Update

Der Oktober war nicht meins. Nicht unsers.

Ohne zu übertreiben kann ich erklären:

Ich bin auf den Kopf gefallen.

Tatsächlich, wirklich und wahrlich.

Hatte ich doch einen Hundepsychiologin beschäftigt, die mir eindringlich erklärt hatte, ich müsse Olaf nehmen wir er ist. Und zu den Grundprinzipien gehörte auch, dass, so Olaf auf mein Rufen nicht zu mir kam, aber wenigstens den Kopf zu mir bewegte, dass dann sein Weiterlaufen allein in freier Wildbahn eben in jenem Moment die Belohnung sei…

Da Olaf immer an der Leine zerrte und mir jeden  Spaziergang versaute,  er auf Geräusche reagierte, zur Seite aus zu weichen suchte, aus diesem Grund kaufte ich eine Flexi-Leine.

Und das wurde mir zum Verhängnis. Er funktionierte ganz gut und Spaziergänge machten wieder Spaß. Die Gier, mit dem Hund einfach wieder draußen zu sein, bei Regen, Sonnenschein und wildem Wetter….ich sah mich am Ziel.

Bis Mittags am 5. Oktober. Da sprang aus einem Garten dem Olaf direkt vor die Nase und sein Vier-Rad-Antrieb setzte sofort ein, die Leine spannte und als ich auf dem Teer auf meinem rechten Arm liegend den Zustand zur Kenntnis nahm, da stellte ich fest:

„Du kriegst nicht richtig Luft. Scheiße.“ Und dann dachte ich an den Hund, der mit der Flexi am Halsband irgendwo herum lief….ich kam nicht so schnell hoch, aber ich hatte langsam wieder Luft und rief nach Hilfe.

Beim Aufrappeln waren sie da, die Bauarbeiter, die auch den Hund einfingen.

Ergebnis: Ein Tag im Kranknhaus, zwei  Zentimeter Platzwunde an der Stirn, eine eklig dicke Hand, die auch jetzt noch Theater macht, auch wenn  sie nicht mehr dick ist. Alles so gezerrt und geprellt, dass ich eine Woche nicht mal ohne Schmerzen Schlucken konnte, aber nichts gebrochen. Immerhin, oder?

Donnerstag die Woche drauf, ich war krank geschrieben, aßen die kleinen Mädchen des hiesigen Hauses zu abend. Lachten und freuten sich, kasperten. Ich ging in die Küche und es tat einen Schlag.

„Blöde Katze!“ dachte ich. „Das dumme Tier hat wieder was runter gerissen! Aber ich räume das später auf!“

Es war nicht die Katze, es war Selma. Sie hatte gekippelt und war nach hinten übergekippt und hatte mit dem Kopf die Heizung getroffen. Zwei Zentimeter Loch im Kopp. Ab zum Nähen ins Krankenhaus.

Donnerstag. Mist -Tag. An einem Donnerstag war meine Kollegin mit einem entzündeten Blinddarm im selben Krankenhaus operiert worden, am Donnerstag ich geklebt und geröngt,  und Omma hatte just an diesem Tag ihr Auto auf der Tankstelle kaputt gefahren, am Donnerstag drauf Selma….Freunde, wehe! WEHE!

Der nächste Donnerstag verlief ruhig. Der darauffolgende auch.

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