Lieber Karl,

heute bist Du wieder in den Nachrichten meines Handys aufgetaucht und ich kann es nicht mehr hören, was Du so von Dir gibst.

Mal ehrlich, Karl, ich bin 54 Jahre alt, habe 10 eigene Kinder groß gezogen, mich nötigen lassen, mir ein Kunstknie einsetzen zu lassen, weil das alte zwar kaputt war, aber mich alle Ärzte mit Orthese wieder gesund geschrieben haben.

So. Und nun geht halt der Virus um. Und das nicht erst seit gestern. Es ist total toll, dass es da Impfstoffe gibt. Innerhalb von nur ein paar Monaten. Und wir alle haben uns an die AHA-Regeln gehalten.

Und als man in meiner Maßnahme Tests forderte, die ich entweder am Nachmittag vorher würde machen sollen ( und die sind ja nur sechs Stunden verlässlich, zumindest bei den Kindern. Bei Erwachsenen gelten die ja 24 oder 48 Stunden. Ich bitte um Erklärung.) oder aber nach meiner Ankunft, da habe ich durchgesetzt, dass ich es mache, wie bisher. Ich teste mich zusammen mit den Kindern morgens vor der Abfahrt, denn welchen Sinn hat es, die Kinder zu testen und die sind negativ und dann mich zwei Stunden später und dann bin ich auch noch positiv? Das hat mir Verantwortung nichts zu tun. Verantwortung ist in dieser Sache: Es bleiben alle Zuhause, wenn ein Test positiv ist.

Wenn die Kinder eine Erkältung bekommen oder auch ich mal wieder, das ist nämlich seit dem neuen Knie alle zwei Wochen so, dann teste ich fünf Tage lang, weil Drosten gesagt hat, das erst am 5.ten Tag nach Ansteckung der Test zuverlässig ist. Und wann war denn die Ansteckung?

Ich habe Euch allen zugehört. Damals. Und dann wurden Eure Aussagen komisch, panisch, unzuverlässig, bei alten Menschen auch menschenunwürdig, weil entmündigend. Das habe ich mit unser Omma nicht gemacht. Sie ist ende 70 und hat seit 2018 Krebs. Und es ist ihr Leben. Sie bestimmt darüber. Und sie kann kommen, wann sie will und sie hat auch Weihnachten mit uns gefeiert und Geburtstage. Karl! Meine Mutter mag zwar altersgemäß seltsam sein, aber sie ist mündig. Sie ist tot-sterbenskrank und sie darf nicht nur essen, was sie will, sie darf das auch im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten tun. Und wir durften ja einen Besucher bekommen.

Aber zurück zur Impfung. Die Information besteht aus Gratulation für die Schöpfer und Hysterie in den Medien und Drohungen. Einfach nur Drohungen.

Karl, ich komme aus einem Haushalt, der aus der Geschichte dieses Staates gelernt hat. Bei uns gilt der Satz:

„Benutze Deinen Kopf!“

Nur weil ein Karl Lauterbach oder der Bankkaufmann Jens Spahn oder oder oder irgendwas sagt, mache ich das noch lange nicht.

Aber: Man ist ja nicht so und so suche ich Informationen. Richtig Informationen und nicht solche in den Nachrichten.

Als die Stikon sich gegen eine Impfempfehlung bei Kindern aussprach, lief abends auf ARD in den Spätnachrichten der Bericht über ein Grundschulkind, das an Lang-Cerveza erkrankt war. Und natürlich fand sich auch ein Kinderarzt, der von könnte, wäre und hätte sprach. Aber mal ehrlich, Karl, wer hört schon könnte, hätte und wäre?

Und wer von den Großen der Politik war es noch, der davon sprach, dass die Geimpften vor den Ungeimpften geschützt werden müssen? Finde den Fehler. Ernsthaft. Finde den Fehler.

Und dann Jens. Der. dessen Ehemann laut Medien Masken an das Gesundheitsministerium verkauft hat. Absprache beim Frühstück oder doch lieber beim Abendessen, damit man mit einem Glas Wein drauf anstoßen kann. Das ist doch selbstredend.

Als ich eine Freundin fragte, wo denn der Anstand und die Moral seien, sagte sie, das gäbe es nicht mehr. Ich habe auch den Eindruck, dass die Politiker vergessen haben, das sie Vorbildfunktion haben.

Aber zurück zur Impfung. Warum muss ich dafür unterschreiben? Warum darf ich darüber nicht diskutieren? Warum darf ich keine eigene Entscheidung mehr für mich treffen? Für mich, die letztes Jahr zusammen mit ihren Söhnen schon an einem fieberhaften Infekt erkrankt war, der eine hatte die Symptome, der andere die und ich ganz andere. Und hinterher las man, dass alle diese Symptome im Cerveza-Bereich vorkommen. Und wir haben alle was zurück behalten. Erst war ich dauernd müde und vergesslich. Und zwar so vergesslich, dass ich sogar vergessen habe, etwas vergessen zu haben. Und dann kam die Hämaturie im Wechsel mit Erkältung und Gelenkentzündungen. Und das hält bis heute an.

