Ein schwer einzuhaltendes Lebensmotto

„One evil action a day keeps the psychiatrist away.“ ( Jens Weidner)

Nach dieser F-Woche werde ich daran arbeiten.  Ich bin respektlos. Also nicht völlig, aber irgendwie kriege ich das mit dem Respekt für Leute in bestimmten Positionen, nur weil sie in diesen Positionen sind, nicht hin. Es klappt nicht. Nicht mal beim Pabst. Da habe ich Respekt vor dem Menschen, der den Pabst-Job macht, aber nicht vor dem Pabst-Job an sich. Und der Pabst hätte den gleichen Grundrespekt, wenn er nicht das Mäntelchen und den Stock hätte. Und wenn der Mensch, der den Pabst-Job macht, Scheisse ist, dann hätte er einen Anspruch auf Höflichkeit, mehr aber auch nicht.

Daran werde ich nicht arbeiten, denn immerhin kriegen alle Vorschuß an Respekt und zwar weil sie sie sind. Und wenn die das dann versauen, dann ist alle.

An meiner Arbeit ist nichts auszusetzen, aber meine Art, die geht ja mal gar nicht. Ja, es tut mir leid, das ich einfach  zwischendrin singe. Ich dachte bisher, der Lärm der Maschinen würde es überdecken. Und im Übrigen hat es schon meine Mutter nicht geschafft, aus mir einen anderen Menschen zu machen und da war ich noch sowas von verziehbar, also…wieso sollte das jetzt eine Firma machen?

Ja, und ich langweile mich, wenn mir Sachen fünf mal erklärt werden. Aber ich soll froh drüber sein. Ich habe mir billige T-Shirts gekauft. Auf eins kommt mit Stofffarbe „froh“.

Mir ist gesagt worden, dass ich nicht zufassen darf, wenn Hilfe gebraucht wird, sondern zum Schichtführer gehen muss und das sagen, mehr nicht. Ich gehöre jetzt zur Polizei der Schicht. Ich werde mir eine Bommelmütze stricken, in silber und grau mit einer blauen Bommel drauf. „wiiiiiiiiou wiiiiiiiiiiiiou wiiiiiiiiiiiiiiiou“

Ich soll Respekt den Kollegen zollen, die schon drei Jahre in der Postion sind. Und  ich darf schon ganz lange mein Motto „Das kann man schaffen, “ sagen, weil es die übergwichtige 185 Kilo-Kollegin nervt. Wer mit mir Scheisse umgeht, wird höflich behandelt. DAS war´s. Wer Untergebene Scheisse behandelt, kriegt den Mittelfinger.

Mir wird der Mund von meiner Kollegin verboten. Und wenn ich dann denselben halte, werde ich aufgefordert, was zu sagen. Gibt es was zu sagen? Nö.

Aber ich werde mir jetzt das neue  Lebensmotto aneignen.

 

Update: ich soll Respekt zeigen. T-Shirt bestellt mit dem Wort „Respekt“ auf dem Rücken. Zeige ich, Anforderung erfüllt.

 

 

 

 

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2 Gedanken zu “Ein schwer einzuhaltendes Lebensmotto

  1. es ist nicht fehlender Respekt, DU bist für den Job überqualifiziert, Du denkst mit, Du entscheidest spontan, ich denke, das ist dort nicht gewollt!!!

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  2. Kenn ich. Mein ganzes Leben schon höre ich mir von allen Seiten an: „Du hast ein Autoritätsproblem“. Sehe ich nicht so, Respekt muss man sich verdienen. Bei einem fähigen Chef klappt das alles super, wenn ich aber merke der Chef hat überhaupt keinen Plan und ist nur so hier dann is Ende mit Respekt.

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