta, aber er sah nur hässlicher aus als ohne Schmuck.

„C., DAS geht gar nicht, der ist so häßlich!“

„Na, dann mach halt Lametta….“

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Er sieht immer noch schlimm aus, aber im Dunklen geht’s. Die Katzen haben auch schon dran gearbeitet…..Bisher kein Lametta am Ausgang der Katzen…

Aber dieses Weihnachten steht unter einem anderen Stern als alle davor.

Letzte Woche lag ich flach. Richtig flach, mit Fieber, Knochenschmerzen, Husten und Zwerchfellschmerzen.

Und Mini jagte mich hoch und ich musste ihr helfen. Sie hatte von der Oma aus Seesen zum Geburtstag ein Backbuch geschenkt bekommen und wollte mit den kleinen Plastikmeßlöffeln Kekse backe. Herzchen an Stielen.

Als half ich ihr, den Teig zusammen zu kneten und war dankbar, daß der Teig gut durchkühlen mußte. Am nächsten Tag mußte ich wieder hoch, zeigte ihr, wie man den Teig ausstechbar machte und schob und holte die Bleche mit den Keksen an Stielen und ohne Stiele aus dem Ofen.

Sie stellte die Stiel-Kekse in einen schmalen Rührbecher und die ohne Stiel in eine Schüssel und ich dachte, wir wären jetzt mit dem Thema durch.

Gestern, es geht mir seit gestern besser, da jagte sie mich  wieder in die Küche, ich solle endlich den Zuckerguß machen  und sie dekorierte die Kekse mit Einhörnern.

„Die müssen noch zu Wiebke.“

Wiebke ist die Reitlehrerin auf einem ganz kleinen Reiterhof hier in der Nähe und erlebt das erste Weihnachten ohne ihre Mutter.

Mir wurde klar, daß uns neue Lieben in unser Leben geschickt werden, um uns auch in untröstlichen Situationen Trost zu spenden. Und es ist ein ganz leiser Trost, der das Loch im Herzen nicht einfach füllen kann, aber es ist einer.

Also habe ich Mini geholfen, die Keksherzchen mit der Glasur und den Zuckereinhörnern zu einem Strauß zu binden und habe das Ganze vor dem unaufhörlichen Regen draußen mit Frischhaltefolie geschützt. Und sie hat es Wiebke gebracht.

Mini ist vor zwei Wochen acht geworden und Anfang Dezember hatte sie einen Notfalltermin bei ihrem Neurologen. Ihr war es in den Tagen davor nicht gut gegangen und sie klagte über Kribbeln im Kopf. Also sollte untersucht werden, ob es einen epileptischen Anfall und damit einen Rückfall gegeben habe.

Mini und ich hatten  Zeit für uns allein. Ich fragte sie, warum ich das tat, weiß ich nicht, also ich fragte sie, wie sie denn mit den ganzen Veränderungen in unserer Familie umgeht. Wie es ihr damit geht, daß so viele weg sind und auch nicht kommen, um uns zu besuchen.

„Sie haben einfach vergessen, daß sie mich lieb haben“, sagte sie von der Rücksitzbank.

„Was?“ Diese Antwort hätte ich nun wirklich nicht erwartet.

„Ja, die Großen, die haben einfach vergessen, daß sie mich lieb haben, aber Patty, Selma und ich, wir haben uns versprochen, daß wir das nicht vergessen….“

„Was nicht vergessen, Mini?“

„Na, daß wir uns lieb haben. Wir vergessen das nicht.“

Ihr erinnert Euch, Patty und Selma  sind meine Enkelinnen, die jetzt das dritte Weihnachten in meinem Haushalt feiern und immer wieder erleben, daß ihr Eltern zeitweilig nicht zu Besuch kommen aus Gründen, die nur ihre Eltern kennen.

Diese Erlebnisse passen nicht nur zu Weihnachten sondern immer in dieses Leben.

Also wünsche ich Euch allen frohe Weihnachten und daß wir alle unsere Lieben nicht vergessen und wenn wir uns entlieben, daß wir nicht vergessen, mal geliebt zu haben.

 

 

 

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Viel zu erzählen und doch wortlos…

Diese Woche war klasse, kaum ein Problem behoben, gleichmal drei Neue.
– A. ist von der Klassenfahrt ausgeschlossen
– Minimi hat Absence-Zustände, die sich häufen und muss in die Neurologie
– Klein E.hat die Türschiebe zerdeppert. Sie war sauer, passiert ist ihr nichts.

Ich würde mal sagen, die Türscheibe ist das geringste Problem angesichts der Tatsachem das A, bis zu den Sommerferien von der Schule ausgeschlossen wird.

Haussegen ….

muss nicht schief hängen dank Wasserwaage und Lasermessung, tut´s aber trotzdem dauernd……
Das Kind soll ein Puppenhaus bekommen.
Und hatte ich anfangs noch an „Dirki Oppermann sein Vater “  gedacht, der seiner Tochter eine Puppenstube mit allem Schiss und La Weng selber gemacht hat, stellte sich schnell heraus: Die Bastelarbeiten, die das Ding besonders machen, sind dank Amazon nur eingeschränkt nötig.
So. Und wie habe ich das erfahren? Auf Omma seine Party, als wir unten im Auto saßen, weil C. den Geruch von Pizza nicht abkann.
„Du, in 14 Tagen musst du doch sonntags nicht arbeiten. Ich muss da mal zu meinen Eltern.“
„Ja, mach.“
„Du wirst immer so komisch, wenn es um meine Eltern geht….“
„Nein, werde ich nicht.“
Nunja, wer würde da nicht komisch werden, wenn man mit der Begründung „Du hast ja nicht gefragt, ob Du zum Geburtstag meiner Mutter mit kannst“ oder “ Du kannst nicht mit, weil Du nicht genügend Interesse an meiner Familie zeigst…“, was bei mir immer noch die Frage aufwirft, wie man genügend Interesse an seinen Schwiegereltern zeigt, zumal die Frau ja nicht mal sehen sollte, das ich ne Häkelära habe, weil sie dann auch häkeln würde (O-Ton Sohn), also, wer also aus den genannten Gründen nicht zu WEihnachten mit zum Essen darf oder aber zu den Geburtstagen.
Gut, ich habe es auch versaut, das muss ich gestehen.
Als ich mit Minimi schwanger war, da stand die Mutter von C. vor mir und schlug vor, dass sie doch ihre Arbeit aufgäbe, damit sie sich um Minimi kümmere und ich weiter studieren könne. Ich guckte an C. rauf und runter, an ihrer dicken Tochter und deren Sohn und sagte nur: „Nein. Das Recht der Oma ist es, Kinder abzugeben , wenn sie brüllen und stinken. Und Du hast schon viele Kinder groß gebracht, jetzt ist es DEINE Zeit.“ ( Anmerkung: 4 waren es.)
Ich weiß, ich hätte mir den Blick sparen sollen, aber ich konnte nicht, es war irgendwie zwanghaft.

Nun ja, zurück zum Puppenhaus.
Nachdem wir nun geklärt hatten, das ich nicht komisch werde, sagte er mir,d as das Puppenhaus für das Kind als Rohbau käme und seine Mutter es aufhübschen werde. DAS sei ihr Beitrag zum Geburtstag.
blibla 012
Jemand, der das für gekonnt und schön hält, macht mir Angst, es sei denn, der Maler ist ein Grundschulkind.