Aber zurück zum Impfen. Ich habe Termine bekommen und sie haben angerufen

  • an dem Tag, als mir die Zyste aus dem Kiefer operiert worden war
  • als ich gerade in den letzten Zügen eines Erkältungszyklus war
  • als der Urin wieder Kaffeebraun war und wieder keiner was finden konnte……

Und so sitze ich da und google. Im Springer -Verlag werden Daten zum Thema Cerveza, Aha-Maßnahmen und Impfung veröffentlicht.

Und allen ist gemein, dass die Probandenzahl doch irgendwie gering erscheint mit 365 und 425, es gab nur eine mit 1300 und ein bisschen.

Ich habe mir sogar die Formel gezogen für die Berechnung der Inzidenz und die ist echt lang. Und ich dachte:

„Na hoffentlich rechnet das ein Computer und der Programmierer war gut!“

Ich lese mittlerweile wieder viel Englisch. Die Engländer haben wieder eine Studie veröffentlicht, dass bei Delta Piontech nur noch einen Schutz von 39% bietet. Ja, keine Sorge, es waren wieder nur so um die 300 Probanden. Aus Israel kamen die ersten Meldungen, das auch Geimpfte an Cerveza erkranken und im Radio hörte ich bei den ersten Berichten aus Indien das Interview mit einem Arzt, der klar geimpft und doch wieder erkrankt war.

So. Und wir sollen die Tests selbst zahlen. Das mache ich zwar schon die ganze Zeit, aaaaber, okay. Ich habe immer einen ordentlichen Vorrat hier. Immer.

Ich habe ein Recht darauf als mündiger Bürger zu entscheiden. Und wenn ich mich entscheide, das Risiko in Kauf zu nehmen an Cerveza zu erkranken und zu sterben, dann ist das meine Sache. Und ich will weder in ein Krankenhaus noch auf eine Intensivstation.

Will ich alles nicht. Ich will mich vernünftig ohne Meinungsmache und Stigmatisierung ( Ich bin auch schon antisozial genannt worden, weil noch nicht gepiekt.) informieren und eine Entscheidung treffen dürfen, denn mit jeder Konsequenz aus meinen Entscheidungen lebe ich.

Ich habe hier Wörter verändert. Weil, und das erschreckt mich sehr, Algorithmen laufen, die Artikel rausfiltern und Accounts sperren, ob hier, das weiß ich nicht. Bei You tube ist das so. Ob hier, das weiß ich nicht. Aber: DAS finde ich absolut kritisch. Viel kritischer als die Auseinandersetzung mit dem Thema. Ebenso kritisch sehe ich den halbseitigen Bericht in unserer Regionalzeitung über eine Frau aus Amerika, die, nachdem ihr jetzt zwei Lungenflügel implantiert worden sind, so der Bericht, zum Impfen aufruft. Dieser Artikel war schon im Netz und jetzt in der Regionalzeitung. Dadurch wird er auch nicht besser.

Ich will wissenschaftliche Information. Ich will Zahlen und will wissen, wie der Stoff funktioniert. Und irgendwie ist mir klar, warum das Gepieke wiederholt werden muss und nicht lebenslang funktioniert, nachdem ich die Erklärung für die Funktionsweise gefunden habe. Und das war zwar auch im Netz, aber nicht bei einem der Nachrichtenkanäle.

In diesem Sinne: Mich kann weder das Kino noch eine Bratwurst oder ein Einkaufsgutschein locken. Ich finde es eher furchtbar, für wie blöd ich bei diesen Angeboten gehalten werde.

In diesem Sinne: Karl, mal keine Hysterie sondern tatsächliche Aufklärung mit Zahlen, Daten, Fakten von Leuten, die das können. Weil Politikern glaub ich mal gar nix mehr.

2 Gedanken zu “Lieber Karl,

  1. Hm…und statt dessen alle anderen (inklusive mir selbst) dumm in die Bresche für Dich springen lassen? Kann’s ja auch nicht sein.
    Wenn Du auf langjährige Datenlage warten möchtest, dann nimm bitte die Konsequenz hin, dass das öffentliche Leben ohne Dich stattfindet.
    Und: ich brauche hierauf keine Antwort 🙂

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    • Ich finde es schade, dass die Diskussion genau diesen Weg nimmt. Natürlich lebe ich entsprechend der Entscheidung. Das ist doch klar die Konsequenz der Entscheidung. Ich verstehe nur nicht, warum man darüber erbost ist. Und natürlich teste ich mehr als erfordert. Das ist doch normal. Wir haben uns auch dieses Jahr wieder bewusst gegen Reisen und Städte-Trips entschieden. Und das wie letztes Jahr, als es noch keine Impfung gab. Angesichts der Tatsache, dass wir es bisher gut geschafft haben, mit diesen Konsequenzen keinen Krankheitsfall zu haben und durch die Kiste mit den Tests gut dafür sorgen können, es nicht umzuverteilen, finde ich, haben wir hier ordentlich Verantwortung übernommen.
      Allerdings finde ich mega-schlimm, dass ich heute ein Gespräch im Parkhaus hatte, in dem mir eine Bekannte erzählte, dass sie sich immer rechtfertigen müsse, dass sie geimpft sei. Das kann alles so nicht gehen. Jeder hat seine Gründe für das eine oder das andere. Und ich finde schlimm, das diese mutige Frau sich für ihre Entscheidung rechtfertigen muss. Deine Entscheidung, Nicole, stellt doch auch niemand in Frage. Und ich werde weiter auf meinen Hausarzt hören. LG.

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